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Nvidia Geforce RTX 3080 FE im Test: Sehr schnell & günstig, aber auch stromhungrig

19.09.2020 | 10:15 Uhr | Sebastian Schenzinger

Die Founders Edition der Nvidia Geforce RTX 3080 liefert im Test eine enorme Leistung und ist die erste Grafikkarte, die flüssiges Gaming in 4K mit Raytracing ermöglicht. Nvidia erkauft die Leistung jedoch zum Teil auf Kosten einer hohen Leistungsaufnahme und stellt das Lüfterprofil sehr aggressiv ein, wodurch die GPU gut hörbar ist. Der Preis ist heiß.

Nvidias Turing-Grafikkarten sind in einer Supernova vergangen und haben uns die RTX 3000 GPUs alias Ampere hinterlassen, welche ihren Vorgänger wortwörtlich "vernichtend" schlagen sollen. Den Anfang macht die Nvidia Geforce RTX 3080 Founders Edition für 699 Euro. Im Test kann sich die RTX 3080 von ihren Vorgängern RTX 2080 (Super) deutlich absetzen und in höheren Auflösungen auch die RTX 2080 Ti ein gutes Stück hinter sich lassen. Der Leistungszuwachs geht zum Teil jedoch zu Lasten einer ziemlich hohen Leistungsaufnahme - das Performance-pro-Watt-Verhältnis konnte Nvidia dennoch steigern. Eine deutliche Verbesserung stellt der neu designte Flow-Through-Kühler dar, welcher die RTX 3080 bei gutem akustischen Level angenehm kühl hält.

TEST-FAZIT: Nvidia GeForce RTX 3080 Founders Edition

Die Nvidia Geforce RTX 3080 Founders Edition glänzt im Test vor allem mit ihrer sehr hohen Rechenleistung. Ihre Vorgänger in Form der RTX 2080 und der RTX 2080 SUPER kann die Ampere GPU um 57 respektive um 49 Prozent hinter sich lassen und selbst auf die RTX 2080 Ti messen wir noch einen Vorsprung von 25 Prozent. Dabei nimmt nicht nur die reine Rechenleistung, sondern auch die Raytracing-Performance und die AI-Kapabilität deutlich zu und ermöglicht so flüssiges Zocken in 4K-Auflösung mit aktiviertem Raytracing und DLSS.

Der neu designte Flow-Through-Kühler erweist sich im Test als zweischneidiges Schwert. Prinzipiell kann der Kühlkörper eine sehr hohe Abwärme abführen, allerdings hat Nvidia das Lüfterprofil sehr aggressiv eingestellt, weshalb die RTX 3080 in einem geschlossenen Gehäuse gut heraus hörbar ist. Außerdem wirkt sich die Abwärme der Grafikkarte etwas negativ auf die Temperatur des Prozessors aus, wohingegen der Arbeitsspeicher und die M.2-SSD vom zusätzlichen Airflow sogar profitieren können.

Der Notwendigkeit dieses neuen Kühl-Designs offenbart sich bei den Messungen der Leistungsaufnahme, die ein gutes Stück über dem Niveau der Turing-Grafikkarten liegt. Allerdings schafft es die RTX 3080, die hohe Leistungsaufnahme in entsprechende Rechenleistung umzumünzen, wodurch das Performance-pro-Watt-Verhältnis etwas besser ausfällt als noch bei der Vorgängergeneration.

In niedrigeren Auflösungen wie Full-HD erweist sich dann der Prozessor sehr schnell als Bottleneck, wodurch die RTX 3080 nicht ihr volles Potenzial ausspielen kann. Sofern Sie in QHD oder noch besser in UHD spielen, können wir der RTX 3080 auf jeden Fall eine Kaufempfehlung aussprechen. Der ausgerufene Preis von 699 Euro ist für die abgelieferte Performance im Vergleich zu den Vorgängern als durchaus günstig zu bezeichnen. Wir hoffen jedoch, dass Nvidia das Lüfterprofil noch einmal überarbeitet beziehungsweise eine manuelle Anpassung zulässt.

PRO:
+ 4K-Gaming mit Raytracing
+ sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
+ selbst unter Volllast nur 70°C

CONTRA:
- im geschlossenen Gehäuse sehr laut


Ampere - GDDR6X, mehr Recheneinheiten sowie überarbeitete RT- und Tensor-Cores

Die RTX 3080 basiert auf dem GA102-Grafikchip, den Samsung in einem speziell für Nvidia optimiertem 8nm-Prozess fertigt. Die GPU verfügt über 28,3 Milliarden Transistoren, die auf dem 628,4 mm 2 großen Chip ihren Platz finden. Im Vergleich zur RTX 2080 ist das eine Steigerung um 108 Prozent bei einem nur 15 Prozent größerem Chip. Im Vollausbau kann die GA102-GPU auf 10752 CUDA-Kerne, 84 RT-Kerne der zweiten Generation und 336 Tensor-Kerne der dritten Generation zurückgreifen. Der Chip der RTX 3080 ist um ein vollständiges Graphic Processing Cluster (GPC), sowie vier weitere Streaming Multiprozessoren (SM) beschnitten, woraus dann 8704 Cuda-Kerne, 68 RT-Cores und 272 Tensor-Cores resultieren. 

Endlich im Test: Die neue RTX 3080! Nvidia hat bei der Vorstellung ihrer neuen Grafikkartengeneration für viel Aufsehen gesorgt. Die neuen Karten mit Ampere-Chipsatz sind nicht nur günstiger geworden, sondern sollen auch einen einzigartigen Leistungssprung hinlegen. Im Fall der RTX 3080 verspricht Nvidia bis zu 100 Prozent (!) mehr Leistung gegenüber der RTX 2080. Ob die RTX 3080 hält, was Nvidia verspricht, hat sich Basti im ausführlichen Test genau angeguckt.

► Zum Test: www.pcwelt.de/2533719


► Experten-Talk mit Nvidia: www.youtube.com/watch?v=7gSg8fkSVm4
► So testen wir Grafikkarten und Co.: www.youtube.com/watch?v=sHeFxVUbn9U

Günstigen Gaming-PC zusammenstellen: Die besten Hardware-Konfigurationen

Um diese Rechnung zu verstehen, werfen wir einen genaueren Blick auf den Aufbau einer Ampere-GPU. Der GA102 setzt sich aus bis zu sieben Graphics Processing Clustern (GPC) zusammen. In jedem GPC sitzen eine dedizierte Raster Engine und zwei ROP-Partitionen (render output unit), die sich wiederum aus jeweils acht ROPs zusammensetzen und - wie der Name schon vermuten lässt - für die Rasterisation zuständig sind. Das ist eine wichtige Neuerung im Vergleich zu Turing, dort hingen die ROPs nämlich noch direkt am Speicher-Controller und dem L2-Cache. Das hatte zur Folge, dass bei einer Beschneidung des Speicher-Interfaces ROPs mit weggefallen sind. Bei Ampere ist das nicht länger der Fall und außerdem erhöht sich durch die Platzierung im GPC der Datendurchsatz.

