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Neuer VW Golf: Digitales Cockpit, Touch-Inseln & "Hallo Volkswagen"

15.11.2019 | 15:33 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

VW hat Details zur digitalen Ausstattung des neuen VW Golf VIII verraten. Es gibt zwei unterschiedliche digitale Cockpits, ein optionales Head-up-Display, zwei Touch-Inseln, eSIM, „Hallo Volkswagen“-Sprachsteuerung und We Connect (Plus). Update: Die Preise nennt VW erst Anfang September.

Der neue Golf VIII besitzt serienmäßig ein „Digitales Cockpit“. Es umfasst das Kombiinstrument (Tachometer, Drehzahlmesser, Tankanzeige etc.), das Infotainmentsystem und ein Multifunktionslenkrad. Auf dieser Funktionsebene sind VW zufolge praktisch alle Anzeige- und Bedienelemente digital. Touch-Slider ermöglichen dem Benutzer den hoffentlich intuitiven Direktzugriff auf die Temperatur- und Lautstärkeregelung.

Eine „Touch-Insel“ (O-Ton Volkswagen) unter dem Infotainmentsystem gewährt zusätzlich Schnellzugriff auf weitere Klimafunktionen, die Assistenzsysteme sowie je nach Ausstattung auf die Fahrmodi und Parkhilfen. In einer zweiten Touch-Insel hat Volkswagen auch die Licht- und Sicht-Funktionen neu positioniert und zusammengefasst: Das Licht sowie die Heizung der Front- und Heckscheibe werden nun über ein höher angeordnetes, digitales Tastenfeld links von den Instrumenten bedient.

Wer mehr bezahlt, bekommt das optionale „Innovision Cockpit“ im VW Golf VIII. Sein Hauptvorteil gegenüber dem standardmäßigen digitalen Cockpit ist der größere Touchscreen, denn das „Innovision Cockpit“ hat das zehn Zoll große Top-Navigationssystem „Discover Pro“, dessen kleinere 9,2-Zoll- beziehungsweise 8-Zoll-Ausgabe wir bereits im bisherigen VW Golf und im VW Passat getestet haben. Das 15 Zoll große Discover Premium aus dem VW Touareg bietet VW dagegen nicht für den Golf an.

Gegen einen weiteren Aufpreis gibt es das Head-up-Display (HUD), von VW als Windshield-Head-up-Display bezeichnet. Das HUD projiziert Informationen wie Geschwindigkeit oder Navigationshinweise in das Sichtfeld des Fahrers auf die Windschutzscheibe. Es handelt sich beim "Windshield-Head-up-Display" also um ein ganz normales HUD.

Auf der Mittelkonsole verbaut VW jetzt einen kleineren Shift-by-Wire-Schaltknauf für das Direktschaltgetriebe (DSG). In der neuen Dachkonsole gibt es jetzt ebenfalls ein digitales Bedienkonzept. Sie streichen beim optionalen Panorama-Schiebedach mit einem Finger über einen Slider nach hinten oder vorne, um das transparente Dach zu öffnen und zu schließen.

Bei der Sprachsteuerung geht VW den gleichen Weg, den bereits Amazon bei Alexa und Google beim Google Assistant vorgegeben haben und auf dem Mercedes-Benz und BMW bereits unterwegs sind: Sie sprechen den Sprachassistenten persönlich an. Sie starten die neue Sprachsteuerung im Golf VIII also wenig originell mit „Hallo Volkswagen“ oder wie gehabt über den Voice-Button im Lenkrad. Der Golf reagiert dann ähnlich wie es auch schon bei Mercedes-Benz oder BMW der Fall ist auf intuitive Sprachkommandos: „Bring mich nach Hause!“ startet zum Beispiel die Navigation oder „Mir ist kalt!“ die Klimaautomatik. Neue digitale Mikrofone sollen die Spracherkennung und die Sprachqualität bei Telefonaten verbessern und die Sprecher (Fahrer oder Beifahrer) besser lokalisieren. Damit weiß die Sprachsteuerung zum Beispiel, wo im Interieur die Temperatur geändert werden soll.

Die Digitalisierung soll zudem die Möglichkeit bieten, den Golf auf den ganz eigenen Geschmack abzustimmen. Diese personalisierten Einstellungen können sowohl im Wagen als auch via Cloud gespeichert werden, um sie nach einem Fahrer- bzw. Fahrzeugwechsel wieder abzurufen. Dazu gehören, je nach Ausstattung, die Anzeigen von „Digital Cockpit“ und „Innovision Cockpit“, die Sitzposition, die Einstellungen der Außenspiegel und der Klimaanlage, die Regelung des Ambiente-Lichts in bis zu 30 Farben sowie die Lichtfunktionen Coming-Home und Leaving-Home.

Die Vernetzung via Cloud wird durch eine Online-Connectivity-Unit (OCU) mit integrierter eSIM ermöglicht, an die alle Infotainmentsysteme des Golf serienmäßig gekoppelt sind. Die OCU ist zudem die Schnittstelle zu den onlinebasierten Funktionen und Dienstleistungen von „We Connect“ (serienmäßig zeitlich unbegrenzt nutzbar) und „We Connect Plus“ (in Europa zeitlich begrenzt kostenfrei nutzbar, danach muss der Kunde zahlen).

Die Preise für die oben genannten Ausstattungen veröffentlicht Volkswagen erst Anfang Dezember.

Für Unternehmen wurde darüber hinaus der optionale Service „We Connect Fleet“ entwickelt – ein digitales Fuhrparkmanagement.

Weitere Informationen zum VW Golf VIII finden Sie hier:

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Kein Elektro-Antrieb

In einer Hinsicht bleibt der Golf VIII allerdings ganz konventionell: Es gibt ihn nicht als reines Elektro-Auto. Diese Rolle übernimmt künftig der ID.3:

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