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Paypal streicht Zahlungen an Pornhub-Darsteller

15.11.2019 | 13:16 Uhr | René Resch

Paypal wird keine Pornhub-Geldtransfers mehr abwickeln. Hundertausende Pornhub-Darsteller benötigen nun andere Zahlungsmethoden. Pornhub findet Paypals Entscheidung diskriminierend.

Paypal wird zukünftig keine Geldtransfers mehr auf Pornhub abwickeln. Davon sind mehr als 100.000 Pornhub-Darsteller betroffen, die in der Vergangenheit über den Dienstleister bezahlt wurden. Das gab Pornhub nun in einem Blogbeitrag bekannt.

„Wir alle sind erschüttert über die Entscheidung von PayPal, die Auszahlungen an über hunderttausend Darsteller einzustellen, die darauf angewiesen sind“, schrieb die Plattform. Pornhub-Künstler müssen nun auf andere Zahlungsoptionen, wie etwa Kryptowährungen oder Direktüberweisungen zurückgreifen.

In den Nutzungsbedingungen des Bezahldienstes gilt zwar, dass Geldtransfers für „bestimmte sexuell ausgerichtete Produkte und Dienstleistungen“ ausgeschlossen werden, der Konzern ging jedoch bisher nicht gegen Pornhub-Zahlungen vor. Gegenüber dem Magazin Vice sagte ein Paypal-Sprecher: „Nach einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Pornhub bestimmte geschäftliche Zahlungen über Paypal getätigt hat, ohne unsere Zustimmung einzuholen. Wir haben Maßnahmen ergriffen, um zu verhindern, dass diese Transaktionen stattfinden.“

Stigmatisierung von Sexarbeitern

Ein Pornhub-Sprecher bezeichnete den Schritt seitens Paypal dagegen als diskriminierend: „Entscheidungen wie die von Paypal und anderen großen Unternehmen schaden nur den Bemühungen, Diskriminierung und Stigmatisierung von Sexarbeitern zu beenden. Obwohl wir noch weitere Zahlungsmethoden zur Verfügung haben, werden wir in naher Zukunft weitere Sexarbeiter-freundliche hinzufügen und Kryptowährungsoptionen ausprobieren.“

Neben Paypal schließen auch weitere Dienstleister Pornographie explizit aus, darunter: Visa, Mastercard, Stripe, Google Wallet, Amazon Payments, einige Banken sowie weitere Konzerne.

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