2243070

Paketbote: verhaftet wegen Betrug mit Online-Bestellungen

22.12.2016 | 14:22 Uhr |

Ein Paketbote gab Online-Bestellungen unter fremden Namen auf und fing dann die gelieferten Pakete ab.

Ein gerade erst eingestellter Paketbote bewies herausragende kriminelle Energie: Er bestellte bei verschiedenen Online-Händlern im Namen von Personen, die entlang seiner Zustellroute wohnen. Wenn die Pakete dann kamen, zweigte er die Lieferungen ab.

Erfundene Vornamen dienten zur Identifizierung

Der Betrüger veränderte jedoch die Vornamen der Besteller, damit er die von ihm selbst bestellten Pakete von den Lieferungen unterscheiden konnte, die die jeweiligen Personen tatsächlich selbst getätigt hatten. So konnte er gezielt die Pakete abzweigen, die niemand vermissen würde.

Doch die Betrügereien, die in Hessen im Raum Bad Hersfeld stattfanden, flogen nach einigen Wochen auf, wie Spiegel Online berichtet. Der Betrüger habe vor allem Schuhe, Hemden und Jacken bestellt. Natürlich alles auf Rechnung. Diese Rechnungen hatte er dann nie beglichen.

Auf frischer Tat ertappt

Die Online-Händler erstatteten natürlich Anzeige. Als sich dann herausstellte, dass die Personen, die angeblich bestellt hatten, überhaupt nicht existierten, dehnte die Polizei ihre Ermittlungen wegen Warenkreditbetrug aus. Und erwischte den betrügerischen Paketzusteller auf frischer Tat.

Der junge Mann gab sich geständig. Er hatte bis zu seiner Festnahme Waren im Gesamtwert von 4500 Euro auf die von ihm erfundenen Namen bestellt. Die Polizei stellte die vermissten Pakete bei der Durchsuchung seiner Wohnung sicher.

Der 24 Jahre alte Paketzusteller befand sich noch in der Probezeit bei seinem neuen Arbeitgeber.


0 Kommentare zu diesem Artikel
2243070