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Potsdam: Stadt schaltet Server nach Angriff ab

23.01.2020 | 14:53 Uhr | Denise Bergert

Die Stadverwaltung Potsdam hat aus Sicherheitsgründen ihre Server abgeschaltet und ist aktuell nicht mehr per E-Mail erreichbar.

Die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam hat am gestrigen Mittwoch die Server für die Stadtverwaltung abgeschaltet. „Wir haben unsere Systeme aus Sicherheitsgründen offline gestellt, weil wir von einer illegalen Cyberattacke ausgehen müssen“ , erklärt Oberbürgermeister Mike Schubert in einer offiziellen Mitteilung .

Die Stadtverwaltung kann aus diesem Grund seit gestern Vormittag keine E-Mails mehr empfangen oder versenden. Der Bürgerservice der Stadt Potsdam ist nur noch eingeschränkt nutzbar. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass die betroffenen Systeme der Verwaltung baldmöglichst wieder eingeschaltet werden und wir wieder sicher arbeiten können,“ so Schubert weiter. Laut dem aktuellen Stand bleiben die Leitungen auch heute weiter offline. Wie lange es dauert, bis die Stadtverwaltung wieder online ist, kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden.

Die KfZ-Behörde von Potsdam kann aufgrund der Abschaltung keine Leistungen anbieten, Terminvereinbarungen im Bürgerservice sind ebenfalls nicht möglich und im Standesamt werden keine Beurkundungen mehr vorgenommen. Anträge von Personalausweisen und Reisepässen sowie An- und Ummeldungen werden derzeit nicht bearbeitet. Laut der Stadtverwaltung sind Telefon und Fax jedoch ohne Probleme nutzbar.

Wie die Verwaltung in ihrer offiziellen Mitteilung erklärt, seien zahlreiche Ungereimtheiten bei den zentralen Netzzugängen der Landeshauptstadt der Grund für die Server-Abschaltung. Über eine Schwachstelle im System eines externen Anbieters hätten Angreifer versucht, Daten der Stadtverwaltung abzugreifen und Schadsoftware zu installieren. Aktuell arbeiten externe IT-Forensiker und IT-Sicherheitsfirmen an der Aufklärung des Vorfalls. Potsdam hat eigenen Angaben zufolge Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

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