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Oracle: Supercomputer aus 1.060 Raspberry Pis

17.09.2019 | 16:59 Uhr | Michael Söldner

Aus über 1.000 Raspberry Pis hat Oracle einen Supercomputer-Cluster gebildet, der in Serverracks untergebracht ist.

Der Einplatinenrechner Raspberry Pi ist für seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten bekannt, weniger für seine Rechenleistung. Dennoch hat Oracle im Rahmen der Oracle Open World 2019 in San Francisco einen Cluster aus den Pi-Platinen installiert. Konkret wurden dafür 1.060 Raspberry Pi 3B+ zu einem Supercomputer mit Linux zusammengestellt. Die Einschübe für die Serverracks wurden kurzerhand per 3D-Druck erstellt, in jede Etage passen 21 Einplatinenrechner. Miteinander verbunden wird der Cluster über Ubiquitis Unifi-48-Switches. Den zum Betrieb nötigen Strom erhalten die Pis nicht wie erwartet über Power-over-Ethernet (also über das LAN-Kabel), sondern über eine Vielzahl an USB-Netzteilen. 

Ganz allein müssen die Pis die Arbeit aber nicht verrichten, ihnen steht ein Supermicro-1U-Xeon-Rack als Storage-Server zur Seite. Die SD-Kartenslots der Bastelcomputer wären wohl zu langsam. In der Vergangenheit gab es schon oft die Idee, Cluster aus mehreren Raspberry Pis zu bilden. Auch das Experiment von Oracle dürfte nicht für den kommerziellen Bereich gedacht sein. Unklar bleibt, warum der Hersteller nicht auf das seit Juni 2019 erhältliche neue Modell Raspberry Pi 4B mit schnellerer CPU und LPDDR4-Speicher setzt. Hier wäre dank Gigabit-Ethernet zudem eine schnellere Vernetzung möglich.

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