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PCI-Express 5.0: Phison sorgt sich um Kühlung bei SSDs

28.03.2022 | 16:26 Uhr | Michael Söldner

Kommende SSDs mit PCI-Express 5.0 könnten deutlich heißer werden als ihre Pendants mit PCI-E 4.0.

Wer in seinem Rechner eine NVMe-SSD mit PCI-E 4.0 verbaut, sollte sich Gedanken um eine ausreichende Kühlung machen. Andernfalls könnte der Datenträger nach langen Schreibvorgängen sein Tempo aufgrund der zu hohen Temperatur drosseln. Der taiwanische Hersteller Phison geht davon aus, dass sich dieses Problem mit der Einführung von SSDs mit dem Standard PCI-Express 5.0 noch verschlimmern könnte. Firmenchef Sebastian Jean gab in einem Blogbeitrag bekannt, dass man die steigenden Lese- und Schreibgeschwindigkeiten, die in Verbindung mit PCI-E 5.0 stehen, zwar begrüße. Dennoch würden die Entwickler von SSDs dadurch vor neue Probleme gestellt.

1 GB/s mehr sorgt für 1 Watt mehr Stromaufnahme

Schon bei vielen SSDs mit PCI-E 4.0 seien Kühllösungen nötig. Oft genüge aber schon eine ausreichende Belüftung innerhalb des PC-Gehäuses aus. Mit PCI-Express 5.0 würde sich dies jedoch ändern. Auf der SSD befestigte Heatsinks seien ab dann Pflicht. Die Leistungsaufnahme der SSDs würde mit jedem zusätzlichen Gigabyte pro Sekunde um ca. ein Watt ansteigen. Diese Hitze müsste verlässlich abgeführt werden. Andernfalls drosselt die SSD und der Kopiervorgang läuft deutlich langsamer ab.

Aktive Kühlung noch nicht nötig

Phison hat es sich daher zum Ziel gesetzt, den Stomverbrauch der SSDs gleich zu halten. Möglich werde dies durch Fertigungsoptimierungen, neue Prozesse bei der Herstellung oder die Verwendung weniger NAND-Kanäle. Dennoch sollten Nutzer die Temperatur ihrer SSD regelmäßig kontrollieren. Auch der Einbauslot sei entscheidend: In der Nähe der Grafikkarte sei ein besserer Luftfluss gegeben. Die maximale Temperatur sollte zudem 80 Grad Celsius nicht überschreiten. Eine aktive Kühlung der SSD sei aktuell aber noch nicht zu befürchten.

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