2485237

Polizei warnt vor gefälschten Abmahnmails wegen illegaler Musik und Filme

04.02.2020 | 10:46 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Polizei warnt vor angeblichen Abmahnschreiben in Verbindung mit illegal genutzen Liedern oder Filmen. Die Abmahnschreiben scheinen von tatsächlich existierenden Rechtsanwälten zu stammen. Doch sie sind gefälscht, es handelt sich um Phishingangriffe.

Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt warnt vor einer neuen Phishingwelle. Dabei verschicken Cybergangster gefälschte Mahnschreiben wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen  in Namen tatsächlich existierender Rechtsanwälte. Das soll die Phishingmails glaubwürdiger machen.

Das LKA zitiert dieses Beispiel als Anfang für eine derartige Phishingmail: "namens und in bevollmächtigung unseres Mandanten fordern wir Sie hiermit gemäß §§ 102, 77 89 Nr. 51,82 10, 24a UrhG auf geschützes Musik und Film - Repertoire unseres Auftraggebers ohne deren erforderliche schriftliche Einwilligung im Internet frei verfügbar zu machen oder..."

In dem folgenden Mailtext werden die Empfänger aufgefordert einen Link anzuklicken, der zu einem Dokument führen soll, aus dem Details der Abmahnsumme hervorgehen.

Zwar räumt das Landeskriminalamt ein, dass die Links in den Mails, die dem LKA vorliegen, nicht mehr funktionieren. Doch es sei davon auszugehen, dass über diese Links Schadprogramme heruntergeladen werden. Denkbar ist auch, dass die Links auf Webseiten führen, auf denen Sie aufgefordert werden persönliche Daten einzugeben.

Einige der betroffenen Rechtsanwälte informieren bereits über die gefälschten Mails auf ihren Webseiten, wie das LKA erklärt. Die in den Phishingmails genannten Rechtsanwälte haben mit den Schreiben nichts zu tun.

So sieht eine der Phishingmails aus.
Vergrößern So sieht eine der Phishingmails aus.
© polizei-praevention.de/aktuelles/gefaelschte-mahnschreiben-in-namen-realer-rechtsanwaelte-im-umlauf.html

PC-WELT Marktplatz

2485237