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Polizei warnt: Verbreitung von Fake News ist strafbar

19.02.2021 | 15:55 Uhr | Denise Bergert

Ein Unbekannter hat sich mit einer gefälschten Fahndungsmeldung einen folgenschweren Scherz in den sozialen Medien erlaubt.

Die Polizei Baden-Württemberg und die Polizei Reutlingen warnen in dieser Woche über Facebook vor der Verbreitung von Fake News. Anlass dafür ist ein folgenschwerer Scherz, den sich vor einigen Tagen ein Unbekannter erlaubt hat. Über eine Online-Plattform, die auf Wunsch täuschend echt aussehende Zeitungsartikel und Ähnliches generiert, hat der Unbekannte eine gefälschte Fahndungsmeldung zu einem angeblich gesuchten Vergewaltiger erstellt. Der Tatverdächtig benutzte dafür das Foto eines real existierenden Mannes und verbreitete die Fake-Fahndungsmeldung in den sozialen Netzwerken. Dort wird der Beitrag noch immer rege von den Nutzern geteilt.

Über Facebook erklärt die Polizei, dass mit der Erstellung eines solchen Beitrags gleich mehrere Straftatbestände erfüllt wurden. So hat der Tatverdächtige das Recht am eigenen Bild des Mannes verletzt. Dem Unbekannten kann außerdem "Beleidigung" und "Üble Nachrede" oder "Verleumdung" zur Last gelegt werden. Die Polizei mahnt außerdem, dass das Opfer in einem solchen Fall der Verunglimpfung einen immensen persönlichen Schaden erleiden kann.

Nutzer sollten sich ihrer Reichweite im Internet immer bewusst sein und darüber nachdenken, welche Auswirkungen ihr Handeln haben kann. Internet-Nutzer sollten aus diesem Grund die Finger von dubiosen News lassen, wenn sie sich nicht sicher sind, aus welchen Quellen diese stammen. Wenn die Polizei öffentlich nach Personen fahndet, seien diese Fahndungsmeldungen immer auf den offiziellen Seiten in den sozialen Medien sowie auf den Webseiten der Polizei zu finden. Tipps, wie Nutzer Fake News erkennen können, fasst die Polizei auf einer Beratungsseite zusammen.

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