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Nvidia: Neuer Shield TV und Shield TV Pro (2019) vorgestellt

29.10.2019 | 14:41 Uhr | Panagiotis Kolokythas

4K-KI-Upscaling, Dolby Vision, neue Fernbedienung: Wir haben uns die neue Generation der Streaming-Media-Player Nvidia Shield TV angeschaut.

Nvidia Shield & Nvidia Shield Pro (2019): Fazit des Hands-Ons

Das neue Nvidia Shield TV überzeugt in vollem Umfang. Super Ausstattung, handlich und passt ohne Problem in jede Reisetasche. Es eignet sich ideal für ein kino-ähnliches Netflix Erlebnis, aber auch Gamer kommen mit GeForce Now auf ihre Kosten. Und das alles in einem Gerät, welches sich besonders gut hinter dem heimischem Media-Center verstecken lässt.

Hier erhältlich:
Nvidia Shield TV für 159,99 Euro
Nvidia Shield TV Pro für 219 Euro

Nvidia hat die neue Generation der Streaming-Media-Player Nvidia TV Shield vorgestellt. Zum Nvidia Shield TV Pro (2019) für 219 Euro gesellt sich die günstigere, kleinere Variante Shield TV für 159,99 Euro. Nvidia möchte mit seinem neuen kleinen zylinderähnlichem Shield TV nun auch großflächig den Media-Streaming-Markt erreichen. Die Geräte sollen Nutzer ansprechen, die  sich nicht als Medien-Enthusiasten oder Gadget-Fanatiker bezeichnen, sondern lediglich das beste Streaming-Erlebnis erfahren möchten.

Selbstverständlich können Gamer, wie auch auf dem alten Shield TV, via Geforce Now Spiele auf den TV streamen. Dafür wird kein speicherfressender Spiel-Download benötigt, sondern lediglich eine schnelle Internetverbindung. Film-Enthusiasten werden sich über Dolby Vision und Dolby Atmos sowie die KI-Hochskalierungsfunktion freuen. Was Nvidias neuer Streaming-Player noch so alles drauf hat und ob er sich gegen die Konkurrenz durchsetzen kann, erläutern wir in diesem ersten Hands-on.

Hinweis: Wir haben den Nvidia Shield TV für 160 Euro ausprobiert - die größere Variante Nvidia Shield TV Pro für 219 Euro lag uns noch nicht zum Test vor. Auf die Unterschiede gehen wir weiter unten in diesem Artikel ein.

Nvidias Erfolgsrezept des Media-Streaming-Geräts Shield TV soll fortgesetzt werden und gleichzeitig die Messlatte für neue Technologien in dieser Kategorie höher legen. Zusammen mit der 256-Core-Nvidia-GPU sorgt der Tegra X1+ mit 2 GB RAM (der  Nvidia Shield TV Pro besitzt 3 GB RAM) für eine bis zu 25 Prozent höhere Performance, was sich auch klar bei der Benutzung erkennen lässt.

Aber das ist noch nicht alles: Die dritte Shield-TV-Generation kommt mit Android 9 (Android Pie) sowie mit eingebautem Google Assistant und Chromecast. Über den komplett neu designten Google Play Store wird der Zugriff auf über 5.000 Android-TV-Apps ermöglicht. Zusätzlich ist automatisch der Zugang zu Geforce Now freigeschaltet und unterstützt Spiele wie Fortnite. Sie können mit einem Steam-Zugang aber auch viele Games über die Cloud spielen - etwa Far Cry 5.
 
Ausgeliefert wird die Hardware inklusive einer neuen Fernbedienung, welche deutlich größer ist und sich durch ihre dreieckige Stabform klar von der Konkurrenz abhebt. Gleichzeitig ist sie auch mit früheren Shield-TV-Geräten kompatibel und Nvidias Shield-Controller kann darüber hinaus als Remote verwendet werden. Eine Erweiterung des internen Speicherplatzes von 8 Gigabyte ist ohne viel Aufwand per Micro-SD-Karte möglich.

Aufgrund der Kompaktheit ist beim Nvidia Shield TV im Gegensatz zum Nvidia Shield TV Pro (2 x USB 3.1) kein Platz für einen USB-Anschluss. Somit kann der interne Speicher hier nicht mit einer externen USB-Festplatte einfach erweitert werden.

Alles in allem ein kleiner Media-Streaming-Player mit interessanten Funktionen. Am meisten überzeugen konnte die neue KI-Hochskalierungsfunktion. Sie zaubert künstlich aus einem HD-Video ein gestochen scharfes Bild mit sehr hoher Detaildichte und macht es dadurch für 4K-TV-Geräte attraktiv. Der Unterschied zwischen mit und ohne “AI-Upscaling” ist hier klar erkennbar!

Nvidia Shield TV: Das erste Setup

Extrem unkompliziert. Einfach den Shield TV an den Strom anschließen und per HDMI-Kabel mit dem Fernseher verbinden. Danach müssen einzelne Setup-Schritte durchlaufen werden. Das kann entweder am Gerät selber oder vereinfacht über ein Android-Smartphone geschehen. Eine Anmeldung bei den Google- und Nvidia-Diensten finalisiert den Prozess. Danach werden direkt erste Lieblingsapps abgefragt und der Startseite hinzugefügt. Weitere benötigte Apps können anschließend im Google Play Store heruntergeladen werden. Daraufhin können Sie sich einfach bei ihren Apps anmelden. Und schon kann's losgehen.

