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Phil Spencer fordert Sperre für toxische Spieler auf allen Plattformen

11.01.2022 | 15:45 Uhr | Denise Bergert

Xbox-Chef Phil Spencer fordert in einem Interview plattformübergreifende Sperren für toxische Spieler.

Toxische Spieler in Online-Games sind seit Jahren ein Problem auf Konsolen und PC. Sie sorgen beispielsweise mit Beleidigungen, Sexismus, Rassismus oder Mobbing für Unmut in Foren oder Chats in Mehrspieler-Titeln. Bislang mussten sich die Entwickler von Online-Games sowie die Plattform-Betreiber selbst um dieses Problem kümmern.

Plattformübergreifende Sperren für toxische Spieler

Xbox-Chef Phil Spencer spricht sich in einem aktuellen Interview mit der New York Times nun jedoch für eine gemeinschaftliche Lösung aus. Spencer fordert ein netzwerkübergreifendes Programm. Wird ein Spieler beispielsweise wegen toxischem Verhalten auf Xbox Live gesperrt, soll diese Sperre auch in Sonys Playstation Network und bei Nintendo Switch Online angewendet werden – so zumindest Spencers Vision. Der Xbox-Chef räumt jedoch ein, dass ein solches System aus datenschutzrechtlichen Gründen „schwer zu erreichen“ sei. Er hoffe aber dennoch, dass es eines Tages möglich sei.

„Ich würde mir wünschen, dass wir in der Lage wären - und das ist für die Branche sehr schwierig - wenn jemand in einem unserer Netzwerke gesperrt wird, ihn dann auch in anderen Netzwerken zu sperren,“ so Spencer.

Verbotsliste als Alternative

Als Alternative nennt Spencer eine plattformübergreifende „Verbotsliste“ mit Spielern, mit denen ein Nutzer in Online-Matches auf keinen Fall zusammen spielen will. Laut Spencer sollte die Möglichkeit geschaffen werden, diese Liste in alle Online-Netzwerke – egal ob PSN, Xbox Live oder Nintendo Switch Online – zu integrieren und sie nicht bei allen Dienstleistern neu erstellen zu müssen.

Microsoft setzt bei Xbox Live bereits auf eine KI, die automatisch erkennen soll, „wann eine Unterhaltung einen destruktiven Punkt erreicht“ . In „Call of Duty“ wird eine plattformübergreifende Bannstrategie bereits eingesetzt. Wer sich daneben benimmt, dessen Activision-Konto wird auf allen Plattformen gesperrt. Spencer zeigt sich zuversichtlich, dass sich das in Zukunft auch auf Systemebene anwenden lässt, wenn alle Unternehmen zusammenarbeiten.

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