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PC-WELT meint

17.04.2002 | 11:13 Uhr | Markus Pilzweger

Sicherlich haben beide Seiten Argumente, die für ihre jeweilige Sache sprechen. Allerdings wäre es zu einfach, nun die Hardware-Hersteller an den Pranger zu stellen. Eine Lösung dieser Problematik ist nicht von heute auf morgen möglich. Es wäre zudem gefährlich, die Rechte der Konsumenten einzuschränken, die CDs legal erworben haben. Wenn ich bereits 15-18 Euro für eine CD ausgeben muss, möchte ich damit machen, was ich will. Sei es, sie für den privaten Gebrauch zu kopieren oder die Titel in MP3-Dateien umzuwandeln.

Werden mir als Konsument diese Möglichkeiten genommen, wird sich dies auch auf mein künftiges Kaufverhalten auswirken - ich werde schlicht weniger oder keine CDs mehr kaufen und auf das Radio umsteigen.

Bleibt die Frage nach dem Kampf gegen illegale Kopien, der sich bislang als Kampf gegen Windmühlen erweist. Tauschbörsen boomen, die Einstellung "warum soll ich etwas kaufen, was ich auch umsonst bekomme?" ist genauso weit verbreitet wie dumm. Sicherlich verdienen Musik- oder Software-Unternehmen viel Geld mit ihren Produkten, das ist aber noch lange keine Entschuldigung für hemmungsloses Raubkopieren, denn wer hat schon etwas zu verschenken beziehungsweise wer möchte für seine Arbeit nicht bezahlt werden.

Inwiefern man dieses Problem in den Griff bekommen kann, wird sich zeigen. Allerdings benötigt es hierzu mehr als Kopierschutztechniken - es muss sich etwas in den Köpfen ändern.

Auf der Jagd: Hollywood will Raubkopierer abschrecken (PC-WELT Online, 12.04.2002)

BMG: Neue Initiative gegen Raubkopien (PC-WELT Online, 09.04.2002)

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