Nvidia Shield TV: Das Design und die neue Fernbedienung

Von Außen hebt sich Nvidias neues Shield TV klar von den älteren Versionen ab. Aus einer flachen und eckigen Form wurde eine zylinder-ähnliche Röhre. Dieses Design ist gerade dann passend, wenn die Media-Streaming-Box hinter dem Fernsehschrank  verborgen werden soll. Auch für den Transport eignet sie sich aufgrund ihrer Kompaktheit ideal. Bei der Pro-Variante hat Nvidia keine Veränderung am Design vorgenommen.

Das Design des neuen NVidia SHIELD TV.
Vergrößern Das Design des neuen NVidia SHIELD TV.
© NVidia

Zusätzlich kommt der Nvidia Shield TV mit einer neu entwickelten und neu designten Fernbedienung. Die flache Fernbedienung des 2017-er Modells wurde durch ein dreieckiges stabförmiges Remote ersetzt. Sie besitzt nun einen Power-, Lautstärke-, Schnellvorlauf/ Rücklauf/ Pause/ Wiedergabe-Button und eine programmierbare Taste, welche in den Einstellungen mit den wichtigsten Tasks belegt werden kann. Außerdem besonders: Die Umstellung auf AAA-Batterien sowie eine “Find my Remote”-Funktion. Zudem kommt sie mit beleuchteten Tasten, die sich beim Annähern aktivieren. Funktionen wie die Sprachsteuerung, Bluetooth und IR-Steuerung von Audio/Video bleiben weiterhin bestehen. Die Akkulaufzeit ist auf sechs Monate bei normalem Gebrauch ausgelegt.

Design und Funktionen der neuen SHIELD Remote.
Vergrößern Design und Funktionen der neuen SHIELD Remote.
© NVidia

Die neue Shield Remote ist für 27 Euro erhältlich und mit allen älteren Shield-Modellen kompatibel.

AI Upscaling

Selbst mit dem Zugriff auf Tonnen von 4K-HDR-Inhalten auf Shield TV gibt es immer noch viele Inhalte, die nur in 720p oder 1080p auf beliebten Streaming-Diensten wie Netflix, Prime Video, Youtube, HBO, Hulu und mehr verfügbar sind. Um diese Inhalte auf einem 4K-Fernseher anzeigen zu können, müssen Streaming-Media-Player die Ausgabe entsprechend der Bildschirmauflösung vergrößern/hochskalieren.

Nvidias Shield TV ist die erste Streaming-Box, bei der eine AI-Upscaling-Funktion in einem Media-Streaming-Player verbaut wurde. Die Technologie skaliert HD-Video in Echtzeit auf 4K für ein klares, gestochen scharfes Bild unter Verwendung von KI und der Leistung des Tegra-X1+-Prozessors. Der “AI-Enhanced”-Modus kann HD-Content von bis zu 30 FPS hochskalieren.

AI Upscaling auf dem neuen Media-Straming-Player.
Vergrößern AI Upscaling auf dem neuen Media-Straming-Player.
© NVidia

Ganz nett: Um die Bildqualität von Basic vs. KI-Upscaling zu vergleichen, aktivieren Sie den KI-Demo-Modus. Verschieben Sie nun den angezeigten Schieberegler von links nach rechts, um die Videoqualität in Echtzeit zu vergleichen (oder pausiert).

Nvidia Shield TV Pro (2019) mit NAS, Plex-Media-Server und mehr

Shield TV Pro ist für Spiel-Enthusiasten konzipiert. Egal, ob man Shield benutzt, um eine Mediensammlung zu speichern und zu verwalten, leistungsstarke Android-Games spielen möchte oder das Gerät als Smart-Hub fungieren soll: Die Wahl sollte dann definitiv auf die Pro-Variante fallen. Neben allen Funktionen von Shield TV, einschließlich Tegra X1+, Dolby Vision, Dolby Atmos und AI Upscaling, bietet Shield TV Pro auch

  • Plex-Media-Server-Unterstützung

  • Smart Things Link Ready

  • 2 USB-3.0-Steckplätze (mit NAS-Funktion)

  • 3 GB RAM

  • 16 GB interner Speicher (erweiterbar durch externe Festplatte)

  • Erweiterte Android-Games (Metal Gear Rising Revengeance, Resident Evil 5, Doom 3, Tomb Raider, The Witness, etc.)

  • Gameplay Recording und Broadcasting auf Twitch

Das Design des NVidia SHIELD TV Pro.
Vergrößern Das Design des NVidia SHIELD TV Pro.
© NVidia

Mit dieser Modellvariante möchte NVidia klar die "Hardcore-Fans" ansprechen, welche sich bereits an der 2017-er Variante erfreuen konnten, nun aber noch einen Performanceschub oben drauf setzen wollen.

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