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Palit plant Neuauflage der GTX 1060 für Kryptomining

03.03.2021 | 14:47 Uhr | Michael Söldner

Der Hersteller Palit will die Restbestände seiner Grafikkarten aus dem Jahr 2017 doch noch in den Handel bringen.

Aktuelle Grafikkarten sind derzeit vergriffen oder deutlich teurer als vom Hersteller angegeben. Verantwortlich dafür sind eine erhöhte Nachfrage, knappe Produktionskapazitäten, Scalper und Kryptominer, die alle ihre Finger nach den Grafikkarten ausstrecken. Dieser Trend sorgt für merkwürdige Marktreaktionen: Hersteller Palat will offenbar die Geforce GTX 1060 wiederbeleben . Bei der Europäischen Wirtschaftskommission (ECE) hat Palit mehrere GPU-Modelle der Geforce GTX 1060 registriert. Die schon 2017 in den Handel gebrachte Grafikkarte soll sich besonders gut für das Mining der Kryptowährung Etherium eignen.

Schon damals gab es einen Kryptomining-Boom, auf den Hersteller mit entsprechenden Grafikkarten reagierten, die sich besonders gut für das Errechnen der virtuellen Währungen eignen sollten. Aus diesem Grund finden sich an den Grafikkarten auch keine Ausgänge für HDMI oder Display Port. Als der Boom damals abflaute, blieben mehrere Hersteller auf ihren Produkten sitzen. Eine alternative Verwendung der Karten als herkömmliche Grafikkarte kam aufgrund der fehlenden Anschlüsse nicht in Frage. Offenbar will Palit diese Restbestände nun in den Handel bringen oder sogar neue Karten produzieren. Zeitgemäß sind die GTX-1060-Karten allerdings schon lange nicht mehr. Mit einer solchen Karte lassen sich Hash-Raten von 24 MH/s erreichen. Der damals beeindruckende Wert wird heute selbst von den schwächsten Karten der Turing-Generation übertroffen, diese erreichen mindestens 26 MH/s. Dennoch könnte sich der Abverkauf der Restbestände für Hersteller wie Palit aufgrund des aktuellen Booms wieder lohnen.

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