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Post: Autonome Roboter stellen Pakete zu

24.08.2016 | 13:27 Uhr |

Die Post kommt – ohne Fahrer. Die Schweizer Post testet ab September 2016 die Zustellung von Paketen durch autonome Lieferroboter.

Die Schweizerische Post führt ab September 2016 Tests mit selbstfahrenden Lieferrobotern durch, um deren Eignung für die Warenzustellung auf der letzten Meile zu prüfen. Falls sich die Roboter in der Erprobung bewähren, sollen sie als zusätzliche Zustellform die Paketzustellung in Zukunft punktuell ergänzen. Dies sei aber frühestens in drei Jahren der Fall.

Die Post verwendet Modelle des Herstellers Starship Technologies. Diese können eine Nutzlast von bis zu zehn Kilogramm über eine Distanz von rund sechs Kilometern befördern. Die Lieferroboter fahren auf Gehsteigen und in Fußgängerzonen im Schritttempo, navigieren autonom zu ihrem Ziel und weichen Hindernissen und Gefahrenstellen automatisch aus.

Der Roboter im Einsatz.
Vergrößern Der Roboter im Einsatz.
© Schweizer Post

Die Navigation erfolgt über eine Mischung aus Ortungssignalen (z.B. GPS) und visueller Erkennung der Umgebung über mehrere Kameras. An heiklen Stellen und bei Unsicherheiten wird ein sogenannter Remote-Operator hinzugeschaltet, um den Paketroboter aus der Distanz zu steuern. Mit jeder Fahrt „lernt“ der Paketroboter dazu und steigert dadurch seinen Grad an Autonomie, wie die Schweizer hoffen. Auf den Testfahrten werden die Lieferroboter durchgehend von einer Person begleitet und überwacht, damit möglichst viele Informationen zum Betrieb gesammelt werden können.

Der Lieferroboter schickt dem Empfänger eine SMS, wenn er angekommen ist.
Vergrößern Der Lieferroboter schickt dem Empfänger eine SMS, wenn er angekommen ist.
© Schweizer Post

Unterschied zu Drohnen

Durch die begrenzte Reichweite eignen sich Lieferroboter für Sendungen, die flexibel, schnell und günstig in einer lokalen Umgebung befördert werden müssen. Im Unterschied zu Lieferrobotern bieten Drohnen wie der DHL Paketkopter mit ihrer höheren Reichweite und Geschwindigkeit Vorteile beim Transport von hoch prioritären Sendungen oder für die Belieferung von Menschen, die abgeschieden wohnen.

Testfahrten an verschiedenen Standorten

Die Tests der Lieferroboter werden in den Gemeinden Bern, Köniz und Biberist durchgeführt, um Erfahrungen in unterschiedlichen Situationen zu sammeln.

Konkrete Einsatzgebiete

Konkrete Einsatzgebiete sieht die Post bei Spezialsendungen, die flexibel, schnell und günstig in einer lokalen Umgebung ausgeliefert werden müssen. Unter anderem sind Anwendungen denkbar in den Bereichen Same day und Same hour delivery, für Essenslieferungen oder auch bei Hauslieferungen von medizinischen Produkten.

Das Busunternehmen PostAuto erprobt in der Schweiz seit Ende 2015 den Nahverkehr mit autonomen Bussen.



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