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Philips Hue gehackt - Forscher schlagen Alarm

01.08.2019 | 16:25 Uhr | Michael Söldner

Durch unverschlüsselte Protokolle konnten Forscher die Schutzmechanismen der Hue-Leuchten von Philips aushebeln.

Sicherheitsforscher von ForeScout Technologies haben sich mit den Schutzfunktionen von IoT-Geräten beschäftigt und dabei gezielte Angriffe auf Überwachungskameras, smarte Leuchtmittel und andere Produkte durchgeführt. Den vollständigen Report wollen die Macher auf der DEF CON 27 veröffentlichen, dennoch geben die Forscher schon einen Vorgeschmack. So sei es ihnen möglich gewesen, das unsichere HTTP-Protokoll der Philips-Hue-Lampen zu manipulieren. Weltweit seien 9.300 Lampen über das Internet erreichbar gewesen, darunter 727 Leuchtmittel in Deutschland. Bei 62 Prozent der Leuchtmittel kommt das unverschlüsselte HTTP-Protokoll zum Einsatz. Dieses ermöglicht das Abfangen von Datenströmen und somit die Manipulation der Leuchtmittel.

Auch bei Sicherheitskameras konnten die Forscher durch unverschlüsselte Protokolle für das Video-Streaming das Echtzeitbild von Kameras mit vorher aufgezeichneten Videos ersetzen. Die Versuche sollten zeigen, wie einfach derartige Datenübertragungen manipuliert werden können. Unternehmen sollten ihre Strategien der Cyber-Sicherheit daher überdenken. Selbst für den professionellen Einsatz gedachte Lösungen seien nicht zwingend sicher, da sie zwar den Datenverkehr überwachen, aber über die grundlegenden Geräte nur wenig wüssten.

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