Schematischer Aufbau der GA102 GPU von Nvidia auf Basis der Ampere-Architektur.
Vergrößern Schematischer Aufbau der GA102 GPU von Nvidia auf Basis der Ampere-Architektur.
© Nvidia

Zu den ROPs gesellen sich noch 42 Texture Processing Cluster (TPCs). Diese Geometrieeinheiten zeichnen sich für die Tessellation wie zum Beispiel die Kantenglättung in Computerspielen verantwortlich. In jedem TPC sitzen wiederum zwei sogenannte Streaming Multiprozessoren (SMs), also 84 SMs gesamt, die sich aus den Recheneinheiten der GPU zusammensetzen, konkret: 128 CUDA-Kerne, vier Tensor-Kerne, ein 256 KB großes Register, ein RT-Core und 128 KB geteilter L1-Cache. Zur Anbindung des GDDR6X-Videospeichers stehen zwölf 32-bit Speichercontroller zu Verfügung, also 384-bit gesamt. Diese Speichercontroller können jeweils auf 512 KB L2-Cache zurückgreifen, woraus eine Gesamtgröße von 6144 KB resultiert. 

Schematischer Aufbau eines Streaming Multiprozessors der GA102-GPU..
Vergrößern Schematischer Aufbau eines Streaming Multiprozessors der GA102-GPU..
© Nvidia

Eine wichtige Änderung hat Nvidia auch innerhalb der SMs vorgenommen. Bereits Turing setzte auf 128 ALUs (arithmetic logic units) pro SM, die sich auf zwei primäre Datenpfade à 64 ALUs aufteilten. 64 davon waren in der Lage INT32-Berechnungen (INT = Integer = Ganzzahl) auszuführen und 64 waren für FP32-Operationen (FP = Floating Point = Gleitkommazahl) zuständig. Indem bei Ampere alle 128 ALUs FP32-Operationen durchführen können, hat es Nvidia geschafft die Performance auf 30 Shader-TFLOPs bei der RTX 3080 anzuheben, die RTX 2080 kommt nur auf elf. Besonders FP32-lastige Anwendungen wie moderne Computer-Spiele können von diesem Schritt profitieren.

Mit der Vorstellung der GeForce-RTX-3000er-Generation ("Ampere"), die zum Launch aus den Grafikkarten RTX 3070, 3080 und 3090 besteht, hat NVIDIA für viel Aufsehen gesorgt. Und zwar besonders wegen der starken Leistungssteigerung gegenüber den RTX-2000er-Karten ("Turing"). Hierbei sind einige Fragen offen geblieben, die wir in diesem Video im direkten Gespräch mit einem ausgewiesenen Experten klären, nämlich mit Lars Weinand von NVIDIA.

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Durch Verbesserungen der RT-Cores sowie des zugrunde liegenden Cache-Subsystems soll sich die Raytracing-Leistung verdoppeln - Nvidia spricht von der zweiten Generation der RT-Cores. Bei den Tensor-Cores ist Nvidia mittlerweile schon in der dritten Generation angekommen und verspricht den Support von neuen Daten-Typen, um die Performanz, die Effizienz und den Flexibilität bei der Programmierung zu steigern. Neu ist auch die sogenannte Sparsity-Funktion. Bei einer sparse matrix oder auch dünnbesetzten Matrix tragen viele Zellen den Wert 0, was sich bei Algorithmen oder der Speicherung ausnutzen lässt. Mit den Tensor-Cores der dritten Generation veröffentlicht Nvidia auch neue Funktionen wie DLSS (Deep Learning Super Sampling) für 8K-Inhalte, die Broadcast App mit AI-optimierter Video- und Stimmübertragung sowie die App Nvidia Canvas.

Der neue GDDR6X-Speicher von Micron kann 4 Signale pro Taktzyklus übertragen.
Vergrößern Der neue GDDR6X-Speicher von Micron kann 4 Signale pro Taktzyklus übertragen.
© Nvidia

Beim Videospeicher setzt die RTX 3080 auf neu entwickelten GDDR6X-VRAM von Micron, der eine Übertragungsrate von 19 Gbps unterstützt und vier Signale pro Taktzyklus übertragen kann. Zusammen mit der 320-bit Speicheranbindung sorgt das für einen 50 Prozent höheren Datendurchsatz im Vergleich zur RTX 2080 SUPER. Doppelt so hoch ist auch die Übertragungsrate des PCIe-4.0-Interfaces im Vergleich zum Vorgänger PCIe 3.0. Nvidia selbst gibt jedoch an, dass der Performance-Zuwachs sich dabei noch in Grenzen hält, für zukünftige Funktionen wie RTX IO dann aber deutlich relevanter wird. In der folgenden Tabelle haben wir alle wichtigen technischen Daten der Ampere-Grafikkarten sowie deren Vorgänger zusammengefasst. 

Grafikkarte

GeForce RTX 3090

GeForce RTX 3080

GeForce RTX 3070

GeForce RTX 2080 Ti

GeForce RTX 2080 SUPER

GeForce RTX 2080

GeForce RTX 2070 SUPER

Codename

GA102

GA102

GA104

TU102

TU104

TU104

TU104

Architektur

Ampere

Ampere

Ampere

Turing

Turing

Turing

Turing

GPCs

7

6

6

6

6

6

5 oder 6

TPCs

41

34

23

34

24

23

20

SMs

82

68

46

68

48

46

40

CUDA Cores

10496

8704

5888

4352

3072

2944

2560

Tensor Cores

328 (3rd Gen)

272 (3rd Gen)

184 (3rd Gen)

544 (2nd Gen)

384 (2nd Gen)

368 (2nd Gen)

320 (2nd Gen)

RT Cores

82 (2nd Gen)

68 (2nd Gen)

46 (2nd Gen)

68 (1st Gen)

48 (1st Gen)

46 (1st Gen)

40 (1st Gen)

GPU-Basistakt

1410

1440

1500

1350

1650

1515

1605

GPU Boost-Clock (MHz)

1695

1710

1725

1635

1815

1800

1770

Videospeicher

24 GB GDDR6X

10 GB GDDR6X

8 GB GDDR6

11 GB GDDR6

8 GB GDDR6

8 GB GDDR6

8 GB GDDR6

Speicher-Interface

384-bit

320-bit

256-bit

352-bit

256-bit

256-bit

256-bit

Speichertakt

19.5 Gbps

19 Gbps

14 Gbps

14 Gbps

15,5 Gbps

14 Gbps

14 Gbps

Speicherbandbreite

936 GB/s

760 GB/s

448 GB/s

616 GB/s

496 GB/s

448 GB/s

448 GB/s

ROPs

112

96

96

88

64

64

64

PCIe-Anschlüsse

1x 12-Pin

1x 12-Pin

1x 8-Pin

2x 8-Pin

1x 8-Pin, 1x 6-Pin

1x 8-Pin, 1x 6-Pin

1x 8-Pin, 1x 6-Pin

TGP

350 W

320 W

220 W

260 W

250 W

225 W

225 W

Transistor-Anzahl

28,3 Mrd

28,3 Mrd

17,4 Mrd

18,6 Mrd

13,6 Mrd.

