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Nutzung des virtuellen Lernraums

Doch längst nicht alles ist im virtuellen Lernraum so, wie es sein könnte und einst vorhergesagt wurde. "Die traurige Tatsache ist, dass viele Lehrende den Anforderungen nicht gewachsen sind", sagt Bechmann. So kommt eine Studie zu dem Ergebnis, dass deutlich weniger als zehn Prozent der Lehrenden E-Learning in der Lehre einsetzen.

Frühere Prognosen gingen davon aus, dass im Jahr 2005 bereits die Hälfte der Studierenden an einer virtuellen Universität eingeschrieben ist. Das ist zwar nicht der Fall, "dennoch ist die Zukunft des Studiums multimedial", sagt Bechmann. Medienkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation beim Berufseinstieg - mit multimedialen Elementen erwerben die Studierenden diese ganz nebenbei.

Neuere Studien haben unterdessen ergeben, dass auch die Studierenden sich nur zögernd auf die Angebote der Hochschulen einlassen. So kommt die Untersuchung "E-Learning an deutschen Hochschulen - Trends 2004" des Institut für Medien- und Kompetenzforschung in Essen und des Multimediakontors Hamburg zu dem Schluss, dass Studierende eher die Präsenzveranstaltungen besuchen und die virtuellen Angebote dazu nutzen, Wissen zu vertiefen oder sich auf Prüfungen vorzubereiten.

Dabei allerdings gibt es grundsätzliche Unterschiede: "Es ist leichter an Fachhochschulen, Technischen Universitäten und kleineren Hochschulen", sagt Bechmann. Informatiker und Mathematiker nutzten die E-Learning-Angebote dabei deutlich häufiger als etwa Studierende der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften. Am wenigsten Nutzen findet der Computer und die virtuellen Lernwelten in den künstlerisch-gestaltenden Fächern und den Rechtswissenschaften.

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