1964411

Parkplatz-App zieht Ärger einer Stadt auf sich (Update)

11.07.2014 | 10:56 Uhr |

Die Macher der Parkplatz-Suche-App MonkeyParking ziehen durch ihre Methoden den Ärger der Stadt San Francisco auf sich.

Die iOS-App MonkeyParking lässt Autofahrer ihr Auto auf einer Karte markieren, wenn diese auf einem öffentlichen Parkplatz stehen. Andere Autofahrer, die verzweifelt auf Parkplatzsuche sind, stellen ein Gebot ein: Wieviel Geld wäre ihnen ein Parkplatz in der Gegend wert? Sobald der geparkte Wagen seinen öffentlichen Parkplatz verlässt, bekommt der Höchstbietende eine Info mit dem Standort des freiwerdenden Parkplatzs und kann dort parken. Und das die Not in manchen Städten groß sein kann, wissen auch deutsche Autofahrer. In den MonkeyParking-Screenshots werden Gebote von 5 oder 10 US-Dollar für einen freien Parkplatz angezeigt. Der Vermittler des Parkplatzes erhält das gebotene Geld gutgeschrieben. Einen Teil davon wird wohl MonkeyParking als Vermittlungsgebühr einbehalten. Arstechnica.com berichtet nun, dass die Stadt San Francisco sich mit einer Aufforderung zur Unterlassung gegen die App wehrt.

Doch der CEO von MonkeyParking, Paolo Dobrowolny, denkt gar nicht daran. "Wir hören nicht mit einem Dienst auf, von dem wir wissen, dass er nicht illegal ist", zitiert ihn Arstechnica. San Francisco hingegen will nicht, dass öffentliche Parkplätze "geleast oder vermietet werden, egal durch welche Art von Vertrag" und droht eine Strafe von 300 Dollar pro Missachtung an. MonkeyParking hält dagegen, dass man keine Parklplätze versteigere, sondern nur das Wissen um einen freiwerdenden Parkplatz. Bis zum 11. Juli haben die Macher der App Zeit, der Aufforderung von San Francisco Folge zu leisten - danach geht es eventuell vor Gericht weiter.

Update: Die Macher der App haben ihren Service vorerst eingestellt und wollen die Vorwürfe genau prüfen. Im offiziellen Blog schreiben sie, dass man zukünfitge Missverständnisse vermeiden wolle.

Was halten Sie von dem Konzept von MonkeyParking? Wieviel Geld würden Sie maximal für einen freien öffentlichen Parkplatz zahlen. Nutzen Sie auch eine Parkplatz-App - wenn ja, welche? Sagen Sie uns Ihre Meinung im Forum , im Kommentarfeld unter diesem Artikel oder auf unserer Facebook-Fan-Seite.

0 Kommentare zu diesem Artikel

PC-WELT Marktplatz

1964411