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PC: Rückläufige Umsätze durch Epic Games Store

27.01.2020 | 16:32 Uhr | Michael Söldner

Der Markteintritt von Epic Games sorgte für mehr Konkurrenz – und gleichzeitig sinkende Ausgaben von Spielern.

Mit dem Epic Games Store mischt Epic Games seit Ende 2018 im hart umkämpften Markt der PC-Spiele-Verkäufe mit. Ein Jahr nach dem Marktstart zieht Mat Piscatella, Analyst und Spielexperte bei NPD Group, eine erste Bilanz: Obwohl Konkurrenz normalerweise das Geschäft belebt, sorgte der Markteintritt von Epic Games für rückläufige Ausgaben von PC-Spielern über alle Plattformen hinweg. Aus einem Bericht von NPD und der Electronic Software Association (ESA) geht zudem hervor, dass Software im Jahr 2019 für zwei Prozent höhere Einnahmen sorgte, für Spiele wurde jedoch weniger Geld ausgegeben.

Nach Ansicht von Piscatella sei dafür eine gewisse Verwirrung der Spieler verantwortlich. Bislang sei Steam für die meisten Spieler die erste Anlaufstelle für den Kauf von Spielen gewesen. Zwar habe es auch schon vor dem Eintritt von Epic Alternativen wie GreenManGaming oder GOG gegeben, Steam konnte jedoch den größten Teil der Einnahmen für sich behaupten. Durch attraktive Beteiligungen konnte der Epic Games Store jedoch viele Entwickler und Publisher davon überzeugen, ihre Spiele exklusiv dort zu veröffentlichen. Dies führte wiederum dazu, dass einige Nutzer beiden Plattformen den Rücken zukehrten und stattdessen auf Spiele für Konsolen auswichen. Epic Games darf sich dennoch über einen gelungen Markteinstieg freuen. Einem aktuellen Bericht zufolge konnten bereits 108 Millionen PC-Spieler gewonnen werden, die im ersten Jahr für einen Umsatz von 680 Millionen US-Dollar sorgten. 

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