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Neuer Edge-Browser wird mit Windows Update ausgeliefert

17.12.2019 | 12:31 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Microsoft wird den neuen Edge-Browser über Windows Update an die Nutzer ausliefern. Und es gibt mehr neue Infos.

Bereits vor einigen Wochen war bekannt geworden, dass Microsoft den neuen Chromium-basierten Edge-Browser ab dem 15. Januar 2020 ausliefern wird. Die Entwicklung ist nahezu abgeschlossen und die aktuellen Vorabversion finden Sie auf dieser Seite. Dieser Informationsseite von Microsoft ist zu entnehmen, dass Windows-10-Nutzer den neuen Microsoft Edge (Chromium-basiert) über Windows Update erhalten werden. Laut dieser Seite haben Admins auch die Möglichkeit, den Erhalt von Edge über einen Registry-Key zu verhindern.

Die Nutzung von Windows Update für die Auslieferung von Edge hat Vorteile: Edge wird noch stärker als bisher vom Rest von Windows 10 getrennt und kann so auch besser gezielt aktualisiert werden.

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Am Montag hat auch offiziell die Add-On-Website für den neuen Edge-Browser eröffnet. Alle etwa 180 bereits verfügbaren Add-Ons für die deutschsprachige Version von Edge (Chromium) finden Sie auf dieser Microsoft-Seite. In einem Blog-Eintrag ruft Microsoft die Entwickler dazu auf, neue Erweiterungen für den Browser zu erstellen und ihre bereits existierenden EdgeHTML-Erweiterungen für Chromium zu portieren.

Wenn Nutzer ab dem 15. Januar 2020 von der bisherigen Edge-Version zum Chromium-basierten Edge wechseln, sollen dabei auch automatisch die bisher vom Anwender genutzten Browser-Erweiterungen aktualisiert werden. Dies geht natürlich nur, wenn es für die bisherigen EdgeHTML-Erweiterungen auch tatsächlich entsprechende Chromium-Erweiterungen gibt. Eine Anleitung für die Entwicklung von Chromium-Erweiterungen für Edge liefert Microsoft in diesem Online-Nachschlagewerk.

Microsoft hatte vor knapp einem Jahr das Ende der bisherigen Edge-Version mit der eigenen Rendering-Engine EdgeHTML angekündigt und den Wechsel zu einer neuen Edge-Version mit Googles Chromium-Engine angekündigt. In den vergangenen zwölf Monaten wurden diverse Vorabversionen ausgiebig getestet und Microsoft hat auch einige Neuerungen in den Chromium-Browser integriert, die Googles Chrome nicht besitzt. Im Hintergrund unterstützt Microsoft auch die Weiterentwicklung der Rendering-Engine Chromium.

Mit dem Umstieg auf Chromium in Edge will Microsoft die Web-Kompatibilität für alle Kunden verbessern und für eine Verringerung der Fragmentierung des Webs sorgen, wovon Web-Entwickler profitieren. "In diesem Zusammenhang wollen wir einen wesentlichen Beitrag zum Chromium-Projekt leisten, und zwar in einer Weise, die nicht nur Microsoft Edge, sondern auch andere Browser auf PCs und anderen Geräten besser machen kann", erklärte Microsof seinerzeit, als das Chromium-Edge angekündigt worden war. Im Gegensatz zum bisherigen Edge wird es den neuen Edge (Chromium) auch für alle noch unterstützten Windows-Versionen und macOS geben. Außerdem soll Edge künftig auch regelmäßiger als bisher aktualisiert werden.

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