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Nvidia überrascht GTX-Besitzer mit Raytracing-Update

19.03.2019 | 10:50 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Nvidia spendiert älteren GTX-Grafikkarten ein Raytracing-Update! Allerdings kommt dieses Update mit Einschränkungen...

Überraschung von Nvidia: Auf der am Montag in San Francisco gestarteten Game Developer Conference hat Nvidia angekündigt, dass es die Raytracing-Unterstützung der aktuellen RTX-Grafikkarten auch bei einigen Nicht-RTX-Grafikkartenmodellen freischalten wird.

Los geht´s bereits im April: Dann soll mit einer neuen Version der Geforce-Treiber die Raytracing-Unterstützung bei ersten GTX-Grafikkarten freigeschaltet werden. Konkreter wird eine, laut Nvidia, "grundlegende", Echtzeit-Raytracing-Unterstützung bei der kürzlich erschienenen GTX 1660 Ti (Turing-Architektur), der älteren GTX 1060 6 GB (Pascal-Architektur) und aufwärts freigeschaltet. Wichtig dabei ist die Betonung auf "grundlegend", denn die GTX-GPUs sind im Gegensatz zu den RTX-GPUs nicht für Raytracing-Berechnungen in Echtzeit optimiert.

Die Unterstützung von Raytracing in Spielen wird durch DirectX 12 von Microsoft ermöglicht. Entwickler müssen die Spiele also nicht noch extra anpassen. Somit ist auch jede DirectX-12-fähige Grafikkarte theoretisch in der Lage, Raytracing in Echtzeit zu unterstützen. Knackpunkt ist aber deren Leistung. Eine Geforce RTX-GPU kann dann dank ihrer RT-Kerne deutlich mehr Raytracing-Berechnungen durchführen als ältere GTX-GPUs, die diese RT-Kerne nicht besitzen.

Durch die neuen Geforce-Treiber übernehmen die Shader-Cores die Berechnung der Raytracing-Effekte. Laut Nvidia können die GTX-GPUs damit auch nur weniger Raytracing-Effekte in Echtzeit berechnen und anzeigen. Man erhält also mit einer GTX-Grafikkarte nicht die gleiche Grafikpracht wie mit einer RTX-Grafikkarte. Aber zumindest Raytracing-Effekte in einer niedrigeren oder mittleren Einstellung. Welche Auswirkungen Echzeit-Raytracing auf die Performance hat, dürfte von Spiel zu Spiel davon abhängen, wie intensiv diese Technik genutzt wird.

"Die Spielleistung variiert je nach Effekt und der Anzahl der im Spiel geworfenen Strahlen sowie dem Grafikprozessor-Modell und der Spielauflösung. Spiele, die die Microsoft DXR- und Vulkan-APIs unterstützen, werden alle unterstützt", so Nvidia.

Unterm Strich erhalten künftig mehr Gamer die Möglichkeit, Echzeit-Raytracing in Spielen zu genießen. Wenn auch nur in niedrigen Raytracing-Einstellungen. Diverse Spiele dürften aber selbst mit niedrigen Raytracing-Effekten besser aussehen als ohne. So heißt es auch in der Mitteilung von Nvidia: "Der neue Treiber wird Dutzende von Millionen GPUs für Spiele mit Echtzeit-Raytracing unterstützen, das Wachstum der Technologie beschleunigen und Spieleentwicklern eine relevante Spielerbasis bieten."

Wer auf den Geschmack gekommen ist, kommt aber auch künftig nicht um den Kauf einer RTX-Grafikkarte herum. Nvidia spricht in seiner Mitteilung auch vom "ultimativen Raytracing-Erlebnis". Und weiter heißt es zu den RTX-Karten: "Sie bieten bis zu 2-3x schnellere Raytracing-Leistung bei visuell anspruchsvollen Gaming-Umgebungen als GPUs ohne dedizierte Raytracing-Kerne."

Hinzu kommt, dass die Nvidia-Technologie Deep Learning Super Samping (DLSS) für die Kantenglättung auch weiterhin nur in Verbindung mit RTX-Grafikkarten genutzt werden kann, weil diese Technik die Tensor-Kerne benötigt.

Nur ein Test kann allerdings zeigen, wie spielbar die Games mit aktiviertem Echtzeit-Raytracing auf einer GTX-Grafikkarte selbst mit niedrigen Einstellungen tatsächlich sind.

Lesetipp: So funktioniert Raytracing

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