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Onlinehändler: Retouren dürfen nicht mehr im Müll landen

12.02.2020 | 15:09 Uhr | Denise Bergert

Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz soll verhindern, dass Onlinehändler Retouren einfach wegwerfen.

Bei vielen Onlinehändlern ist es gängige Praxis, dass Retouren einfach im Müll entsorgt werden, anstatt sie erneut – möglicherweise zum vergünstigten Preis – zu verkaufen. Laut einer Studie der Universität Bamberg enden rund vier Prozent aller Retouren direkt als Abfall, weil das für viele Unternehmen finanziell attraktiver ist. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will das mit Paragraf 23 im neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz verhindern. Um die Ressourcenverschwendung zu unterbinden und Müll zu vermeiden, wurde mit der „Obhutspflicht“ ein neuer Begriff im Kreislaufwirtschaftsgesetz eingeführt. Händler sollen damit für ihre online oder im Geschäft verkauften Artikel in die Verantwortung genommen werden. Sie müssen dafür sorgen, dass „die Gebrauchstauglichkeit der Erzeugnisse“ erhalten bleibt.

Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz schreibt vor, dass zurückgesendete oder zurückgegebene Waren nicht als Müll entsorgt werden. Sie sollen stattdessen als B-Ware weiterverkauft oder an wohltätige Organisationen gespendet werden. Mit dem neuen Paragrafen soll nicht nur Ressourcenverschwendung vermieden werden, sondern Händler und Hersteller dazu angehalten werden, dass ihre Produkte reparierbar und langlebig sind. Am heutigen Mittwoch wird das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz vom Bundeskabinett beschlossen.

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