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Polizei warnt: Virus statt Steuerrückerstattung

25.10.2019 | 12:15 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Polizei warnt vor einer Mail, die angeblich vom Bundeszentralamt für Steuern stammt und eine Steuerrückerstattung verspricht. Doch statt Geld zurück gibt es einen Virus.

Die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime des Landeskriminalamt Niedersachsens warnt vor einer neuen Masche zur Verbreitung von Schadsoftware. Demnach kursieren seit dem 23. Oktober 2019 E-Mails, die eine Steuerrückerstattung versprechen. Doch in der angehängten Word-Datei steckt ein Computervirus.

Die Mails geben vor vom Bundeszentralamt für Steuern zu kommen. Im Mailtext steht, dass das der Empfänger eine Steuerrückerstattung bekomme. Die Mails tragen das Logo des Bundeszentralamts für Steuern. Der Mailtext beginnt mit „Sehr geehrter Steuerzahler, Benachrichtigung über Steuerrückerstattung 2019“. Danach wird dem Empfänger mitgeteilt, dass er Anspruch auf eine Steuerrückerstattung habe. Das Schreiben nennt eine konkrete Summe, beispielsweise 694,32 Euro. Der Empfänger wird aufgefordert eine Rückerstattungsanfrage einzureichen, damit er dieses Geld auch tatsächlich erhält. Das dafür erforderliche Dokument sei als Anhang der Mail beigefügt. Das gesamte Schreiben macht einen durchaus seriösen Eindruck.

Im Anhang der Mail befindet sich ein Word-Dokument mit einem Makro. Der Anhang ist angeblich verschlüsselt, weshalb der Benutzer dazu aufgefordert wird den „Inhalt zu aktivieren“, sprich: Die Ausführung des Makros zuzulassen. Und damit beginnt das Verhängnis, denn nun kann die Schadsoftware starten. So lange die Ausführung des Makros in Word nicht gestattet wird, sollte von der Mail keine Gefahr ausgehen.

Sie sollten eine derartige Mail sofort löschen. Falls Sie sich unsicher sind, ob das Schreiben echt oder unecht ist, sollten Sie telefonisch nachfragen.

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