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Notre-Dame: Live-Webcams zeigen die Zerstörung

16.04.2019 | 09:05 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Ein Feuer hat große Teile der Kathedrale Notre-Dame zerstört. Das zeigen auch Bilder der Live-Webcams.

Frankreich ist geschockt: Ein großes Feuer hat am Montagabend die Kathedrale von Notre-Dame in Paris getroffen. Nur mit einem Großaufgebot an Feuerwehrmännern konnte eine schlimmere Katastrophe verhindert werden. Die zwischen den Jahren 1163 und 1345 erbaute Kathedrale, die der Gottesmutter Maria (daher "Notre-Dame") gewidmet ist, erlitt allerdings große Schäden. So brach etwa der knapp 90 Meter hohe Vierungsturm zusammen. Die Fassade und die beiden Haupttürme konnten aber gerettet werden.

Ursache für die Katastrophe ist ein Feuer, welches vermutlich am Montagabend kurz vor 19 Uhr (Pariser Zeit) bei Restaurationsarbeiten an einem nahe gelegenen Gebäude ausbrach und schnell auf Notre-Dame übergriff. Der französische Präsident Emmanuel Macron kündigte noch in der Nacht per Tweet an, dass die Kathedrale so schnell wie möglich vollständig wiederhergestellt werden soll. "Wir werden diese Kathedrale Notre-Dame wieder aufbauen. Alle zusammen. Sie ist Teil unseres französischen Schicksals. Ich verpflichte mich dazu." Aus aller Welt erreichte Paris eine große Anteilnahme für die Zerstörung des historischen Bauwerks.

Welche Ausmaßen das verheerende Feuer auf die Kathedrale Notre-Dame hatte, zeigen aktuelle Live-Webcam-Bilder, wie beispielsweise hier auf viewsurf.com. Auch am Dienstagmorgen ist auf den Live-Bildern Rauch zu sehen und die Feuerwehr bei den Löscharbeiten zu beobachten. Live-Bilder von Notre-Dame sind auch hier auf Youtube zu sehen:

Die Pariser Feuerwehr teilte am Dienstagmorgen mit, dass die Brände vollständig gelöscht wurden. In vielen Bereichen herrsche aber derzeit eine akute Einsturzgefahr.

Die römisch-katholische Kathedrale Notre-Dame zählt zu den wichtigsten Wahrzeichen der französischen Hauptstadt und der Franzosen. Sie gilt damit quasi als "Heiligtum" für die gesamte Nation. In den letzten Jahrzehnten hatte sich der Zustand des Bauwerks verschlechtert und daher hatten erst im April 2019 die umfangreichen Restaurationsarbeiten begonnen, die für mehrere Jahre geplant gewesen waren. In einer ersten Schnellmaßnahme hat Frankreich für den Wiederaufbau etwa 360 Millionen Euro bereitgestellt. Der Wiederaufbau dürfte aber noch viel, viel teurer werden. Große französische Unternehmen haben bereits angekündigt, sich mit Millionensummen im dreistelligen Bereich beteiligen zu wollen. Außerdem wird erwartet, dass der Wiederaufbau viele Jahre und gar Jahrzehnte dauern könnte.

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