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Olympia 2020: Medaillen aus Elektroschrott

29.07.2019 | 16:20 Uhr | Denise Bergert

Die 5.000 Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen für die Olympiade 2020 in Tokio wurden aus Elektroschrott gefertigt.

Die Olympische Komitee hat in dieser Woche die Medaillen für Olympia 2020 in Tokio vorgestellt . Die Sport-Veranstaltung will im nächsten Jahr einen Nachhaltigkeitsbeitrag leisten. Aus diesem Grund wurden die 5.000 Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen, die an die internationalen Sportler zur Sommer-Olympiade und den Paralympics vergeben werden, aus Elektroschrott gefertigt. Entsprechende Pläne hatten die Veranstalter bereits im Februar 2017 angekündigt.

Um die Edelmetalle aus Elektroschrott zu gewinnen, hat das Komitee von April 2017 bis März 2019 alte Elektrogeräte in ganz Japan gesammelt. Innerhalb von zwei Jahren kamen so mehr als 80.000 Tonnen Elektroschrott zusammen, darunter Kameras und rund 6,21 Millionen Handys und Smartphones. Ein Großteil von ihnen wurde von Unterstützern in NTT Docomo Shops gebracht.

Im Anschluss wurden die Geräte gesichtet, klassifiziert und demontiert. Aus dem Elektroschrott konnten fast 32 Kilogramm Gold, 3,5 Tonnen Silber und 2,2 Tonnen Bronze gewonnen werden. Damit machen die recycelten Edelmetalle 93,7 Prozent des für die Medaillen benötigten Goldes und 85,4 Prozent des benötigten Silbers aus. Rio setzte bei den Sommerspielen 2016 ebenfalls auf Medaillen aus Recycling-Materialien. Damals war der Anteil aus wiedergewonnenen Edelmetallen jedoch nicht so hoch wie nun in Tokio.

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