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Nintendo-Hacker zahlt weitere 10 Mio. Dollar Strafe

08.12.2021 | 15:25 Uhr | Denise Bergert

Um die Klage von Nintendo gegen ihn beizulegen, muss der kanadische Hacker Gary Bowser weitere 10 Millionen US-Dollar zahlen.

Der kanadische Hacker Gary Bowser muss im Rechtsstreit mit Nintendo of America eine weitere empfindliche Strafe in Höhe von 10 Millionen US-Dollar zahlen. Auf diese Summe einigten sich die beiden Parteien in dieser Woche in einem zivilrechtlichen Prozess in den USA. Unabhängig davon bekannte sich Bowser in einer Bundesklage bereits im Oktober schuldig . Dafür wurde er zu einer Zahlung von 4,5 Millionen US-Dollar verurteilt. Ihm drohen außerdem bis zu zehn Jahre Haft.

Bowser entwickelte und verkaufte Mod-Chips

Der 51-jährige Hacker hatte ein Geschäft aus dem Verkauf von Konsolen-Mods gemacht. Mit diesen konnten Raubkopien auf Nintendo-Konsolen abgespielt werden. Seit 2013 arbeitete Bowser mit Team Xecuter für die Vermarktung und den Vertrieb der Mods zusammen. Der Hacker gab im Rahmen der Bundesklage zu, „eine Vielzahl von Umgehungsvorrichtungen entwickelt, hergestellt, vermarktet und verkauft“ zu haben, „die es den Kunden des Unternehmens ermöglichten, raubkopierte Versionen urheberrechtlich geschützter Videospiele, gemeinhin als 'ROMs' bezeichnet, zu spielen.“

Nintendo hatte Bowser bereits seit einigen Jahren im Visier. Im vergangenen Jahr hatte die US-Regierung schließlich Anklage gegen Bowser und weitere Mitglieder seiner Hacker-Gruppe erhoben. Bowser wurde in der Dominikanischen Republik verhaftet und in die USA abgeschoben.

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