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Polizei warnt vor gefälschten Outlook-Termineinladungen

04.05.2021 | 09:46 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Jetzt warnt auch die Polizei davor, dass Cybergangster verstärkt gefälschte Outlook-Termineinladungen verschicken. Das steckt dahinter.

Update 4.5.: Jetzt warnt auch die Polizei, genauer gesagt das Landeskriminalamt Niedersachsen, vor Mails mit gefälschten Kalendereinträgen für Outlook. Demnach häufen sich die Meldungen „zu ungewöhnlichen Mails mit Einladungen/Besprechungsanfragen/Terminen für Kalendereinträge.“

Die Spammer verschicken laut LKA im Namen einer wahrscheinlich existierenden Person einen Termin, der in die Kalendersysteme von Outlook oder iCloud automatisch übernommen wird. In den Einladungen sind „Links zu unseriösen Webseiten (z.B. Bitcoin-Handel, VPN-Anbieter)“ enthalten. Ebenso sind Links zu manipulierten Webseiten oder Schadsoftware denkbar, wie die Polizei warnt.

Das LKA Niedersachsen betont noch einmal, wie man richtig auf derartige gefälschte Outlook-Termineinladungen reagiert: Klicken Sie weder auf „Annehmen/Bestätigen/Zusagen“ noch auf „Absagen“. Stattdessen löschen Sie die Einladungen sofort. Denn falls Sie die Einladung annehmen oder diese absagen, erfährt der Spammer, dass Ihre Mailadresse tatsächlich genutzt wird.

Sie können in Outlook unter „Datei, Optionen, E-Mail, Verlauf“ den Haken vor „Besprechungsanfragen und Antworten auf Besprechungsanfragen sowie Abstimmungen automatisch bearbeiten“ entfernen, um zu verhindern, dass beim Eingang einer Einladung automatisch ein Kalendereintrag angelegt wird. Sie müssen danach solche Spam-Termine nicht mehr eigens von Hand löschen.

Apple gibt hier eine Anleitung, wie man unerwünschte Kalendereinladungen oder Ereignisbenachrichtigungen auf dem iPhone löscht. Update Ende

Ursprüngliche Meldung: 

Wer in diesen Tagen eine Mail mit einer Termineinladung für Outlook erhält, sollte diese genau prüfen, bevor sie akzeptiert wird. Denn derzeit kursieren laut den Bremer Verbraucherschützern betrügerische Mails mit angeblichen Einladungen zu Outlook-Terminen. Diese gefakten Einladungen stammen zum Teil von Konten von Bekannten oder Kollegen, deren Outlookkonten zuvor gehackt wurden.

Falls Sie eine solche Einladung erhalten, aber nicht mit dieser Termineinladung gerechnet haben, dann fragen Sie den Absender zum Beispiel telefonisch oder per Chattool, ob er/sie tatsächlich diese Einladung verschickt hat. Bevor Sie nicht zweifelsfrei die Echtheit der Einladung überprüft haben, sollte Sie dieser weder zusagen noch sie absagen. Mitunter machen aber auch merkwürdige Absenderadressen, Rechtschreibfehler oder fremde Sprachen die Einladung verdächtig. Ebenso verdächtig ist es, wenn die Termineinladung mit Zeitdruck verbunden ist: „Antworten Sie binnen zehn Minuten, sonst…“.

Sobald Sie wissen, dass die Termineinladung gefälscht ist, sollten Sie:

  • die Nachricht aus dem Outlook-Postfach löschen

  • den vorgemerkten Termin im Outlook-Kalender löschen. Wählen Sie beim Löschen unbedingt die Option, dass der Einladende nicht(!) benachrichtigt werden soll. Denn damit vermeiden Sie, dass Ihre Mailadresse für den Cybergangster verifiziert wird. Denn Mailadressen, von denen Gangster wissen, dass sie tatsächlich existieren und auch genutzt werden, sind für Spam- und weitere Phishingangriffe interessant.

Genau das ist nämlich der Grund für diese gefälschten Outlook-Termineinladungen: Es geht noch nicht darum, bereits Daten von Ihnen zu stehlen oder Ihre Konten zu kapern. Sondern die Angreifer wollen mit der Bestätigung einer Termineinladung erfahren, dass eine Mailadresse tatsächlich existiert und genutzt wird. Im nächsten Schritt nehmen die Cybergangster die entsprechende Adresse dann ins Visier .

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