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Nothing Phone (1): Alles, was Sie wissen müssen

25.05.2022 | 09:15 Uhr | Birgit Götz,

Nothing hat im März bestätigt, dass das Nothing Phone (1) im Sommer 2022 auf den Markt kommen soll. Alles, was wir dazu bereits wissen, lesen Sie in diesem Beitrag.

Nothing, gegründet vom ehemaligen One-Plus-Mitbegründer Carl Pei, ging Ende 2020 an den Start und stellte als erstes Produkt seine Kopfhörer Nothing Ear (1) vor. Im März nun bestätigte das Unternehmen, dass im Sommer 2022 ein zweites Produkt auf den Markt kommen werde: das Nothing Phone (1).
 
Details zu Software, Funktionen und Hardware gibt es bereits. Lesen Sie, was wir darüber wissen.
 
Wann wird das Nothing Phone (1) vorgestellt?
 
Das Unternehmen bestätigte auf seiner Veranstaltung am 23. März, dass es an einem Smartphone arbeitet und dieses im Sommer 2022 vorgestellt werde:

Auf der Veranstaltung wurde auch Nothing OS vorgestellt – die Android-basierte Benutzeroberfläche des Nothing Phone (1), die auf ausgewählten Smartphone-Modellen in Form eines Launchers verfügbar sein wird.
 
Wie viel kostet das Nothing Phone (1)?
 
Die kabellosen Kopfhörer Nothing Ear (1) wurden zu einem Preis von 100 Euro vorgestellt und bieten zu diesem Preis auch Premium-Funktionen wie ANC (aktive Geräuschunterdrückung).

Wenn Nothing beim Phone (1) ähnlich vorgeht, ist vermutlich ein Preis von 250 bis 300 Euro zu erwarten. Gerüchte weisen allerdings eher einen Weg in den High-end-Bereich.
 
Sollte das Smartphone beispielsweise mit dem neuesten Snapdragon 8 Gen 1-Chipsatz von Qualcomm ausgestattet sein, würde es sich preislich im Bereich von 750 Euro bewegen. Damit würde es sich mit Realmes GT 2 Pro und Googles Pixel 6 messen, während es die Angebote etablierter Marktteilnehmer unterbieten würde: wie das Oppo Find X5 Pro, das Samsung Galaxy S22 und das iPhone 13.
 
Welche Funktionen wird das Nothing Phone (1) bieten?
 
Die Wahrscheinlichkeit, dass das Nothing Phone (1) mit einem Snapdragon 8 Gen 1 laufen wird, ist sehr groß - Nothing hat Ende 2021 die Partnerschaft mit Qualcomm angekündigt. Qualcomm soll künftig die Nothing-Produkte mit seiner Snapdragon-Hardware ausstatten, so ein Bericht von Forbes vom Oktober 2021.
Wie das Snapdragon-betriebene Nothing-Smartphone aussehen wird, ist noch ungewiss. Bisher gab es lediglich ein stilisiertes Teaser-Bild, das auf die mögliche Platzierung der Hardware auf dem Phone (1) hinweist.

Nothing Phone (1): So könnte die Hardware platziert werden... das Kameramodul beispielsweise links oben
Vergrößern Nothing Phone (1): So könnte die Hardware platziert werden... das Kameramodul beispielsweise links oben
© Nothing

 
Was aussieht wie ein pillenförmiges Kameramodul (das an das des iPhone X oder an das Multisensor-Setup des Honor 50 erinnert), ist oben links platziert. Ein großes Element in der Mitte ähnelt einer drahtlosen Ladespule. Die vertikale Linie verweist vermutlich auf die Stromzufuhr. Oben rechts ist ein unbekanntes Element zu sehen, dargestellt durch eine diagonale Linie.
 
Tippgeber @evleaks hat im Vorfeld der offiziellen Ankündigung des Smartphones ein Bild geteilt , auf dem der CEO von Nothing, Carl Pei, dem CEO von Qualcomm, Cristiano Amon, ein mysteriöses Gerät zeigt; aufgenommen am Unternehmens-Stand auf dem MWC 2022 .

Selbst wenn man das Bild ausschneidet und vergrößert, ist es schwierig zu erkennen, wie das Gerät in Peis Händen tatsächlich aussieht.
 
Auf der Veranstaltung am 23. März wurden auch einige der anderen wichtigen Hardware- und Fertigungspartner von Nothing vorgestellt: Samsung, Sony und Visionox. Dies deutet darauf hin, wer für die Lieferung des Displays, der Kamerasensoren und darüber hinaus für das Nothing Phone (1) verantwortlich sein könnte.

Nothing Phone (1): Wahrscheinliche wichtige Zulieferer
Vergrößern Nothing Phone (1): Wahrscheinliche wichtige Zulieferer
© Nothing

Nach einem Hinweis vom 1. April auf ein "Another (1)" (Scherz) postete Nothing am 2. April einen Tweet mit Bild , eine Nahaufnahme von weißem Kunststoff in teilweise erkennbaren Formen.
 
Auf der rechten Seite des Rahmens ist etwas zu sehen, dass einer kabellosen Ladespule ähnelt, und oben links etwas, das wie ein flexibles Kabel aussieht, während unten links der Kopf einer Torx-Schraube gut zu erkennen ist.

