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Polizei: Hund kann Speichermedien riechen

25.09.2020 | 17:35 Uhr | Michael Söldner

Ein Labrador der US-Polizei kann Speichermedien wie USB-Sticks oder SD-Karten mit seiner Nase erschnüffeln.

Hundenasen sind unglaublich leistungsfähig. In Helsinki kommen Hunde beispielsweise zum Einsatz, um am Flughafen Infizierte mit dem Coronavirus zu erschnüffeln . Der Polizeihund Sota von der US-Polizei in Minnesota kann hingegen Speichermedien wie USB-Sticks oder SD-Karten an ihrem Geruch erkennen. Dadurch kann er Ermittlern bei der Suche nach Beweisen helfen, beispielsweise wenn es um kinderpornographisches Material geht. Der zum State Department of Public Safety (DPS) gehörende Vierbeiner ist auch dazu in der Lage, versteckte Mobiltelefone aufzuspüren. Konkret erschnüffelt der Hund die Verbindung Triphenylphosphinoxid, die für die Beschichtung von Speicherchips genutzt wird. 

In mehreren Fällen konnte der Labrador Sota schon die Polizeiarbeit erleichtern. Nicht nur bei der Aufklärung von Sexualverbrechen an Kindern könne der Hund helfen, auch bei Finanzdelikten oder sogar Morden kann die Fellnase gut versteckt geglaubte Speichermedien aufspüren, die möglicherweise wichtige Beweise enthalten. In Deutschland sind ebenfalls schon Hunde bei der Polizei im Einsatz, die nach Speichermedien suchen. Die für die Ausbildung notwendigen Kosten sind jedoch immens. Im Falle des US-Hundes wurden diese durch die Organisation Operation Underground Railroad bereitgestellt, die sich für Rechte von Kindern einsetzt. Konkret seien hierfür 15.000 US-Dollar angefallen. Im Falle von Sota ist die Polizeibehörde nur noch für Futter, Zwinger und Unterbringung zuständig.

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