13,6 Mrd

13,6 Mrd

Die-Größe

628,4 mm2

628,4 mm2

392,5 mm2

754 mm2

545 mm2

545 mm2

545mm2

Fertigungsprozess

8nm Samsung

8nm Samsung

8nm Samsung

12nm FFN

12nm FFN

12nm FFN

12nm FFN

Preis zu Release

1.499 €

699 €

499 €

1.259 €

739 €

849 €

639 €

So testet PC-WELT Grafikkarten

Wir testen alle Grafikkarten unter gleichen Bedingungen, um faire, transparente und vergleichbare Ergebnisse zu erzielen. Welche Hardware und Software wir für unsere Tests benutzen, und wie die Gesamtwertung am Ende zustande kommt, erfahren Sie in folgendem Artikel:  Wie PC-WELT Grafikkarten testet


Erste Leistungseinordnung an Hand von synthetischen Benchmarks

Um die rohe Rechenleistung der RTX 3080 zu bestimmen, führen wir zunächst synthetische Benchmarks mit den unterschiedlichen Programmierschnittstellen durch: 3D Mark Time Spy Extreme für DirectX 12, 3D Mark Fire Strike Ultra für DirectX 11 und Unigine Superposition für Open GL, den Vorgänger von Vulkan. Außerdem ermitteln wir mit 3D Mark Port Royale die Raytracing-Leistung der RTX-GPUs. Im DirectX 12 Test kann die RTX 3080 die RTX 2080 mit 82 Prozent Mehrleistung deutlich schlagen. In dem DirectX 11 und Open GL Test sind es jeweils 65 Prozent, in Port Royale 72 Prozent. Im Vergleich zum ehemaligen Top-Modell, der RTX 2080 Ti, liegt der Performance-Zuwachs zwischen 23 und 34 Prozent.

3D Mark Time Spy Extreme Score

3D Mark Time Spy Extreme Graphics Score

3D Mark Fire Strike Ultra Score

3D Mark Fire Strike Ultra Graphics Score

Unigine Superposition 4K Open GL

3D Mark Port Royale

GeForce RTX 2070 SUPER

4845

4745

6132

5928

7395

6070

GeForce RTX 2080

5032

4991

6712

6543

7782

6725

GeForce RTX 2080 SUPER

5362

5341

6905

6692

8416

7104

GeForce RTX 2080 Ti

6538

6762

8437

8258

10317

9088

GeForce RTX 3080

8220

9092

11116

11066

12841

11598

Radeon RX 5700 XT

4332

4176

6609

6652

5590

n.a.


Gewaltiger Leistungssprung in UHD

Nvidia selbst gab bei der Präsentation der RTX 3000 Grafikkarten an, dass die RTX 3080 bis zu 100 Prozent schneller sein soll als die RTX 2080. In unseren Tests hat sich gezeigt, dass an dieser Aussage - zumindest wenn man in 2160p zockt - durchaus was dran ist. So konnten wir zum Beispiel in Minecraft mit aktiviertem Raytracing bei 24 Chunks einen Anstieg von 52,9 FPS auf 104,8 FPS im Durchschnitt messen. Auch der P1-Wert verdoppelte sich von 37,6 auf 74,6 Bilder pro Sekunde. Weitere Titel, in denen der Leistungszuwachs in UHD nahe 100 Prozent liegt, sind:  Borderlands 3 (+93 Prozent), Doom Eternal (+87 Prozent), Control (+90 Prozent) und Wolfenstein Youngblood (+ 84 Prozent). In unserem Test konnten wir außerdem die Aussage von Nvidia belegen, dass die RTX 3080 in allen aktuellen Spielen in 4K bei aktiviertem Raytracing mindestens 60 Bilder pro Sekunde erreicht.

Im Schnitt kann die RTX 3080 die RTX 2080 in UHD um gute 59 Prozent schlagen bei Spielen, in denen Sie auf Raytracing beziehungsweise DLSS verzichten müssen. In Titeln, welche diese Funktionen unterstützen, fällt der Leistungszuwachs mit über 71 Prozent noch einmal ein Stück höher aus. Nvidia selbst bezeichnet die RTX 3080 als offiziellen Nachfolger der RTX 2080 respektive der RTX 2080 SUPER, bezeichnet die Ampere GPU aber im gleichen Zug als das neue Flaggschiff der Consumer-Grafikkarten. Die RTX 3090 wiederum betitelt der Hersteller als sogenannte "BFGPU" (Big Ferocious GPU) und als offiziellen Nachfolger der Titan RTX. Somit gibt es - zumindest vorerst - keinen direkten Nachfolger für die RTX 2080 Ti. Ein Vergleich zwischen der RTX 2080 Ti und der RTX 3080 ist dadurch aber nicht weniger interessant. Diese Duell kann die neue Ampere-Grafikkarte im Schnitt um 28 bis 29 Prozent für sich entscheiden - hier gibt es keinen so großen Unterschied zwischen Spielen mit Raytracing und DLSS oder ohne. Unsere ausführlichen Messergebnisse können Sie am Ende des Artikels finden. 


Leistungseinbußen bei niedrigerer Auflösung

Bereits bei 1440p macht sich bemerkbar, dass die RTX 3080 nicht mehr ihr volles Potential ausspielen kann. Im Schnitt liegt der Performance-Zuwachs bei 46 Prozent in Spielen ohne Raytracing respektive DLSS und bei 52 Prozent in Games mit diesen Features im Vergleich zur RTX 2080. Im direkten Duell mit der RTX 2080 Ti geht die RTX 3080 mit 20 bis 23 Prozent mehr Leistung als Sieger hervor. Auch in dieser Auflösung stechen wieder Spiele wie Borderlands 3 (+78 Prozent), Doom Eternal (+82 Prozent), Metro Exodus (+78 Prozent), CoD Modern Warfare (+70 Prozent) und Control (+73 Prozent) hervor. Auch hier können Sie detaillierten Messergebnisse am Ende des Artikels finden.


CPU als Bottleneck in Full-HD

Als Prozessor verwenden wir bei unserer Grafikkartentestplattform einen Intel Core i9-9900K, der auf allen Kernen mit 5 GHz taktet. Trotz dem hohen Prozessortakt gibt es bei den 1080p Tests einige Spiele, in denen die CPU die RTX 3080 limitiert. Das lässt sich nicht nur am direkten Vergleich der FPS-Werte zwischen der RTX 2080 Ti und der RTX 3080 erkennen, sondern auch an der Tatsache, dass die neue Ampere-GPU in Full-HD und in QHD in manchen Spielen vergleichbare FPS-Werte erreicht. Beispiele hierfür sind Assassin's Creed Odyssey (94 FPS vs 89 FPS), Far Cry 5 (157 FPS vs 152 FPS) oder Doom Eternal (355 FPS vs 340 FPS). 

Im Schnitt kann sich die RTX 3080 in Full-HD "nur" noch um 30 bis 40 Prozent von der RTX 2080 absetzen. Im Vergleich zur RTX 2080 Ti beträgt der Vorsprung noch 14 bis 19 Prozent. Für Full-HD-Gamer ist die RTX 3080 also eher überdimensioniert, da die CPU viel zu oft das Bottleneck darstellt und der Grafikprozessor nicht seine volle Leistung abrufen kann. Das macht sich dann auch beim Verbrauch der GPU bemerkbar - später mehr dazu. Wenn Sie sich für die detaillierten FPS-Werte in den einzelnen Spielen interessieren, können Sie diese am Ende des Artikels finden.