Bei diesem Bild könnte es sich nur um ein zusammengebasteltes Rendering von Komponenten handeln, die normalerweise mit dem Bau von Smartphones in Verbindung gebracht werden. Aber vielleicht handelt es sich bei dem Bild doch um das erste offizielle Foto des Phone (1) handelt, oder es ist zumindest ein Entwicklungsmodell des Geräts. Man weiß es nicht.
 
Da Teenage Engineering bisher die industrielle Designsprache der Marke definiert hat und der ehemalige Designchef von Dyson in den letzten Monaten zu Nothing gestoßen ist, scheinen Schlichtheit und Minimalismus im Hinblick auf das Aussehen des Phone (1) eine gute Kombination zu sein.
 
Ein Konzept, das offensichtlich bei vielen Fans Anklang gefunden hat. Seit dem Start des Unternehmens haben verschiedene Konzeptentwickler ihre Interpretationen darüber geteilt, wie das erste Smartphone von Nothing aussehen könnte.

Die beliebtesten Konzepte erhielten so viel Zuspruch, dass sie von Pei und anderen Mitgliedern des Teams gewürdigt wurden. Tom Howard, der Designchef von Nothing, reagierte in einem Video, das am 11. März auf dem Youtube-Kanal des Unternehmens veröffentlicht wurde, auf die Konzepte von Over The Edge Agency , Povilas Grigas und Osho Jain .
 
Während vor allem Jains Entwurf seit seiner Veröffentlichung Ende 2021 viel Zuspruch von Nothing-Fans erhalten hat, war es das Konzept von Grigas, einem litauischen Designstudenten, das den Designchef von Nothing zu begeistern schien. „Es ist fantastisch, einige Ideen zu sehen, die interne Komponenten an die Oberfläche bringen können“, sagte Howard in dem Video.

Nothing Phone (1): Design von Povilas Grigas
Vergrößern Nothing Phone (1): Design von Povilas Grigas
© Povilas Grigas
Nothing Phone (1): Design von Povilas Grigas
Vergrößern Nothing Phone (1): Design von Povilas Grigas
© Povilas Grigas

Grigas, der derzeit an der Aalto-Universität im finnischen Espoo studiert, erklärte gegenüber Techadvisor seine Entscheidung, das Nothing-Phone-Konzept zu entwerfen (das offenbar von alten Herzschrittmachern, Eiswürfeln und Schmuckstücken inspiriert wurde), aus der Wertschätzung für die Vision des Unternehmens. „Ich habe mich durch Nothing für Konzepte interessiert. Dieses Projekt war wahrscheinlich das reizvollste in meinem Leben.“

Nothing Phone (1): Design von Povilas Grigas
Vergrößern Nothing Phone (1): Design von Povilas Grigas
© Povilas Grigas

Howards Kommentare während seines Reaktionsvideos deuten auf Elemente hin, auf die sich das Designteam des Unternehmens bei seinem Debüt-Smartphone konzentrieren könnte. Die Details sind jedoch noch zu unklar.
 
Nothing OS

Bei der Präsentation am 23. März bestätigte Pei nicht nur die bevorstehende Veröffentlichung des Nothing Phone (1) im Sommer, sondern stellte auch Nothing OS vor: die Android-basierte Benutzeroberfläche, die auf dem ersten Smartphone des Unternehmens eingesetzt wird.

Nach Peis Worten fängt Nothing OS „die besten Eigenschaften von reinem Android ein und reduziert das Betriebssystem auf das Wesentliche, wobei jedes Byte einen Zweck erfüllt“.
Es ist ein vertrauter Ansatz, der ähnlichen Prinzipien folgt wie das Oxygen-OS-Benutzererlebnis, das auf den Handys von Peis ehemaligem Unternehmen One Plus zu finden ist.
 

Nothing Phone (1): das Nothing OS - als Launcher für einige andere Smartphone-Modelle verfügbar
Vergrößern Nothing Phone (1): das Nothing OS - als Launcher für einige andere Smartphone-Modelle verfügbar
© Nothing

Nothing OS hat eine ausgeprägte Ästhetik, die den Retro-Futurismus, der bereits bei anderen Produkten der Marke zu sehen ist, fortführt.
 
Die zweckmäßige Ikonografie und die für das Unternehmen charakteristische Punktmatrix-Schrift sind reichlich vorhanden. Ein einheitliches Erlebnis zeigt sich in Elementen wie der Uhr, die auf dem Always-on-Display, dem Sperrbildschirm und dem Startbildschirm fortbesteht.
Das Sounddesign des Betriebssystems ist offenbar von „Morsecode, Oszillatoren und Digitaluhren“ beeinflusst, während die Benutzererfahrung vergleichsweise wenig UI-Animationen aufweisen wird, um eine saubere und einfache Navigation zu bieten.
 
Pei versprach auch 40 Prozent weniger vorinstallierte Apps und konzentrierte sich auf die Google-eigenen Erfahrungen als erste Anlaufstelle für die meisten Dienste sowie eine enge Integration, nicht nur mit Nothing-Produkten, sondern auch mit Geräten und Diensten anderer Unternehmen; Apples Airpods und Teslas Autos wurden im März-Stream namentlich erwähnt.
Um die Softwareseite abzurunden, versprach Pei drei Jahre lang Updates für das Android-Betriebssystem und vier Jahre lang Sicherheitsupdates, was in Verbindung mit einer Markteinführung im Sommer darauf schließen lässt, dass das Phone (1) mit Android 12 erscheinen wird.
 
Diese ersten Informationen haben unsere englischen Kollegen von techadvisor.com zusammengetragen.

Kopfhörer im Test: Nothing Ear (1)

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