2425950

NordVPN im Kurztest - VPN-Anbieter mit 5.200 Servern

22.05.2019 | 09:45 Uhr | Frank Ziemann

NordVPN hat seinen Firmensitz in Panama und bietet mehr als 5200 VPN-Server in 60 Ländern weltweit. Wir haben NordVPN für Sie angetestet.

Mit NordVPN haben Sie zweifellos die größte Auswahl weltweiter VPN-Server in unserer VPN-Marktübersicht . Derzeit stehen mehr als 5200 Server in 60 Ländern zur Wahl. Sie können NordVPN auf Rechnern mit Windows, macOS oder Linux sowie auf Mobilgeräten mit Android oder iOS nutzen. Auch Browser-Erweiterungen für Chrome und Firefox sind erhältlich. In unserem Test hat NordVPN einen durchwachsenen Eindruck hinterlassen.

3 Jahre NordVPN für 2,63 Euro/Monat

Die NordVPN-Software für Windows ist nur in englischer Sprache erhältlich, die Android-App gibt es bereits auf Deutsch. Die Texte auf der Website wechseln schnell ins Englische, sobald es vom Marketing zu den technischen Details geht. Wie praktisch alle Mitbewerber wirbt auch NordVPN mit einer No-Logs Policy, speichert also keine Informationen über die Internet-Aktivitäten seiner Nutzer. Das Unternehmen mit offiziellem Sitz in Panama gibt ferner an, noch nie behördliche Anordnungen zur Datenherausgabe erhalten zu haben. Exodus Privacy findet jedoch in der aktuellen Android-App vier Tracker : AppsFlyer sowie dreimal Google.

Eine Frage des Standorts
Neben der direkten Auswahl nach gewünschtem Land können Sie bei NordVPN auch spezielle Server-Kategorien („specialty servers“) vorwählen. So bietet NordVPN in fast allen Ländern (knapp 50) auch für P2P-Filesharing optimierte Server an. Besondere Streaming-Server gibt es hingegen nicht. Für besonders sicherheitsbewusste (oder paranoide) Nutzer gibt es mit „Double VPN“ auch die Möglichkeit, zwei VPN-Server hintereinander zu schalten.

NordVPN bietet viele Server zur Auswahl
Vergrößern NordVPN bietet viele Server zur Auswahl

Ein besonderes Angebot steckt in „Onion over VPN“. Hierbei leitet der VPN-Server den Datenverkehr zusätzlich durch das Tor-Netzwerk. So können Sie Onion-Server auch ohne Tor Browser erreichen. Bei Firefox müssen Sie dafür allerdings die Konfiguration anpassen. Ausdrücklich für Dissidenten und Journalisten in Ländern mit strenger Internetzensur bietet NordVPN auch noch verschleierte („obfuscated“) Server an, die solche Restriktionen umgehen sollen.

Hier geht es zu allen Abos von NordVPN

Konfiguration
NordVPN stellt mehr Einstellungen zur Verfügung als manch anderer VPN-Dienst. Sie können wie üblich festlegen, ob die VPN-Software beim Windows-Start automatisch geladen und ob stets automatisch eine VPN-Verbindung aufgebaut werden soll. Auch der obligatorische „Internet Kill Switch“ ist an Bord, um die Internet-Verbindung zu blockieren, wenn kein VPN aktiv ist. Darüber hinaus bietet NordVPN noch einen so genannten „App Kill Switch“. Hier können Sie Programme auswählen, die beendet (abgeschossen) werden sollen, falls die VPN-Verbindung unerwartet unterbrochen werden sollte. Zudem können Sie Ihren Rechner im lokalen Netzwerk (LAN) unsichtbar machen.