Einordnung der Performance-Werte

Wir haben mal in unserem Archiv gekramt und die Testergebnisse der letzten Top-Modelle von Nvidia herausgesucht. Hierfür blicken wir bis ins Jahr 2014 zurück, als Nvidia die GTX 780 - Code-Name Kepler - veröffentlicht hat. Deren Nachfolger, die GTX 980 alias Maxwell brachte im Schnitt über die drei Auflösungen Full-HD, QHD und UHD eine überschaubare Mehrleistung von etwa 36 Prozent. Mit Pascal und der GTX 1080 vollzog Nvidia dann wiederum einen gewaltigen Sprung, satte 53 Prozent konnte sich die GTX 1080 von der GTX 980 im Schnitt absetzen. Turing brachte zwei wichtige Neuerungen mit sich: die RT-Cores für Echtzeit-Raytracing und die Tensor-Cores für AI-Berechnungen wie DLSS (Deep Learning Super Sampling). Der Leistungszuwachs fiel mit 37 Prozent aber vergleichsweise überschaubar aus. 

Grafikkarten-Vergleich 2020: Die besten Gamer-GPUs im Test - mit Rangliste

Wie die RTX 3080 in den einzelnen Auflösungen abschneidet, haben wir Ihnen oben schon erläutert. Kumulieren wir alle 60 Einzelmessungen über die drei Auflösungen, erreicht die RTX 3080 einen Performance-Zuwachs von 50 Prozent gegenüber der RTX 2080. Hierbei darf man aber eben nicht vergessen, dass in Full-HD der Prozessor oftmals bottleneckt. Betrachten wir nur die Auflösungen QHD und UHD liegt das Leistungsplus dann im Schnitt über 40 Tests bei 57 Prozent. Den direkten Vergleich zur RTX 2080 Ti gewinnt die RTX 3080 in diesen beiden Auflösungen mit 25 Prozent. 


Hohe Leistungsaufnahme und trotzdem leicht gesteigerte Energieeffizienz

Nvidia selbst gab während der Präsentation der Ampere-GPUs an, dass sich die Effizienz um bis zu 90 Prozent steigern soll, in Anbetracht einer TGP (Total Graphics Power) von 320 Watt eine durchaus gewagte Aussage. Wir haben deshalb in allen 60 Einzeltests die Leistungsaufnahme mit dokumentiert. Im Spiel Control liegen wir tatsächlich gar nicht so weit von Nvidias Angaben entfernt. So erreicht eine RTX 2080 in QHD im Schnitt 63 FPS bei einer Leistungsaufnahme von etwa 230 Watt. Die RTX 3080 kommt beim gleichen Test auf 109 FPS bei einem Verbrauch von 235 Watt. Hier liegen wir also bei einer 70 Prozent höheren Energieeffizienz. 

Um auf die Angabe von Nvidia zu kommen, müssen wir im Spiel ein FPS-Limit von 60 einstellen. Nun messen wir einen durchschnittlichen Verbrauch von 225 Watt bei der RTX 2080 und 119 Watt bei der RTX 3080, womit wir auf einen Faktor von 89 Prozent kommen. Dieser Wert ist natürlich etwas geschönt, nichts desto trotz macht es durchaus Sinn, in Spielen ein FPS-Limit festzulegen. Ein konkreter Anwendungsfall ist die Verwendung eines G-Sync-Monitors. Hier ist es ratsam im Spiel ein FPS-Limit einzustellen, das zwei bis drei Bilder pro Sekunde unter der Frequenz Ihres Monitors liegt. Damit stellen sie sicher, dass die FPS-Rate nie Werte außerhalb des Bereichs erreicht, in welchem der Monitor die Bildwiederholrate mit der Grafikkarte synchronisieren kann. Ein positiver Nebeneffekt ist hierbei dann, dass die GPU nicht mehr zu 100 Prozent ausgelastet ist und dadurch die Leistungsaufnahme sinkt.

Wie hoch die Leistungsaufnahme der RTX 3080 in der Realität ausfällt, hängt sehr stark von der Auflösung ab, in der Sie spielen wollen. In UHD messen wir im Schnitt in 20 Spielen eine Leistungsaufnahme von 277 Watt, dieser Wert liegt deutlich unter der maximalen TGP von 320 Watt. Die höchste durchschnittliche Leistungsaufnahme konnten wir in Deliver us the Moon (304 Watt), Shadow of the Tomb Raider (300 Watt) und Doom Eternal (306 Watt) ermitteln. Wenn wir in QHD spielen, dann sinkt die Leistungsaufnahme auf 255 Watt im Durchschnitt. Hier macht sich bereits bemerkbar, dass die CPU die Grafikkarte leicht einbremst. In Full-HD verstärkt sich dieses Phänomen noch einmal. Bereits bei den FPS-Messungen konnten wir feststellen, dass der Prozessor die GPU hier oftmals ausbremst, weshalb die RTX 3080 ihr Potential nicht voll ausspielen kann. Dadurch sinkt die Leistungsaufnahme auf 218 Watt im Schnitt.

Die RTX 3080 führt unser Watt-pro-FPS-Verhältnis an, allzu groß ist der Abstand zur RTX 2080 Ti aber nicht.
Vergrößern Die RTX 3080 führt unser Watt-pro-FPS-Verhältnis an, allzu groß ist der Abstand zur RTX 2080 Ti aber nicht.

An Hand unserer Messungen in UHD haben wir noch ein Watt pro FPS Verhältnis gebildet. Hierfür haben wir aus allen 20 getesteten Spielen den FPS-Durchschnitt und den Watt-Durchschnitt gebildet. Anschließend teilen wir die durchschnittliche Leistungsaufnahme durch die durchschnittlichen Bilder pro Sekunde. Die RTX 3080 kommt hierbei auf ein Watt-pro-FPS-Verhältnis von 3,49. Die RTX 2080 Ti liegt bei einem Wert von 3,81 und die RTX 2080 bei 4,08. Das ist eine Verbesserung von neun respektive von 17 Prozent bei der Effizienz.


Die bisher beste Founders Edition?

Den Kühlkörper der RTX 3080 hat Nvidia von Grund auf überarbeitet. Herausgekommen ist dabei das sogenannte Flow-Through-Design. Das Printed Circuit Board (PCB) fällt dabei um 50 Prozent kleiner aus als bei den Vorgängern und schafft damit Platz für einen Lüfter, der auf der Rückseite der Grafikkarte sitzt (Back-Side Fan) und die Abwärme direkt absaugen kann. Ein zweiter Lüfter führt die Abwärme direkt aus dem Gehäuse durch extra breite Lüftungsschlitze im Bracket ab. Die Kühllammellen sitzen dabei komplett frei und sorgen somit für eine größtmögliche Fläche, über welche die Hitze an die Luft abgegeben werden kann. Die beiden Lüftern arbeiten voneinander unabhängig einmal als Push- und einmal als Pull-Konfiguration. Für eine noch bessere Wärmeabführung sorgt die Hybrid Vapor Chamber durch eine schnellere Wärmeverteilung auf den Kühlblock.

