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PS5: Sony schützt sich mit neuer Strategie vor Scalpern

16.09.2021 | 15:22 Uhr | Denise Bergert

Sony hat die Verkaufsstrategie für seine noch immer knappe Konsole Playstation 5 geändert – möglicherweise zum Schutz vor Scalpern.

Auch fast ein Jahr nach dem Launch der neuen Playstation 5 ist die Sony-Konsole noch immer knapp. Interessierte müssen schnell sein und brauchen eine gehörige Portion Glück, um eine der begehrten PS5-Konsolen im Online-Handel zu ergattern. Während es im Sommer immer wieder Verkaufsaktionen bei Händlern wie Alternate, Otto oder Euronics gab, scheint Sony seine Strategie im September nun auf die großen Händler verlagert zu haben.

Bei Amazon war die Playstation 5 bereits mehrmals erhältlich – allerdings nur für Prime-Mitglieder. Bei den Elektronik-Riesen Media Markt und Saturn war die Konsole ebenfalls erhältlich. Hier genügte jedoch keine einfache Bestellung im Online-Shop mehr. Kaufinteressierte mussten die Konsole direkt in ihrem Markt bestellen und eine Anzahlung in Höhe von 100 Euro leisten. Hinter diesen neuen Aktionen könnte sich eine neue Verkaufsstrategie seitens Sony verbergen – zum Schutz vor Scalpern.

Während Sony im Sommer peinlich genau darauf geachtet hatte, dass nicht nur die großen Händler über Playstation-5-Kontingente verfügen, liegen die letzten Verkaufsaktionen bei kleineren Online-Shops nun mittlerweile mehrere Wochen zurück. Die Absicherung durch eine Prime-Mitgliedschaft bei Amazon sowie die Anzahlung bei Media Markt und Saturn könnte dazu führen, dass Scalper – welche die Konsolen in großen Stückzahlen einkaufen und dann teurer über Plattformen wie Ebay wieder verkaufen – schwerer an Hardware kommen. Die Strategie scheint aufzugehen. Laut dem Branchenmagazin Forbes mussten Scalper beim Weiterverkauf der Konsolen zuletzt Einbußen von bis zu 30 Prozent hinnehmen. Sony hat sich zu seiner neuen Verkaufsstrategie bislang nicht geäußert.

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