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Polizei warnt: Immer mehr betrunkene E-Scooter-Fahrer

26.08.2019 | 09:35 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Seit Mitte Juni stellte die Münchner Polizei mehr als 700 Trunkenheitsfahrten mit E-Scootern fest. Dabei gab es einige Unfälle.

Die Münchner Polizei macht eine ebenso kuriose wie bedenkliche Beobachtung zum Phänomen E-Scooter: Immer öfter sind Betrunkene auf E-Scootern unterwegs. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer Online-Ausgabe.

So erwischte die Münchner Polizei kürzlich einen 27 Jahre alten Mann, der – verbotenerweise – auf einem Gehweg am Odeonsplatz unterwegs war. E-Scooter dürfen auf Gehwegen nicht bewegt werden, doch der Mann hoffte offensichtlich darauf, dass ihm um 5.20 Uhr früh keine Polizei begegnet. Doch das eigentliche Problem dieses E-Scooterfahrers war ein anderes: Er stürzte nämlich bei seiner Fahrt und fiel dadurch erst den Streifenbeamten auf. Diese rochen seine Alkoholfahne und führten einen Alkoholtest durch. Ergebnis: 2,4 Promille. Damit dürfte der Führerschein des junges Mannes futsch sein. Die Tatsache, dass für E-Scooterfahrer die strengeren Alkoholgrenzen für Autofahrer und nicht die etwas höheren Grenzwerte für Radfahrer gelten, spielt bei 2,4 Promille keine Rolle mehr.

Nur einen Tag später erwischte die Münchner Polizei einen weiteren stark alkoholisierten E-Scooterfahrer. Dieser hatte 1,8 Promille im Blut. Und auch dieser Fahrer fiel der Polizei dadurch auf, dass er stürzte. Dabei verletzte er sich so schwer im Gesicht, dass ihn ein Rettungswagen ins Krankenhaus bringen musste. Tatzeit: 3.45 Uhr früh. Auch in diesem Fall wird der Fahrer für einige Zeit seinen Führerschein abgeben müssen.

E-Scooter im Preisvergleich

Insgesamt stellte die Münchner Polizei seit Mitte Juni 2019 (als E-Scooter für den Straßenverkehr in Deutschland freigegeben wurden) mehr als 700 Trunkenheitsfahrten mit E-Scootern fest.

E-Scooter gelten verkehrsrechtlich als PKWs. Somit gilt für Fahranfänger zwei Jahre lang die 0,0-Promille-Grenze. Danach gilt die 0,5-Promille-Grenze, ab der Punkte in Flensburg, Bußgelder und ein Monat Führerscheinentzug drohen. Mittlerweile fordern Verkehrsexperten bereits die generelle 0,0-Promillegrenze für E-Scooterfahrer.

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