Durch die Explosionszeichung der RTX 3080 lässt sich sehr gut erkennen, wie sich Nvidia die Abführung der Abwärme vorstellt.
Vergrößern Durch die Explosionszeichung der RTX 3080 lässt sich sehr gut erkennen, wie sich Nvidia die Abführung der Abwärme vorstellt.
© Nvidia

Die Founders Editions von Nvidia hatten oft den Ruf unter Last zu laut und zu warm zu werden. Der Kühler der RTX 3080 Founders Edition kann dagegen auf dem Benchtable auf ganzer Linie überzeugen. Selbst bei Vollauslastung der Grafikkarte mit FurMark über eine Stunde stieg die Temperatur der Grafikkarte nicht über 71 Grad Celsius an und pendelte sich sogar bei nur 68 Grad Celsius ein. In den Spieletests lag unsere maximal gemessene Temperatur ebenso zwischen 68 und 70 Grad Celsius. Die RTX 2080 Ti erwärmte sich dagegen im Vergleich auf bis zu 75 Grad Celsius. Die Lüfter der RTX 3080 drehten sich dabei mit maximal 1720 Umdrehungen pro Minute (rpm), wodurch die Grafikkarte angenehm leise geblieben ist. Als Vergleich, bei der RTX 2080 Ti lag die Lüfterdrehzahl noch bei 1990 rpm und bei der RTX 2080 bei 1830 rpm.


Thermische Tests im be quiet! Pure Base 500DX

Bereits bei der Vorstellung der RTX 3080 haben wir uns folgende Frage gestellt: Welche Auswirkungen hat der Flow-Through-Kühler auf andere Komponenten wie den Prozessor, den Arbeitsspeicher oder die Spannungswandler des Mainboards? Müssen diese Komponenten eventuell unter der Abwärme der Grafikkarte leiden? Um diese Frage zu beantworten, haben wir unsere Test-Hardware in ein be quiet! Pure Base 500DX mit vier 140mm Lüftern gesetzt.

Die Tests im be quiet! Pure Base 500DX offenbaren die Schwächen des neuen Kühl-Designs der RTX 3080 Founders Edition.
Vergrößern Die Tests im be quiet! Pure Base 500DX offenbaren die Schwächen des neuen Kühl-Designs der RTX 3080 Founders Edition.
© IDG

Im geschlossenen Case zeigt sich ein etwas anderes Bild als noch beim offenen Benchtable und offenbart wie aggressiv Nvidia das Lüfterprofil eingestellt hat. Als Test lassen wir über eine Stunde FurMark und Prime95 laufen, um sowohl GPU als auch CPU voll auszulasten. Die Temperatur der Grafikkarte steigt zunächst bis auf 73 Grad Celsius an, pendelt sich dann aber im weiteren Verlauf bei 70 Grad Celsius ein. Um diese Temperatur halten zu können, müssen die Lüfter aber ordentlich aufdrehen, wir messen bis zu 2745 rpm. Das führt dann dazu, dass die RTX 3080 auch deutlich hörbar ist, wir messen aus 50 Zentimeter seitlich zum Gehäuse 30,5 dB(A). Eine RTX 2080 Ti Founders Edition kommt im gleichen Test nur auf 26,5 dB(A). Wenn wir den PC unter den Tisch stellen, und die Lautstärke auf Ohrhöhe einer sitzenden Person messen, zeigt sich ein ähnliches Bild: 28,5 dB(A) bei der RTX 3080 gegenüber 25 dB(A) bei der RTX 2080 Ti. So sehr wir das Kühl-Design also auf dem offenen Benchtabel loben konnten, müssen wir beim Test im geschlossenen Gehäuse wieder Punkte abziehen. Wenn Nvidia das Temperaturlimit von 70 Grad Celsius auf 80 Grad Celsius anheben würde, wäre die Grafikkarte immer noch weit von kritischen Temperaturen entfernt, dürfte aber um einiges leiser agieren.

Grafikkarte

CPU-Temperatur

CPU-Takt

CPU-Leistungsaufnahme

Fan-RPM (CPU)

GPU-Temperatur

GPU-Takt

GPU-Leistungsaufnahme

Fan-RPM (GPU)

RAM-1-Temperatur

RAM-2-Temperatur

VRM-Temperatur

M.2-SSD-Temperatur

Lautstärke 50cm Entfernung

Lautstärke bei Testperson

RTX 2080 Ti

81°C

4699,5 MHZ

141,7 W

1175 RPM

80°C

1452,3 MHz

258,7 W

2255 rpm

46,5°C

47°C

60°C

60°C

26,5 db/A)

25 db(A)

RTX 3080

89°C

4699,5 MHz

141,5 W

1275 RPM

73°C

1532,4 MHz

319,3 W

2745 rpm

43,5°C

45°C

60°C

58°C

30,5 db(A)

28,5 db(A)

Bei der Temperaturentwicklung der restlichen Komponenten wie unserem Intel Core i9-9900K, dem G.Skill Trident Z Royal sowie unserer WD Black SN750 System-SSD zeigt sich ein interessantes Bild. Sowohl der Arbeitsspeicher als auch die M.2-SSD sind bei Verwendung der RTX 3080 um zwei bis drei Grad kühler. Hier dürfte der Airflow des Back-Side Fans für einen positiven Effekt sorgen. Negativ wirkt sich dann aber die Abwärme auf die CPU aus, auf der zur Kühlung ein be quiet! Dark Rock Pro 4 montiert ist. Beim Testdurchlauf mit einer RTX 2080 Ti messen wir beim Prozessor maximal 81 Grad Celsius und die Lüfter des CPU-Kühlers drehen sich mit maximal 1175 rpm. Bei der Verwendung der RTX 3080 steigt die Temperatur der CPU bis auf 89 Grad Celsius an und das obwohl die Lüfter des be quiet! Dark Rock Pro 4 100 rpm schneller drehen.


Über 2 GHz Chip-Takt durch Übertaktung möglich?

Die Tatsache, dass die RTX 3080 so kühl bleibt und Nvidia bereits der Founders Edition eine 18-Phasen-Spannungsversorgung spendiert, lässt darauf hoffen, dass sich die GPU sehr gut übertakten lässt. Leider haben uns hier jedoch die entsprechenden Tools einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Im Tool MSI Afterburner konnten wir die Kernspannung nämlich nicht regulieren, weshalb ein Up- und Downvolting nicht möglich war. Dennoch ließ sich mit unserem Test-Sample ein Plus von 100 MHz beim Chip-Takt und von 480 MHz beim Speichertakt erzielen. Hierfür haben wir die Leistungsaufnahme auf 115 Prozent erhöht, das entspricht umgerechnet 368 Watt. 

