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Paket verloren oder zu spät zugestellt? Hier beschweren Sie sich!

30.12.2021 | 08:56 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Sie haben Ärger mit dem Paket- oder Briefzusteller? Hier können Sie sich bei der Bundesnetzagentur beschweren oder einen Schlichtungsantrag stellen. Plus: So viele Beschwerden gab es 2021.

Die Bundesnetzagentur hat wie immer zum Jahresende auch 2021 einen Bericht dazu veröffentlicht, wie viele Beschwerden und Schlichtungsanträge es im zu Ende gehenden Jahr zu Postdienstleistungen gegeben hat.

Beschwerden

Demnach gingen bei der Bundesnetzagentur bis zum 15. Dezember 2021 14.370 Beschwerden zu Postdienstleistungen ein. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2020 erreichten den Verbraucherservice Post 18.867 Beschwerden.

47 Prozent der Beschwerdethemen betrafen Pakete, wie die Bundesnetzagentur schreibt. Davon entfielen 39 Prozent auf die Wettbewerber der Deutschen Post DHL, das ist ein Anstieg von 12 Prozent im Vergleich zum Jahr 2020 (27 Prozent). Rund 34 Prozent aller Themen bezogen sich auf Briefe. Davon entfielen, ähnlich wie im Vorjahr, 93 Prozent auf die Deutsche Post AG (2020: 95 Prozent).

Häufigster Grund für Beschwerden waren Probleme bei der Zustellung von Paketen und Briefen.

Hier geht es zur Beschwerdeseite der Bundesnetzagentur inklusive Beschwerdeformular.

Schlichtungsanträge

Bis zum 15. Dezember 2021 erreichten die Schlichtungsstelle Post der Bundesnetzagentur 3.579 Schlichtungsanträge. 2020 waren es nur 1.861 Anträge. Mit rund 79 Prozent bezog sich die Mehrheit der Anträge, wie schon 2020 (80,1 Prozent), auf Paketsendungen. Die häufigsten Gründe für ein Schlichtungsbegehren waren mit rund 50 Prozent nach wie vor verlorene und entwendete Pakete. Knapp 27 Prozent der Anträge betrafen beschädigte Sendungen.

Die Schlichtungsstelle Post soll bei Streitigkeiten zwischen Kunden und Anbietern von Postdienstleistungen vermitteln. Ziel ist es, im Schlichtungsverfahren eine gütliche Einigung zu erreichen. Seit März 2021 sind Postunternehmen gesetzlich verpflichtet, am außergerichtlichen Schlichtungsverfahren mit Verbraucherinnen und Verbrauchern teilzunehmen. Vorher war die Schlichtung auch in diesen Fällen freiwillig.

Hier kommen Sie zur Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur.

Die Formulare für Beschwerden und für Schlichtungsanträge finden Sie zudem hier.

Einschätzung

“"Die Zahl der Beschwerden zu Postdienstleistungen ist 2021 gesunken. Dagegen erreichten die Bundesnetzagentur mehr Schlichtungsanträge. Das ist voraussichtlich dem zunehmenden Onlinehandel sowie der Stärkung der Verbraucherrechte im Schlichtungsverfahren geschuldet"”, erläutert Peter Franke, Vizepräsident der Bundesnetzagentur.

Doppelt so viele Beschwerden über Post wie noch 2017

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