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Nvidia und Audi entwickeln autonomes Auto bis 2020

05.01.2017 | 16:08 Uhr |

Nvidia und Audi wollen bis 2020 ein selbstfahrendes Auto entwickeln. Auch ZF Friedrichshafen und Bosch arbeiten mit.

Nvidia und Audi entwickeln gemeinsam Technologien für selbstfahrende Autos. Nvidia liefert bereits seit einiger Zeit den Tegra 30-Prozessor für das Audi Virtual Cockpit, wie man es beispielsweise im Audi A4 oder im Audi TT kaufen kann (siehe unsere unten verlinkten Testberichte und unsere Testvideos zu A4 und TT). Doch die jetzt auf der CES 2017 in Las Vegas verkündete Kooperation geht einen großen Schritt weiter. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung eines selbstfahrenden Autos bis zum Jahr 2020. Das Jahr 2020 gilt für nahezu alle Automobil-Hersteller, die an autonomen Autos forschen, als Schlüsseljahr für das selbstfahrende Auto.

Audi A4 mit Connect, MMI, Carplay, Android Auto und App im Test

Mit einem Audi Q7 – als Audi Q7 Piloted Driving Concept bezeichnet - erproben beide Unternehmen bereits ihre Selbstfahr-Technologien. Dieser Q7-Prototyp ist auf der CES zu sehen, ein Nvidia Drive PX 2-Prozessor liefert die Rechenleistung für das autonome Fahren. Er soll mit Hilfe von künstlicher Intelligenz das eigenständige Fahren sozusagen lernen und sich nach vier Tagen Lernphase selbstständig fortbewegen können.

Viele Autohersteller bieten heutzutage Infotainment-Systeme mit Internet-Diensten in ihren Fahrzeugen an. Audi nennt seinen Online-Zugang "Audi Connect". Es bringt Dienste wie wie Facebook, Twitter, Nachrichten-Ticker und den Wetterbericht auf das versenkbare Farbdisplay in der Mittelkonsole. Audi Connect lässt sich mit Telefonie, Sprachsteuerung, Navigation und Multimedia kombinieren und hört dann auf den etwas sperrigen Namen "Audi MMI Navigation plus mit MMI touch und Audi Connect". Welche Funktionen das System bietet und ob die Bedienung problemlos funktioniert, erfahren Sie in diesem Video.

Test: Audi TT mit MMI Navigation plus, Touch und Connect

Audi will selbstfahrende PKWs ab 2018 in Kalifornien und anderen US-Bundesstaaten erproben. BMW favorisiert dagegen eher die Autobahnen rund um München und bald auch die Innenstadt von München für seine Testfahrten.

Audi verbaut im neuen TT nicht nur sein Infotainmentsystem Audi MMI Navigation plus, sondern auch ein riesiges 12,3-Zoll-Display direkt hinter dem Lenkrad. Alle Anzeigen wie Tacho, Drehzahlmesser und Co sind komplett digital. Für die nötige Rechenkraft sorgt ein Nvidia Tegra 3 Chip. Wie gut das System funktioniert haben wir in diesem Video getestet.

Nvidia arbeitet außerdem mit den wichtigen Auto-Zulieferern ZF Friedrichshafen und Bosch zusammen. Beide deutschen Unternehmen sollen Teile für selbstfahrende Autos liefern. So arbeitet Nvidia mit ZF an ProAI: Ein automatisches Fahrsystem, das auf dem Nvidia Drive PX 2 AI-Auto-Computer basiert.

Der ZF ProAI. Mit ZF ProAI bringen ZF und NVIDIA künstliche Intelligenz in die Mobilitätsbranche
Vergrößern Der ZF ProAI. Mit ZF ProAI bringen ZF und NVIDIA künstliche Intelligenz in die Mobilitätsbranche
© ZF

Dieses System kann in Industrie-Fahrzeugen wie zum Beispiel Gabelstaplern und in LKWs und PKWs eingebaut werden.

Das Infotainment-System im neuen Audi A4 lässt kaum Wünsche offen: Zwei riesige Displays für Navigation und Infotainment, Unterstützung für Carplay und Android Auto und als besonderes Schmankerl Navigation mit Google Earth - und das sogar bei voller Fahrt. Wir haben das Infotainment-System im Audi A4 V6 getestet.

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