Battlefield V avg

Battlefield V P1

CoD Modern Warfare avg

CoD Modern Warfare P1

Control avg

Control P1

Death Stranding avg

Death Stranding P1

Deliver us the Moon avg

Deliver us the Moon P1

Metro Exodus avg

Metro Exodus P1

Minecraft avg

Minecraft P1

Shadow of the Tomb Raider avg

Shadow of the Tomb Raider P1

Wolfenstein Younblood avg

Wolfenstein Youngblood P1

RTX 3080

FPS

95,3

83,9

83,4

53,8

66,3

53,3

136,1

98,8

90,3

67,3

61,6

39,6

104,8

74,6

102,1

78,1

121,5

98,9

Leistungsaufnahme [Watt]

253,9

244,9

233,6

286,7

303,7

214,5

285,4

299,5

260,9

RTX 3080 OC

FPS

97,1

84,1

89,4

48,9

69,7

61,3

136,7

99,1

94,5

71,4

65,1

41,5

111,4

76

107,8

84,8

126,4

99,1

Leistungsaufnahme [Watt]

266,5

262,3

274,7

307,9

324,3

287,9

310,3

328

297,6

Durch die Übertaktung stieg die Spielleistung in UHD um gute vier Prozent an. Das ging allerdings auf die Kosten einer elf Prozent höheren Leistungsaufnahme. Interessant war auf jeden Fall das Verhalten der Lüfter zu beobachten. Obwohl wir im Tool MSI Afterburner die maximale Temperatur auf 82 Grad Celsius angehoben haben, konnten wir bei den Messungen maximal 73 Grad Celsius beobachten. Hier scheint Nvidia ein sehr aggressives Profil im Bios verankert zu haben. Um die Temperaturen von gut 70 Grad Celsius halten zu können, drehten die Lüfter allerdings auf bis zu 2460 rpm auf, wodurch die RTX 3080 dann doch gut hörbar geworden ist. Sobald die Übertaktungstools Zugriff auf die Temperatur- und Spannungssteuerung erhalten haben, dürfte hier aber noch einiges an Potential nach oben sein.

Bereits mit den eingeschränkten Übertaktungsmöglichkeiten konnten wir in Spielen im Schnitt 1980 bis 2010 MHz beim Chip-Takt erreichen. Custom-Modelle mit über 2 GHz sind also auf jeden Fall im Rahmen des Möglichen. Ohne Übertaktung lagen die Taktraten der RTX 3080 je nach Spiel zwischen 1840 und 1910 MHz und damit deutlich höher als der von Nvidia angegebene Boost-Takt. 


Preisliche Einordnung der RTX 3080

Für die RTX 3080 Founders Edition verlangt Nvidia hierzulande 699 Euro. Im Vergleich zur Vorgängergeneration ist das als durchaus günstig zu bezeichnen. Die RTX 2080 kostete zum Marktstart mit 849 Euro deutlich mehr und auch deren Nachfolger die RTX 2080 SUPER war zum Release mit 739 Euro etwas teurer. Mittlerweile ist die RTX 2080 SUPER für um die 600 Euro erhältlich. Die RTX 3080 liefert für die 100 Euro Aufpreis eine Mehrleistung von 49 Prozent im Schnitt und damit das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Den Vergleich zur RTX 2080 Ti kann die RTX 3080 noch deutlicher für sich entscheiden. Die Ampere-GPU ist durchschnittlich nicht nur 25 Prozent schneller, sondern kostet auch noch über 300 Euro weniger.


Neue Software-Funktionen

Neben der RTX 3080 hat Nvidia auch noch neue Software-Funktionen veröffentlicht, um Ihr Spielerlebnis zu verbessern, dazu zählt Nvidia Reflex. Ein wichtiger Faktor für ein flüssiges Spielerlebnis ist nicht nur die erreichte FPS-Zahl, sondern auch die System-Latenz. Dieser Wert gibt an, wie viel Zeit vom Mausklick oder einer Tastatureingabe vergeht, bis eine Aktion auf dem Monitor zu sehen ist. Wenn die CPU mehr Bilder bereitstellt als die Grafikkarte berechnen kann, entsteht im Normalfall eine sogenannte Render Queue. Bevor also die GPU das aktuelle Bild anzeigen kann, muss sie zuerst die aufgestauten Bilder abarbeiten, wodurch eine längere Latenz entsteht. 

Genau an diesem Punkt setzt Nvidia Reflex ein und optimiert die Kommunikation zwischen Prozessor und GPU. Die Grafikkarte erhält nur dann ein neues Bild von der CPU, wenn die Berechnung des vorhergehenden Bilds nahezu abgeschlossen ist. Bisher hatte Nvidia mit dem Ultra Low Latency Mode eine Funktion im Treiber, welche eine ähnliche Funktionsweise hatte. Nvidia Reflex wiederum ist fest in Spielen, wie zum Beispiel Fortnite oder Valorant integriert.

Mit Nvidia Reflex lässt sich die Systemlatenz deutlich verringern, wenn sich der PC im GPU-Limit befindet.
Vergrößern Mit Nvidia Reflex lässt sich die Systemlatenz deutlich verringern, wenn sich der PC im GPU-Limit befindet.

Wir haben uns die Umsetzung in Fortnite mal angesehen. Zur Aktivierung benötigen Sie den neuesten Treiber von Nvidia. In den erweiterten Grafikeinstellungen können Sie dann die Funktion Nvidia Reflex Low Latency aktivieren. Wir haben in der Auflösung 3840 x 2160 Bildpunkte bei 144 FPS getestet, die Grafikeinstellungen waren alle auf der höchsten Stufe. Als Hardware kamen eine RTX 3080, ein Intel Core i9-9900K und 16 GB Arbeitsspeicher mit 3600 MHz bei CL16 zum Einsatz.

In unserem konkreten Anwendungsfall sank die Systemlatenz durch die Aktivierung von Nvidia Reflex von 15,11 auf 10,98 Millisekunden – das entspricht einer Optimierung von 27 Prozent. Wie viel Auswirkungen Nvidia Reflex hat, hängt sehr stark von Ihrer Hardware und Ihren Spieleinstellungen ab. Je mehr die GPU ausgelastet ist und den Berechnungen des Prozessors nicht mehr hinterher kommt, desto mehr profitieren Sie auch von Nvidia Reflex.  

Nvidia Broadcast  richtet sich vor allem an Streamer, die sich kein professionelles Setup leisten können. Die Software kann dank der Tensor-Cores Störgeräusche entfernen oder den Hintergrund analysieren und verschwimmen lassen, sodass ein ähnlicher Effekt wie bei einem Green-Screen entsteht. Die Software ist laut Nvidia auf allen RTX GPUs lauffähig.

Omniverse Machinima  setzt die Tensor-Cores ein, um per Webcam Ihre Mimiken, Gesten und die Stimme aufzuzeichnen und per KI in einen lebensnahe Animation zu transferieren. Zu dem Charakter lassen sich dann einfach Partikel und Flüssigkeiten hinzufügen, welche sich physikalisch exakt verhalten sollen. Das dürfte besonders die Charakterentwicklung bei der Programmierung eines neuen PC-Spiels oder Films deutlich erleichtern.


Fazit und abschließende Worte

In unserem Test hat die RTX 3080 Founders Edition ein überaus positives Fazit hinterlassen. Der Leistungszuwachs ist - gerade im Vergleich zur RTX 2080 (SUPER) - mit 49 beziehungsweise 57 Prozent wirklich beachtlich. Selbst das ehemalige Top-Modell, die RTX 2080 Ti, kann die RTX 3080 mit 25 Prozent Vorsprung hinter sich lassen - vorausgesetzt, dass die CPU nicht limitiert. Die Leistungsaufnahme ist ein kleiner Wermutstropfen, da sie mit knapp 280 Watt im Durchschnitt beim Zocken in UHD wirklich hoch ausfällt. Allerdings schafft es die RTX 3080 die höhere Leistungsaufnahme auch in eine entsprechend höhere Rechenleistung umzumünzen, wodurch sich das Performance-pro-Watt-Verhältnis im Vergleich zum Vorgänger etwas verbessert hat.

