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Neuronales Netzwerk erkennt Photoshop-Manipulationen

17.06.2019 | 15:05 Uhr | Denise Bergert

Ein neuronales Netzwerk erkennt, wenn Gesichter in Photoshop mit gesichtsbezogenem Verflüssigen manipuliert wurden.

Der Photoshop-Entwickler Adobe und Wissenschaftler der kalifornischen Universität Berkeley haben ein neuronales Netzwerk so trainiert , dass es erkennt, wenn in Photoshop Bildmanipulationen an Gesichtern vorgenommen wurden. Aktuell funktioniert das jedoch nur, wenn diese Manipulationen mit Photoshop-Filter „gesichtsbasiertes Verflüssigen“ durchgeführt wurde. Das mit Photoshop CC Version 2015.5 eingeführte Feature erkennt Gesichter automatisch und erlaubt realistische Korrekturen bei Portrait-Fotos. Mit dem Tool können Photoshop-Nutzer etwa füllige Wangen schlanker machen oder ein markantes Kinn weicher zeichnen. Geht der Nutzer dabei entsprechend subtil vor, sind die Manipulationen vom Betrachter im Anschluss nicht mehr auszumachen.

Genau diese Änderungen erkennt jedoch das neuronale Netzwerk der Berkeley-Forscher. Das System sieht, an welchen Stellen der Verflüssigen-Filter angewendet und was genau im Bild manipuliert wurde. Passend dazu schlägt die Software Änderungen vor, mit denen sich der ursprüngliche Zustand das Bilder wieder herstellen lässt. Da das neuronale Netzwerk aktuell nur die Fälschungen erkennt, die mit dem einen speziellen Photoshop-Filter gemacht wurden, taugt das System noch nicht zur allgemeinen Erkennung von Bildmanipulationen. Laut Adobe und den Forschern sei damit jedoch der erste Schritt in diese Richtung getan.

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