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Nutzung

04.05.2007 | 09:00 Uhr |

Das folgende Szenario ist für immer mehr Nutzer bereits Alltag: Der PDA enthält die Musiksammlung und dient als allgegenwärtiger Personal Information Manager. Zuhause synchronisiert er sich zwar per Docking- Station (weil er da auch aufgeladen wird), aber unterwegs spricht er Bluetooth mit Ihrem Handy, um sich RSS-Nachrichten und E-Mails zu holen.

Im Auto funkt er seine Musikdateien via Bluetooth ans Radio, während sich das Handy der Freisprecheinrichtung verschrieben hat. Manche Anwender nutzen darüber hinaus schon eine Bluetooth-fähige Kamera: mit der können sie (via Handy) von unterwegs ein eben geschossenes Foto nach Hause schicken. Etwa im Laden stehend, um der lieben Gattin die edelholzverzierte Lautsprecherbox schmackhaft zu machen. Im Folgenden teilen wir die typische Bluetooth-Geräte nach Gruppen auf:

FREISPRECHEN: Das Haupteinsatzgebiet für Bluetooth ist nach wie vor die Telefonie. Das fängt bei kleinen Headsets wie dem ausgezeichneten Mobile Freedom von Logitech (etwa 30 Euro) an, lässt sich mit mobilen Freisprecheinrichtungen – wie dem Sony Ericsson HCB-100 für knapp 70 Euro – fortsetzen und endet bei Erstausrüstungen der Autohersteller. BMW beispielsweise bietet die „Handy Vorbereitung Business mit Bluetooth Schnittstelle“ in praktisch allen Modellen als Option an. Aber auch als Nachrüstoption für den Festeinbau gibt es eine breite Auswahl an Modellen. Hama hat den „Mirror III“ für etwa 120 Euro im Programm. Der Rückspiegel wird einfach auf den Original-Innenrückspiegel geschnallt und hat eine integrierte Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Bei einem Anruf erscheint die Nummer des Anrufers im Rückspiegel.

INTERNET UND DATENTRANSFER: Von Sony Ericsson gibt es beispielsweise das Oberklasse-Smartphone P990i. Aber sogar in den untersten Preislagen finden sich kaum noch Handys ohne Bluetooth. Vergleichbares gilt für PDAs – sei es die Serie Loox-N von Fujitsu-Siemens, Axim (Dell), n3xx (Acer) oder auch iPAQ (HP). Um diese Geräte optimal nutzen zu können, lassen sich Peripheriegeräte wie Headsets oder Tastaturen anbinden. Und das gilt so auch für PCs, wobei sich dann die Vernetzung der mobilen und stationären Geräte zwanglos ergeben kann. Hier gehört auch noch die Kombination von Digitalkamera und Bluetooth mit dazu, die derzeit nur in der Kodak V610 für etwa 200 Euro zu haben ist. Die aktuelle Software gestattet das Übertragen der Bilder via Bluetooth.

NAVIGATION: Bei quasi allen PDAs und Smartphones, die über keinen eingebauten GPS-Empfänger zur Satellitenordnung verfügen, lässt sich per Bluetooth eine GPS-Maus anbinden. Auch bei Geräten mit integriertem GPS-Empfänger kann manchmal nur eine externe GPS-Maus Empfangsprobleme lösen, weil sie zum Beispiel einen moderneren Chipsatz verwendet oder im Auto empfangsoptimiert platziert werden kann. Es gibt eine große Auswahl an GPS-Mäusen (achten Sie auf „SiRFStar III“-Chipsatz), aus der wir den sehr kleinen, sehr schicken GR 240 von Holux (rund 100 Euro) herausstellen möchten.

HID: Human Interface Devices – also Tastaturen und Mäuse – sind ebenfalls dankbare Nutzer von Bluetooth. Im Desktop-Bereich bietet etwa Microsoft das Set Wireless Optical Desktop Elite für rund 100 Euro an. Darüber hinaus sind Fernbedienungen für Unterhaltungselektronik als eigenes Profil existent – wir kennen allerdings außer der WiiRemote für Nintendos Spielkonsole Wii und dem Gamepad der kommenden PlayStation 3 kein Gerät, das diese Variante spielt.

SONY ERICSSON MBW-100 Die Uhr für den kräftig gewachsenen Herrn zeigt unauffällig den Status des Handys an
Vergrößern SONY ERICSSON MBW-100 Die Uhr für den kräftig gewachsenen Herrn zeigt unauffällig den Status des Handys an
© 2014

AUDIO: Seit Bluetooth 2.0 mit EDR spezifiziert ist, schießen Audio-Lösungen wie Pilze nach dem Regen aus dem Boden. In erster Näherung lassen sich die monauralen Headsets um den zweiten Kanal für den vollständigen Musikgenuss erweitern. Aktive Systeme können aber auch die MP3-Sammlung direkt vom Smartphone mit Speicherkarte wiedergeben. Eine schöne, allerdings mit etwa 450 Euro nicht ganz billige Lösung ist das Parrot Sound System. Einen Schritt weiter gehen CD-Receiver fürs Auto, die neben angestammten Aufgaben auch Freisprechen und Bluetooth-Audio-Streaming bieten. Pioneer hat dafür das DEH-P75BT im Programm, Sony das MEX-BT5000. Beide sind bei Ausstattung und Preis recht ähnlich, das Pioneer kostet knapp 400 Euro, das Sony ist etwa 20 Euro günstiger.

SONY MEX-BT5000 Der CD-Receiver bietet Audio-Streaming und Freisprechen über ein integriertes Mikrofon im kompakten DIN-Gehäuse
Vergrößern SONY MEX-BT5000 Der CD-Receiver bietet Audio-Streaming und Freisprechen über ein integriertes Mikrofon im kompakten DIN-Gehäuse
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INFORMATION: MIt Bluetooth lassen sich noch ein paar andere Dinge anstellen. Sony Ericsson etwa zeigt auf der Armbanduhr MBW-100 (etwa 250 Euro) den Status des Mobiltelefons an. Studenten der TU Dresden können sich den Speiseplan der Mensa aufs Handy laden. Solche Anwendungen könnten in Zukunft noch deutlich zunehmen.

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