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Politiker: E-Scooter sind rollender Unsinn mit Batterieantrieb

06.11.2019 | 11:19 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

E-Scooter sind „rollender Unsinn mit Batterieantrieb“. Das sagt eine Politikerin nach einer Analyse der Nutzungszahlen aus Hamburg.

E-Scooter, die man ausleihen kann, entwickeln sich immer mehr zum Hass-Objekt für Kritiker. Eine Politikerin der Hamburger Linken bezeichnete die Elektro-Tretroller jetzt als „rollender Unsinn mit Batterieantrieb“. Das berichtet die Welt.

Der Grund für den Wutausbruch der Hamburger Linken-Vertreterin: Die Miet-E-Scooter würden dazu führen, dass immer weniger Stadträder ausgeliehen werden. E-Scooter würden also „nur die umweltfreundlichsten Verkehrsmittel, nämlich das Zufußgehen und Radfahren, ersetzen“, so Heike Sudmann, die für "Die Linke" in der Hamburger Bügerschaft sitzt.

Sudmann beruft sich dabei auf die Antwort der Hamburger Regierung auf eine von Sudman initiierte Kleine Anfrage. Konkret in Zahlen bedeutet das: In den Monaten Juli bis September 2019 wurden 89.000 Mal weniger Stadträder ausgeliehen als im gleichen Vorjahreszeitraum. Dazu muss man wissen, dass im Juni 2019 die ersten E-Scooter-Verleiher in Hamburg gestartet sind. Die Hamburger Verkehrsbehörde hat zudem festgestellt, dass jeder Miet-E-Scooter im Durchschnitt für drei Fahrten pro Tag genutzt werde und eine Fahrt im Durchschnitt zwei Kilometer weit gehe und elf Minuten dauere. Damit dürfte feststehen, dass die Miet-E-Scooter keine Autofahrten ersetzen.

Die Hamburger Verkehrsbehörde zeigt sich bei der Bewertung zurückhaltender als Sudmann und stellt fest, dass das ausleihbare Stadtrad nach wie vor gut genutzt werden würde.

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