NordVPN bietet Optionen für Fortgeschrittene
Vergrößern NordVPN bietet Optionen für Fortgeschrittene

Eine neue Funktion ist „CyberSec“, das die Software bereits bei der Installation offensiv anpreist. Es soll mittels einer Sperrliste Werbung, Malware, Phishing-Seiten und andere Plagegeister fernhalten. Bevor Sie auf die erweiterten Einstellungen zugreifen können, müssen Sie an einer Warnmeldung vorbei. Wenn Sie hier etwas ändern, sollten Sie wissen, was Sie tun. Sie haben hier die Möglichkeit bei Bedarf TCP statt UDP zu verwenden. Die Verbindung ist dann meist langsamer, oft jedoch stabiler, wenn UDP Probleme bereitet. Ferner können Sie hier DNS-Server Ihrer Wahl eintragen, die benutzt werden sollen. Auch die Aktivierung der oben erwähnten verschleierten Server ist hier versteckt.

Die Android-App drängt Ihnen gleichfalls zunächst die CyberSec-Funktion auf, aber zumindest auf Deutsch. Die Ländernamen sind jedoch englisch. Immerhin hat der Hersteller die kürzliche Namensänderung des heutigen Nordmazedonien bereits berücksichtigt. Die optionale VPN-Verbindungsautomatik kann bei Mobilfunknutzung und/oder WLAN-Verbindungen aktiviert werden. Beim WLAN können Sie Ausnahmen festlegen, etwa Ihr heimisches Netz. Auch in der Mobil-App können Sie sich bei Bedarf für TCP statt UDP entscheiden und die verschleierten Server stehen ebenfalls zur Verfügung.

NordVPN Android-App: Tracker stumm schalten
Vergrößern NordVPN Android-App: Tracker stumm schalten

In den Einstellungen finden Sie Möglichkeit, der Weitergabe anonymisierter Nutzungsdaten zu widersprechen, also die Tracker stillzulegen. Das Aktivitätsprotokoll dient der Problemanalyse und wird nur lokal gespeichert. Es enthält keine Informationen über Ihre Internet-Aktivitäten, sondern nur über die Interaktion mit der App. Wenn Sie den Support bemühen, weil die App klemmt, kann der Sie auffordern, das Aktivitätsprotokoll einzusenden. Datenschutzerklärung und AGB sind direkt in der App aufrufbar, nicht nur auf der Website.

Probefahrt
Der Aufbau der VPN-Verbindungen geht bei der Vorauswahl „fastest“ (schnellster Server) meist recht zügig. Ist der von Ihnen gewählte Server zu mehr als 10 Prozent ausgelastet, kann es schon mal etwas länger dauern. Es ist im Testverlauf über mehrere Tage nicht gelungen, in der ORF-TVthek Videos anzuschauen, die nur aus Österreich abrufbar sind. Der Zugriff wurde stets verweigert.

➤ Die besten VPN-Dienste 2019 im Vergleich

Auch mit dem BBC iPlayer hat nicht viel geklappt. NordVPN gibt zwar an, alle UK-Server seien dafür geeignet, doch selbst mit den speziell für iPlayer-Download empfohlenen (eine Liste mit mehreren Dutzend) Servern war der Stream ruckelig und die Videoqualität mäßig. Zuweilen brach der Stream laut Fehlermeldung mangels Bandbreite ab – meist startete er jedoch gar nicht erst. Im Gegensatz zum ORF scheinen hier überlastete VPN-Server das Problem zu sein.

Bei Downloads über Share-Hoster schlägt sich NordVPN weit besser, auch im Vergleich zum Mitbewerb. Die Server mancher Share-Hoster reagieren oft empfindlich auf VPN-Nutzer – mit NordVPN sind die Chancen ganz gut, dass es klappt. Die VPN-bedingten Geschwindigkeitseinbußen liegen meist im einstelligen Prozentbereich.

Preise
NordVPN unterstützt Windows, macOS, Linux, Android sowie iOS. Im Angebot sind Pakete mit unbegrenztem Datenvolumen für einen Monat (10,50 Euro), ein Jahr (73,74 Euro), zwei Jahre (84,17 Euro) und drei Jahre (94,54 Euro). Sie können damit bis zu sechs Geräte gleichzeitig verbinden. NordVPN bietet eine Geld-zurück-Garantie für die ersten 30 Tage.

NordVPN hier bestellen ab 2,63 Euro/Monat

Lesen Sie auch: Die günstigsten VPN-Anbieter im Vergleich

0 Kommentare zu diesem Artikel
2425950