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Polizei warnt: Gefälschte Vorladungen kommen per Mail

13.01.2022 | 12:49 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Polizei warnt vor Mails, die angeblich von bekannten Polizeibehörden stammen. Sie versuchen, die Empfänger in die Falle zu locken.

Die Polizei warnt vor gefälschten Vorladungen, die per Mail in den Postfächern eintreffen. Die Mails stammen angeblich von großen Polizeibehörden wie Europol, Interpol, dem Europäischen Polizeiamt, der Bundespolizei usw.

Die Mails haben Betreffzeilen wie „Vorladung vor Gericht“ oder „Krim/VER/REG/VORLADUNG/Nr. 07006…-Wichtig“ und enthalten eine PDF-Datei, die vorgibt, von einer der genannten Polizeibehörden zu stammen. Hierzu ist sie mit zahlreichen Logos verschiedener europäischer Polizeibehörden und von Interpol, sowie mit diversen Stempeln und Unterschriften versehen. Das soll das PDF echt und seriös wirken lassen. Mitunter sind die Behördennamen, Logos, Stempel, Unterschriften und Namen wahllos vermischt oder frei erfunden, wie die Polizei betont.

In dem PDF ist zu lesen, dass gegen die Empfängerin oder den Empfänger ermittelt beziehungsweise dieser angeklagt wird. Wegen unterschiedlicher „Vergehen“ oder Straftaten wie zum Beispiel Cyberpornografie, Kinderpornografie, Pädophilie, Online-Masturbation, Exhibitionismus, Online-Auftragswesen oder der Nutzung der sexuellen Erpressungsite Pornograhique. Die Empfänger sollen sich deshalb per Mail z.B. an directioneurpl@gmail.com zurückmelden und zu den in der Mail genannten Vorwürfen äußern.

Wer sich nicht innerhalb der genannten Frist melde, müsse mit weiteren Maßnahmen, u.a. der Veröffentlichung der persönlichen Daten, Erstellen eines Berichtes usw. rechnen. So könnten auch Familienangehörige und Freunde von der Tat erfahren. Schon allein an dieser kuriosen Drohung erkennt man, dass die Mails ein Fake sind.

Denn natürlich sind diese Mails gefälscht. Antworten Sie darauf nicht, sondern löschen Sie die Mails. Öffnen Sie keine an die Mails angehängten Dateianhänge. Sollten Sie aber bereits auf diesen Betrug hereingefallen sein, dann erstatten Sie Anzeige. Das können Sie auch online machen.

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