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Philips DVDR 77

01.03.2004 | 13:41 Uhr |

Philips DVDR 77

Philips vertritt als prominenter Hersteller das +RW-Lager, das in diesem Jahr mit einer Innovation für Furore sorgen möchte: die Doppelschicht-DVD "+R DL". Bespielte Film-DVDs haben die Sequenzen seit jeher auf zwei Schichten gespeichert - in Zukunft sollen das auch die Heimrecorder schaffen.

AUSSTATTUNG: Der DVD-Recorder DVDR 77 gehört noch der älteren Generation an und kostet deshalb 650 Euro. Die Ausstattung ist für diesen Preis stimmig: Das auffälligste Feature ist der Slot auf der Frontseite. Darin wird ein Kartenleser für Speicherkarten eingeschoben. So kommen Schnappschüsse von der Digicam bequem auf den Fernseher und lassen sich bei Bedarf auf DVD brennen. Der Recorder legt sie dort aber nur in Standardqualität ab. Dafür bietet der DVDR 77 eine richtige Bildbearbeitung für Schnappschüsse, um etwa die Schärfe oder die Farbe zu verändern. Auch Einzelbilder eines Films lassen sich separat in Alben sortieren. Zum Schluss kann sie der Foto-Freak noch als Diashow präsentieren. Mit Anschlüssen geizt das Philips-Gerät nicht. Hier nur die Highlights: zwei RGB-fähige Scart-Buchsen, ein Komponenten-Ausgang und ein DV-Front-Eingang.

BEDIENUNG: Das Bildschirmmenü ist anfangs gewöhnungsbedürftig - es enthält kleine Piktogramme, die die jeweilige Funktion repräsentieren sollen. Mit ein wenig Übung klappt die Bedienung aber meist. Nach der Installation, die schnell und einfach vonstatten geht, kann der Käufer sofort Sendungen aufnehmen. Ist eine Scheibe eingelegt, meldet sich der "Disc Manager". Während er auf Befehle wartet, klinkt er das laufende Fernsehbild als Minibild ins Menü ein, so dass man nichts im laufenden Fernsehprogramm versäumt. Die Fernbedienung ist mit zu vielen gleich großen Tasten übersät, was intuitives Bedienen erschwert.

QUALITÄT: Als DVD-Player liegt der Philips in der Oberklasse. Mit seiner Wiedergabe von bespielten DVDs legt er eine solide Vorstellung hin. Der leise Lüfter stört die Wiedergabe nur unmerklich, und das Bild wirkt sehr räumlich und farbenfroh. Diese Leistung setzt sich in Aufnahmen fort: Zwar ist das Bild des Philips in der 60-Minuten-Qualitätsstufe einen Tick weniger durchgezeichnet als das des JVC-Recorders, dafür waren seine Ergebnisse im wichtigen 120-Minuten-Betrieb besser: Deutlich ist etwas weniger Rauschen in knalligen Farbflächen auszumachen. Ebenfalls passabel gerieten die Mitschnitte im ungewöhnlichen 150er-Modus. Das Wabern in gleichmäßigen Farbverläufen nimmt zwar zu, Schärfe und Kontrast sind aber noch "im grünen Bereich". Selbst eine Aufnahmedauer von 240 Minuten mit 2,5 Megabit pro Sekunde Datenrate absolvierte der DVDR 77 über VHS-Recorder-Qualität. Erst der 480-Minuten-Modus erinnert an einen schlechten Internet-Videostream: Schwammige Konturen, Klötzchen und Artefakte sind die Folge der Datenraten-Knauserei.

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