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Nvidia rechnet auch 2022 mit Engpässen bei Grafikkarten

19.08.2021 | 15:28 Uhr | Michael Söldner

Auch im Jahr 2022 soll es nach Ansicht von Nvidia schwierig sein, die gewünschte Grafikkarte zu ergattern.

Schon zu Beginn des Jahres warnte Grafikkartenhersteller Nvidia davor, dass die Knappheit an GPUs das gesamte Jahr 2021 andauern könnte. Nun zeichnet der Hersteller ein noch düsteres Bild für die Zukunft: Demnach soll die Nachfrage nach Nvidia-Grafikkarten auch über das kommende Jahr nicht befriedigt werden können. Auf der Konferenz rund um Ergebnis des zweiten Finanzquartals 2022 teilte Nvidia-Chef Jensen Huang mit, dass man auch für den Großteil des Jahres 2022 mit einer Knappheit an Grafikkarten rechne. Zwar habe sich Nvidia um langfristige Lieferverträge bemüht, dennoch sei die Nachfrage auch weiterhin größer als das Angebot an modernen Grafikkarten.

Dennoch könnte die Situation für Spieler weniger schlimm als erwartet ausfallen. In den vergangenen Wochen fiel die Lieferbarkeit aktueller Karten in Europa und den USA bereits deutlich besser aus als in den letzten Monaten. Auch die Radeon RX 6600 XT von Konkurrent AMD war besser lieferbar als erwartet. Dennoch könnte es für Spieler mit Wunsch zum Aufrüsten ihres Rechners auch weiterhin schwierig bleiben, genau die gewünschte Grafikkarte zu einem fairen Preis zu ergattern. Für Nvidia verlief das letzte Quartal dennoch besser als erwartet. Im vergangenen Quartal wurde ein Umsatz von 6,51 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet – ein Plus von 68 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Spieler-Grafikkarten machten dabei mit 3,06 Milliarden US-Dollar einen hohen Anteil aus – ein Plus von 85 Prozent zum Vorjahr. Mit den speziell für Kryptomining gedachten GPUs (Cryptocurrency Mining Processor, CMP) erwirtschaftete Nvidia hingegen nur 266 Millionen US-Dollar, hier hatte man auf mindestens 400 Millionen US-Dollar gehofft. 

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