Anfangs hat uns der neu designte Flow-Through-Kühler der RTX 3080 sehr positiv überrascht. Trotz einer TGP von 320 Watt pendelte sich die Temperatur der Grafikkarte bei Vollauslastung bei unter 70 Grad Celsius ein und zwar ohne, dass der Kühler unerträglich laut geworden ist. Beim Test im geschlossenen Gehäuse offenbarten sich dann allerdings die Nachteile des neuen Kühl-Designs und der aggressiv eingestellten Lüfterkurve. Da Nvidia als maximal Temperatur 70 Grad Celsius eingestellt hat, müssen die Lüfter bei Vollauslastung sehr stark aufdrehen, um die Temperatur noch halten zu können, was in einer entsprechenden Geräuschkulisse resultiert. Außerdem heizt sich auch der Prozessor auf Grund der Abwärme der RTX 3080 etwas stärker auf und die Lüfter des CPU-Kühlers müssen höher drehen.

Ein schönes Kabelmanagement gestaltet sich nicht gerade leicht mit dem seitlichen 12-Pin.
Vergrößern Ein schönes Kabelmanagement gestaltet sich nicht gerade leicht mit dem seitlichen 12-Pin.

Einen kleinen Kritikpunkt gibt es auch noch hinsichtlich des neuen 12-Pin-Stromsteckers. Der Schritt zu einem neuen Stromstecker, der deutlich weniger Platz benötigt ist absolut nachvollziehbar. Allerdings führt die Platzierung auf dem PCB dazu, dass die Kabel recht unschön seitlich aus der RTX 3080 herausstehen und sich nicht wirklich gut verstecken lassen. Davon abgesehen können die neue Ampere-GPUs mit ihrem schlichten, modernen und vor allem zweckmäßigem Design vollkommen überzeugen, das zwar kleine weiße Leuchtstreifen zu bieten hat, aber nicht vollkommen mit RGB-Beleuchtung überladen ist.

Alles in allem können wir eine Kaufempfehlung für die RTX 3080 Founders Edition aussprechen, wobei man die Lüfterkurve manuell anpassen sollte - sofern Nvidia das zulässt. Custom-Modelle dürften aber ein gutes Stück leiser ausfallen oder sich eventuell etwas höher takten lassen, sind dafür dann aber auch - zumindest nach den ersten Listungen der Händler - etwas teurer. Wir sind vor allem darauf gespannt, wie viel an Mehrleistung Nvidia mit der RTX 3090 noch drauf packen kann, die ab dem 24. September für 1499 Euro erhältlich sein soll. Noch einmal drei Wochen später folgt dann die RTX 3070 für 499 Euro nach, die sich als Preis-Leistungs-Hit entpuppen könnte. Und auch von AMD gibt es Neuigkeiten, denn der Konkurrent will am 28. Oktober sein neues RX 6000 Lineup vorstellen. Es wird auf jeden Fall ein spannender Herbst, in dem es einen neuen Performance-König und einen neuen Preis-Leistungs-Sieger zu küren gilt. Wir rechnen auf jeden Fall mit deutlich fallenden Preisen bei den Vorgängergenerationen RTX 2000 und RX 5000.


Unsere FPS-Werte auf einen Blick

Die Nvidia GeForce RTX 3080 musste unseren bisher ausführlichsten Test-Parcours mit 60 Spieletests in den drei Auflösungen Full-HD, QHD und UHD durchlaufen. Im folgenden können Sie unsere exakt ermittelten FPS-Werte finden:

