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Polizei: So nutzen Betrüger Paypal für Abzocke bei Kleinanzeigen

22.06.2021 | 10:21 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Polizei warnt vor eine fiesen Betrugsmasche mit Paypal, die auf Kunden von Kleinanzeigen-Portalen wie Ebay Kleinanzeigen zielt. Auch Guthabenkarten spielen dabei eine Rolle. Die Details.

Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt vor einer schon länger bekannten Betrugsmasche, die auf Kleinanzeigenverkäufer zielt. Die Polizei bekam in letzter Zeit vermehrt Hinweise darauf, dass Betrüger erneut mit diesem Trick Opfer suchen. Kurz zusammengefasst läuft diese Betrugsmasche folgendermaßen:

Jemand bekundet sein hohes Interesse an einem auf einem Kleinanzeigenportalen wie Ebay Kleinanzeigen eingestellten Produkt. Der angebliche Kaufinteressent akzeptiert die Ware ungeprüft. Doch der vorgebliche Käufer hat eine Bitte. Das gekaufte Produkt soll ein Geschenk für einen Bekannten/Verwandten werden, deshalb soll der Verkäufer noch eine Guthabenkarten (z.B. Steam, iTunes, Google, Amazon, Paysafecard usw.) kaufen und diese dem gekauften Produkt beilegen. Außerdem teilt der angebliche Käufer dem Verkäufer mit, dass er sich nicht in Deutschland befinde. Deshalb bittet er darum, dass der Verkäufer die Ware samt Guthabenkarten an eine dritte Person schicke. Im Gegenzug verspricht der angebliche Käufer, dass er dem Verkäufer nicht nur den Kaufpreis für das verkaufte Produkt, sondern auch den Wert der Guthabenkarte sowie zusätzlich 30 Euro Aufwandsentschädigung per Paypal überweisen würde.

Der Betrug erfolgt dann entweder dadurch, dass ein Paypalkonto missbräuchlich verwendet wird oder dass die Täter den Mailverkehr von Paypal fälschen und darin behaupten, dass Paypal nun als Treuhänder fungiere und auf die Versandbestätigung warte, damit das Geld ausgezahlt werden könne. Die Polizei hält es auch für möglich, dass die angeblichen Käufer den Guthaben-Code erfragen und ihn dann einlösen, bevor der Kaufbetrag dafür erstattet wurde. In jedem Fall sind Ware und Guthabencode weg und der Verkäufer erhält auch kein Geld. Da dieses entweder gar nicht erst bezahlt wurde (gefälschte Paypal-Mail) oder aber vom missbräuchlich verwendeten Paypal-Account zurückgeholt wird.

Die Polizei warnt ausdrücklich: "Versenden Sie keine Guthaben-Codes an unbekannte Personen, weder als Karten oder per Mail." Und weiter: „Sollten Sie auf die Masche bereits hereingefallen sein, so prüfen Sie beim Guthabenanbieter, ob Sie die Karte noch sperren lassen können. Einige bieten dies an.“

Wichtig: Erstatten Sie Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. Sie können in allen Bundesländern außer Thüringen auch online Anzeige erstatten.

Wählen Sie immer selbst den Versandweg und das Bezahlverfahren und lassen Sie sich nicht zu anderen Verfahren überreden. Lesen Sie hierzu auch diese Tipps: Polizei rät - so verkaufen Sie online sicher über Kleinanzeigen .

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