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PC-Fernsteuerung für andere Systeme

10.11.2005 | 13:02 Uhr |

Wollen oder müssen Sie auf einen Rechner zugreifen, auf dem nicht Windows XP Professional läuft, müssen Sie sowohl dort, als auch bei sich ein Remote-Programm installieren. Empfehlenswert ist das kostenlose, englischsprachige Tight VNC 1.2.9. Es läuft unter Windows 98/ME, NT 4, 2000 und XP. Die Software gibt’s hier .

Auch Tight VNC erlaubt die Fernsteuerung von Rechnern. Das Tool zeigt dafür ebenfalls den Bildschirminhalt des anderen PCs (Host-PCs) auf dem eigenen Rechner an - Maus und Tastatur des Host-PCs wird durch Ihre eigene ersetzt.

So geht’s : Installieren Sie die Software auf beiden Rechnern. Auf dem Host-PC, den Sie fernsteuern wollen, starten Sie das Programm „Launch Tight VNC Server“. Vergeben Sie hier unter „Accept socket connections“ ein Passwort für den vollen Zugriff und eines für den reinen Anzeigemodus. Das Tool platziert sich im Systray und wartet auf eingehende Verbindungen.

Auf dem zweiten PC starten Sie das Programm „Tight VNC Viewer (Fast Compression)“. Hier müssen Sie die IP-Adresse des anderen Rechners und anschließend das Passwort eingeben. Ist Ihnen die IP-Adresse nicht bekannt, ermitteln Sie sie direkt am anderen PC – oder lassen das die Person tun, die davor sitzt. Das geht über den Kommandozeilenbefehl „ipconfig“, den Sie in die Eingabeaufforderung eintippen. Unter Windows 2000, XP geht das über „Start, Ausführen“ und die Eingabe von „CMD“. In älteren Windows-Versionen gibt’s unter „Programme“ den Punkt „DOS-Eingabeaufforderung“.

Tight VNC öffnet nach der Verbindungsherstellung ein Fenster, in dem der Desktop des anderen PCs angezeigt wird. Im lokalen 100-MBit-Netzwerk gibt es keine große Verzögerung bei der Bildübertragung. Bei einer langsamen Verbindung über das Internet beschleunigen Sie die Übertragung durch eine geringere Bildqualität. Klicken Sie dafür auf das Programmsymbol links oben im Tight-VNC-Fenster und wählen Sie „Connection options“. Wählen Sie „Allow JPEG compression“ und setzen Sie den Wert auf „0“. Zusätzlich aktivieren Sie „Restrict pixels to 8-bit“.

Wichtig : Das Passwort wird zwar verschlüsselt übertragen, der Rest jedoch unverschlüsselt. Ehrgeizige Spione können somit die Übertragung anzapfen.

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