UHD ohne Raytracing/DLSS

Assassin's Creed Odyssey avg

Assassin's Creed Odyssey P1

Borderlands 3 avg

Borderlands 3 P1

Civilization VI Gathering Storm avg

Civilization VI Gathering Storm P1

Doom Eternal avg

Doom Eternal P1

F1 2019 avg

F1 2019 P1

Far Cry 5 avg

Far Cry 5 P1

Forza Horizon 4 avg

Forza Horizon 4 P1

Metro Exodus avg

Metro Exodus P1

Red Dead Redemption 2 avg

Red Dead Redemption 2 P1

Shadow of the Tomb Raider avg

Shadow of the Tomb Raider P1

The Division 2 avg

The Division 2 P1

GeForce RTX 2070 SUPER

40,1

34,0

31,6

27,4

52,5

44,1

95,5

75,1

73,4

61,4

54,7

44,4

87,7

72,5

35,2

23,5

37,3

30,4

46,7

36,7

44,7

36,2

GeForce RTX 2080

42,9

34,3

33,0

27,7

55,9

46,9

102,6

80,2

80,3

61,8

59,3

44,2

93,8

78,4

38,8

23,9

40,6

6,9

51,2

38,3

47,5

38,9

GeForce RTX 2080 SUPER

43,8

35,9

36,4

31,7

57,4

49,3

111,4

87,3

83,9

68,3

62,7

44,6

98,4

82,5

40,5

27,1

42,8

35,1

54,0

42,8

51,6

42,7

GeForce RTX 2080 Ti

47,5

33,1

45,1

39,1

72,0

58,3

140,6

107,1

90,1

76,8

76,8

54,7

112,6

91,1

50,6

33,8

51,9

41,4

65,7

52,8

63,5

50,5

GeForce RTX 3080

58,9

41,7

63,7

44,7

80,3

63,6

192,5

144,9

125,8

86,4

97,9

68,6

140,4

104,7

68,8

40,3

66,7

57,1

85,0

65,6

77,2

65,9

Radeon RX 5700 XT

36,7

28,8

28,4

23,9

53,1

44,5

92,3

73,9

74,0

64,0

51,7

40,8

82,5

71,3

34,5

21,0

34,1

28,6

39,7

30,9

37,9

33,4

UHD mit Raytracing/DLSS

Battlefield V avg

Battlefield V P1

CoD Modern Warfare avg

CoD Modern Warfare P1

Control avg

Control P1

Death Stranding avg

Death Stranding P1

Deliver us the Moon avg

Deliver us the Moon P1

Metro Exodus avg

Metro Exodus P1

Minecraft avg

Minecraft P1

Shadow of the Tomb Raider avg

Shadow of the Tomb Raider P1

Wolfenstein Younblood avg

Wolfenstein Younblood P1

GeForce RTX 2070 SUPER

59,3

55,2

41,8

27,7

33,6

29,4

79,8

68,0

49,6

40,1

33,4

22,3

50,9

36,0

62,0

51,7

63,8

54,8

GeForce RTX 2080

62,2

56,1

46,9

31,7

34,9

30,3

83,1

70,3

52,0

41,9

36,8

23,9

52,9

37,6

67,5

52,8

66,2

56,6

GeForce RTX 2080 SUPER

65,8

54,3

50,2

34,2

38,0

32,2

89,1

75,1

57,1

46,0

38,8

25,7

56,5

40,1

71,0

53,7

71,9

63,3

GeForce RTX 2080 Ti

81,3

73,4

62,7

43,4

47,1

39,6

106,5

87,6

69,0

54,7

49,0

32,6

71,4

51,1

86,0

68,8

96,3

77,2

GeForce RTX 3080

95,3

83,9

83,4

53,8

66,3

53,3

136,1

98,8

90,3

70,3

61,6

39,6

104,8

74,6

102,1

78,1

121,5

98,9

QHD ohne Raytracing/DLSS

Assassin's Creed Odyssey avg

Assassin's Creed Odyssey P1

Borderlands 3 avg

Borderlands 3 P1

Civilization VI Gathering Storm avg

Civilization VI Gathering Storm P1

Doom Eternal avg

Doom Eternal P1

F1 2019 avg

F1 2019 P1

Far Cry 5 avg

Far Cry 5 P1

Forza Horizon 4 avg

Forza Horizon 4 P1

Metro Exodus avg

Metro Exodus P1

Red Dead Redemption 2 avg

Red Dead Redemption 2 P1

Shadow of the Tomb Raider avg

Shadow of the Tomb Raider P1

The Division 2 avg

The Division 2 P1

GeForce RTX 2070 SUPER

60,2

45,6

58,6

50,7

81,2

61,5

169,9

126,5

109,6

86,7

102,2

72,0

129,8

104,4

58,2

34,8

58,4

45,7

89,0

68,9

82,5

64,4

GeForce RTX 2080

62,1

46,4

61,4

54,1

86,0

62,9

186,8

144,2

114,2

88,1

111,9

78,7

137,2

107,9

62,7

35,1

63,2

47,8

95,6

71,3

86,2

68,0

GeForce RTX 2080 SUPER

65,1

48,8

67,0

56,2

88,4

70,3

212,1

161,5

117,0

96,1

114,6

80,4

142,8

114,8

64,0

39,0

66,4

51,3

100,7

78,1

93,8

74,7

GeForce RTX 2080 Ti

72,6

51,2

82,0

67,4

106,4

70,8

252,0

186,0

134,1

112,0

134,5

93,6

158,7

125,8

80,0

47,2

75,7

62,2

119,1

90,8

113,7

86,6

GeForce RTX 3080

89,4

53,5

109,3

73,6

122,3

82,3

340,8

218,9

156,0

105,1

152,8

116,5

169,4

125,9

104,0

52,6

98,2

86,2

146,3

95,8

138,2

92,0

Radeon RX 5700 XT

60,0

47,7

52,4

46,4

81,5

67,0

166,3

124,9

119,3

101,2

99,9

76,7

129,1

110,4

55,1

33,2

53,4

35,7

78,8

62,6

67,8

58,3

QHD mit Raytracing/DLSS  

Battlefield V avg

Battlefield V P1

CoD Modern Warfare avg

CoD Modern Warfare P1

Control avg

Control P1

Death Stranding avg

Death Stranding P1

Metro Exodus avg

Metro Exodus P1

Shadow of the Tomb Raider avg

Shadow of the Tomb Raider P1

Wolfenstein Youngblood avg

Wolfenstein Youngblood P1

GeForce RTX 2070 SUPER

86,9

78,6

74,4

50,2

60,6

50,1

127,2

101,8

49,5

30,8

98,1

77,3

119,0

93,6

GeForce RTX 2080

94,9

84,3

83,0

56,1

63,0

51,2

132,1

102,9

56,4

33,9

106,0

78,1

124,8

96,0

GeForce RTX 2080 SUPER

97,3

86,9

88,5

59,5

68,4

53,2

138,8

106,3

57,7

35,0

111,3

78,7

133,5

104,5

GeForce RTX 2080 Ti

109,2

93,6

109,6

73,0

82,4

65,1

162,6

120,9

71,7

42,6

130,3

96,9

148,4

123,6

GeForce RTX 3080

137,6

101,6

141,4

79,6

109,4

78,6

184,7

129,3

86,7

50,5

150,4

106,0

190,5

132,4

Full-HD ohne Raytracing/DLSS

Assassin's Creed Odyssey avg

Assassin's Creed Odyssey P1

Borderlands 3 avg

Borderlands 3 P1

Civilization VI Gathering Storm avg

Civilization VI Gathering Storm P1

Doom Eternal avg

Doom Eternal P1

F1 2019 avg

F1 2019 P1

Far Cry 5 avg

Far Cry 5 P1

Forza Horizon 4 avg

Forza Horizon 4 P1

Metro Exodus avg

Metro Exodus P1

Red Dead Redemption 2 avg

Red Dead Redemption 2 P1

Shadow of the Tomb Raider avg

Shadow of the Tomb Raider P1

The Division 2 avg

The Division 2 P1

GeForce RTX 2070 SUPER

68,2

50,0

83,1

52,3

104,0

68,0

241,5

176,6

142,8

115,7

136,9

91,3

160,2

118,6

71,4

40,3

73,3

55,8

128,2

73,9

119,7

87,4

GeForce RTX 2080

75,8

52,8

87,9

52,7

108,7

74,1

262,0

183,9

153,2

121,7

144,9

94,7

168,7

123,3

83,7

40,8

79,4

58,4

138,2

81,1

126,1

90,2

GeForce RTX 2080 SUPER

76,9

55,9

94,8

53,0

112,5

84,5

287,4

199,6

159,0

125,3

147,1

96,8

173,9

135,7

86,3

46,1

82,9

62,6

144,0

83,5

135,3

98,7

GeForce RTX 2080 Ti

86,2

57,4

113,1

59,1

135,8

97,2

322,9

222,9

159,0

126,3

154,4

105,4

183,5

139,5

99,5

53,1

91,1

67,5

155,7

84,8

158,2

100,1

GeForce RTX 3080

94,7

58,9

133,6

85,0

156,2

102,4

355,1

242,7

192,1

128,9

157,3

129,8

188,5

146,2

124,9

58,7

118,2

96,9

170,2

96,7

185,9

103,5

Full-HD mit Raytracing/DLSS

Battlefield V avg

Battlefield V P1

CoD Modern Warfare avg

CoD Modern Warfare P1

Control avg

Control P1

Death Stranding avg

Death Stranding P1

Metro Exodus avg

Metro Exodus P1

Shadow of the Tomb Raider avg

Shadow of the Tomb Raider P1

Wolfenstein Youngblood avg

Wolfenstein Youngblood P1

GeForce RTX 2070 SUPER

113,1

95,1

108,6

73,5

84,6

60,1

150,0

112,3

66,3

37,3

128,6

84,1

154,3

125,9

GeForce RTX 2080

117,7

95,6

120,4

81,9

86,7

60,3

153,4

115,7

70,2

39,8

137,5

84,9

161,2

126,8

GeForce RTX 2080 SUPER

121,3

95,9

126,1

84,6

90,1

61,0

161,3

124,9

72,9

42,7

142,5

85,7

172,4

128,6

GeForce RTX 2080 Ti

140,4

103,9

141,6

91,6

108,2

80,7

178,9

135,6

81,2

45,9

156,6

97,5

202,6

151,7

GeForce RTX 3080

166,3

108,2

182,8

91,4

128,2

86,7

215,7

149,7

99,8

53,3

166,1

97,3

229,0

163,9

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