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Nvidia GeForce RTX 2060 12 GB nirgends kaufbar - warum?

13.12.2021 | 15:23 Uhr | Sebastian Schenzinger

Die Nvidia GeForce RTX 2060 mit 12 GB Videospeicher mag in der Theorie erschienen sein, in der Praxis ist sie jedoch nirgends erhältlich. Im Vergleich zur normalen RTX 2060 verdoppelt sich nicht nur der VRAM, sondern erhöht sich auch die Anzahl der CUDA-Kerne leicht ebenso wie die TGP.

Viele Wochen lang geisterten  Gerüchte (zum Artikel)  über eine mögliche GeForce RTX 2060 mit 12 GB Videospeicher durch das Internet. Am 7. Dezember hat Nvidia diese offiziell veröffentlicht, zumindest in der Theorie, denn lieferbar ist die GPU nirgends und bisher gibt es weltweit auch nur einen einzigen Testbericht. Der VRAM fällt im Vergleich zur ersten Auflage der RTX 2060 doppelt so groß aus und es stehen zusätzlich ein paar mehr Recheneinheiten zur Verfügung. Dafür steigt jedoch die thermische Verlustleistung. 

Preis und Verfügbarkeit - warum ist die GPU nirgends erhältlich?

Die Nvidia GeForce RTX 2060 mit 12 GB Videospeicher ist am 7. Dezember laut Hersteller offiziell veröffentlicht worden, erhältlich ist sie jedoch trotzdem nicht. Im Preisvergleich ist die GPU noch nirgends gelistet und weltweit konnten wir bisher nur einen einzigen Testbericht von PCMarket (zum Artikel) finden. Ansonsten hat wohl kein einziges PC-Magazin noch irgendein Influencer ein Test-Sample erhalten - das spricht nicht unbedingt für die Verfügbarkeit.

PCGamesN hat sowohl beim englischen Onlineshop Scan als auch bei Nvidia selbst angefragt, wann denn mit erhältlichen Modellen zu rechnen ist. Der Verkäufer gab dabei an, dass "die RTX 2060 12 GB erst zum Verkauf auf der Webseite gelistet wird, wenn ein großer Vorrat vorhanden ist. Das soll verhindern, dass die Situation entsteht, dass wir [Scan] Vorbestellungen annehmen und dem Kunden nicht sagen können, wann er seine Ware erhält." Laut Nvidia wiederum soll eine bessere Verfügbarkeit der RTX 2060 12 GB erst gegen Ende Dezember respektive Anfang Januar gewährleistet sein.

Zum Preis : Die RTX 2060 ist mit einer UVP von 369 Euro an den Start gegangen, die RTX 2060 Super folgte für 419 Euro nach. Derzeit sind für eine RTX 2060 im Preisvergleich mindestens 539 Euro fällig, die RTX 2060 Super ist dagegen erst ab 779 Euro gelistet. Die RTX 3060 wiederum bepreiste Nvidia mit 329 Euro, derzeit sind für die GPU mindestens 689 Euro fällig. Gemäß dem einen verfügbaren Testbericht ist die RTX 2060 12 GB bei der Bilddarstellungen per Rasterisierung etwa zehn Prozent langsamer als die RTX 3060, bei aktiviertem Raytracing wächst der Rückstand auf circa 20 Prozent. Damit sollte die UVP bei etwa 300 Euro liegen. In der Praxis spricht Nvidia allerdings von einem Premium-Produkt und die Preise dürften erfahrungsgemäß wieder deutlich höher ausfallen.

Sobald die RTX 2060 12 GB tatsächlich erhältlich sein wird, dürfte sie bei den folgenden Händlern verfügbar sein:

Mehr Gemeinsamkeiten mit der RTX 2060 Super denn mit der RTX 2060

Gemäß den offiziellen Spezifikationen ist die RTX 2060 mit 12 GB Videospeicher ein Mix aus zwei bereits bekannten Produkten: der RTX 2060 und der RTX 2060 Super. Mit ihrem Namensvetter hat die Neuauflage das Speicher-Interface sowie die Speicherbandbreite gemeinsam, die Größe des Videospeichers hat sich jedoch von 6 GB GDDR6-VRAM mit 14 Gbps auf 12 GB verdoppelt. Damit merzt Nvidia den größten Kritikpunkt der RTX 2060 aus. 

RTX 2060 6 GB

RTX 2060 12 GB

RTX 2060 Super 8 GB

Cuda Kerne

1920

2176

2176

Boost-Takt

1680

1650

1650

Basistakt

1365

1470

1470

Speichergeschwindigkeit

14 Gbps

14 Gbps

14 Gbps

Speichergröße

6 GB GDDR6

12 GB GDR6

8 GB GDDR6

Speicher-Interface

192-bit

192-bit

256-bit

Speicherbandbreite

336 GB/s

336 GB/s

448 GB/s

TGP

160 W

185 W

175 W

Der Grafikchip wiederum ist identisch mit der RTX 2060 Super ebenso wie ein Basistakt von 1470 MHz und ein Boost-Takt von 1650 MHz. Das bedeutet konkret 2176 Cuda-Kerne, 34 RT-Cores und 272 Tensor-Einheiten, was einer Zunahme von 13 Prozent gegenüber der RTX 2060 entspricht. Obwohl das Speicher-Interface gegenüber der RTX 2060 Super kleiner ausfällt, hat Nvidia dennoch die TGP der neuen GPU von 175 W auf 185 W erhöht. Natürlich benötigt der größere Videospeicher etwas mehr Leistung, das sollte sich jedoch durch das kleinere Speicher-Interface relativieren. Deswegen gehen wir davon aus, dass Nvidia mit der erhöhten Leistungsaufnahme etwas höhere Taktraten ermöglichen will, um das Performance-Level der RTX 2060 Super zu erreichen.

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Dadurch bleibt den Käufern außerdem mehr Spielraum für eine manuelle Übertaktung, wobei wir davon ausgehen dürfen, dass die Boardpartner wie ASUS, Gigabyte und MSI sowieso wieder ab Werk übertaktete Modelle anbieten werden, bei denen die Leistungsaufnahme sogar noch höher ausfallen könnte. Summa summarum sollte die Performance in etwa auf einem Level mit der RTX 2060 Super liegen und damit grob zehn Prozent niedriger ausfallen als bei der RTX 3060 (zum Testbericht) . Damit sollten bei den allermeisten Spielen in Full-HD die höchsten Details drin sein, wobei jedoch mit Abstrichen bei der Raytracing-Performance zu rechnen ist.

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