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Pech: Parlament kauft Drucker, der nicht ins Gebäude passt

28.11.2019 | 11:24 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Jemand kauft einen 808.000 Euro teuren Drucker und stellt erst nach dessen Anlieferung fest, dass er nicht in sein Gebäude passt. Also müssen Handwerker eine Wand einreißen. Doch danach streikt das Bedienpersonal. Das alles ist tatsächlich passiert.

Es klingt wie eine Satire, ist aber Realität: Oireachtas, das Parlament der Republik Irland, hat einen Drucker angeschafft, der nicht in das Gebäude passt. Und das für die Bedienung des Druckers vorgesehene Personal verlangt erst einmal eine Gehaltserhöhung, bevor es den Drucker anfasst.

808.000 Euro hat das irische Parlament für den Riesendrucker von Komori bezahlt, wie The Irish Times berichtet. Doch das Parlament musste dann noch weitere 230.000 Euro nachschießen, damit der Drucker überhaupt an den für ihn vorbestimmten Platz gelangen kann. Es stellte sich nämlich nach der Anschaffung des Druckers heraus, dass die Verantwortlichen den Platzbedarf des Druckers falsch gemessen hatten und der nötige Mindestabstand nach oben nicht eingehalten werden konnte.

Zehn Monate lang konnte der am 5. Dezember 2018 gelieferte Komori-Drucker deshalb nicht aufgestellt werden. Stattdessen mussten erst einmal die Handwerker anrücken um Platz zu schaffen und unter anderem eine Wand einzureißen. Der teure Drucker wurde während dieser Zeit bei einem Komori-Partner zwischengelagert. Dafür fielen zusätzliche Lagerkosten an.

Nun steht der Drucker aber endlich an dem für ihn bestimmten Platz. Doch jetzt gibt es ein neues Problem: Das vorgesehene Bedienpersonal weigert sich eine Schulung für Bedienung des neuen Riesen-Druckers zu besuchen. Die Parlamentsmitarbeiter wollen erst eine Gehaltserhöhung bekommen, bevor sie sich mit der Bedienung des Druckers vertraut machen lassen. Denn für die Bedienung des Druckers seien besondere Kenntnisse erforderlich.

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