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Peer-to-Peer im Visier

31.07.2003 | 12:50 Uhr | Markus Pilzweger

Bislang hat sich die Filmindustrie auf den Kampf gegen herkömmliche Produktpiraten beschränkt, die kopierte Videos verkaufen. Allein dieser Bereich soll für einen jährlichen Umsatz-Ausfall in Höhe von drei Milliarden Dollar verantwortlich sein. In diesen Zahlen fehlt jedoch bislang gänzlich der Schaden, der durch Peer-to-Peer-Börsen entsteht, da diese nur sehr schwer zu berechnen sind, berichtet unsere Schwesterpublikation "PC Advisor" .

Auf der Website "respectcopyrights.org" erläutern die Filmemacher vier Gründe, weshalb Konsumenten auf Kopien verzichten sollten:

1. Selbstbetrug: Die Kopien haben meist eine schlechte Qualität und das Geld, dass in den Kinos nicht ausgegeben wird, fehlt für die Produktion neuer Filme.

2. Filmpiraten gefährden die Jobs von rund 500.000 Arbeitern, die in diesem Business ihr Auskommen finden (Zahlen basieren auf dem US-Markt).

3. Durch das Herunterladen von Filmen über Tauschbörsen setzen sich die Anwender rechtlichen Gefahren aus und machen sich angreifbar. Über ihren Rechner könnte schließlich ein Film weiterverbreitet werden.

4. Piraten verstoßen schlicht gegen das Gesetz.

Im Gegensatz zur Musikindustrie, die derzeit nach eigenen Angaben rund 75 Personen pro Tag verklagt, seien derartige Überlegungen für die Filmbosse derzeit nur eine Option, so Taylor.

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