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Obama kontert Anti-Greta-Tweet von Trump

13.12.2019 | 14:41 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Michelle Obama hat nun auf den Anti-Greta-Thunberg-Tweet von US-Präsident Donald Trump reagiert. Und findet sanfte Worte.

Die Ex-First-Lady Michelle Obama stellt sich in einem Tweet hinter die junge Umweltaktivistin Greta Thunberg, die in dieser Woche zur Person des Jahres vom Time Magazin gekürt wurde. US-Präsident Trump hatte per Tweet über Thunberg gelästert (siehe unten). Darauf erklärt Obama nun, ohne Trump konkret zu erwähnen: "Lass niemanden dein Licht dimmen. Wie die Mädchen, die ich in Vietnam und auf der ganzen Welt getroffen habe, hast du uns allen so viel zu bieten. Ignoriere die Zweifler und weiß, dass Millionen von Menschen dich anfeuern."

Ursprüngliche Meldung vom 12.12.2019: Das renommierte Time-Magazin hatte am Mittwoch die 16 Jahre junge Umweltaktivistin Greta Thunberg zur Person des Jahres gekürt.  Sie ist damit die jüngste Person des Jahres, die das Time-Magazin jemals gekürt hat. Das scheint US-Präsident Donald Trump nicht sonderlich gefallen zu haben. In einem Tweet hatte die US-Autorin Roma Downey der Greta Thunberg für ihren Titel gratuliert. Am Donnerstagmittag reagierte Trump auf diesen Tweet mit dem folgenden Beitrag:

"So lächerlich. Greta muss an ihrem Aggressionsbewältigungsproblem arbeiten und dann mit einem Freund mal in einen guten altmodischen Film gehen! Chill Greta, Chill!

In ihrem Beitrag würdigt das Time-Magazin das Wirken von Greta Thunberg, die Regierungen weltweit darauf drängt, den Kampf gegen Klimawandel ganz vorne auf die politische Agenda zu stellen. Dafür muss Thunberg viel Kritik einstecken, hat aber auch Menschen aller Altersgruppen angespornt, sich dem Kampf gegen den Klimawandel anzuschließen. Greta Thunberg, so das Time-Magazin, sei damit die überzeugendste Stimme zu der wohl wichtigsten Angelegenheit unseres Planeten geworden. Dabei darf man nicht vergessen, dass Thunberg noch vor einigen Monaten allein für dieses Thema mit einem handgeschriebenen Plakat vor dem schwedischen Parlament protestierte und mittlerweile regelmäßig auf der ganzen Welt Millionen von Menschen protestieren.

US-Präsident Donald Trump hat in der Vergangenheit öfter seine Abneigung gegen die Thunberg-Bewegung geäußert und zweifelt auch den Klimawandel an. Das beruht auf Gegenseitigkeit: Als Thunberg auf dem Klimagipfel in New York gefragt wurde, was sie dem US-Präsidenten Donald Trump sagen würde, erklärte sie: "Ich habe ihm gar nichts zu sagen". Sie begründete dies damit, dass Trump nicht bereit sei, auf die Klimaexperten zu hören und sie deshalb auch nicht in der Lage sei, ihn zu überzeugen. Daher würde sie auch nicht ihre Zeit mit einem Treffen mit dem US-Präsidenten verschwenden wollen.

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