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Neue Geforce-Treiber mit bis zu 23 Prozent mehr Leistung

21.08.2019 | 10:29 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Zur Gamescom hat Nvidia eine spezielle Version seiner Geforce-Treiber veröffentlicht. Es gibt mehr Leistung und neue Funktionen.

Zum Start der Gamescom 2019 in Köln hat Nvidia eine neue Version seiner Game-Ready-Treiber für Geforce-Grafikkarten veröffentlicht. Der Name der Treiber lautet passenderweise: Nvidia Gamescom Game Ready Driver. Letztendlich handelt es sich einfach um die neue Version 436.02 der regulären Geforce-Treiber.

Interessant sind die Grafikkarten-Treiber dennoch für alle Geforce-Besitzer, vor allem für solche, die bereits eine Geforce RTX-Grafikkarte besitzen, etwa eine RTX 2060 Super, RTX 2070 Super oder RTX 2080 Super . Durch Software-Optimierungen, so Nvidia, sei es gelungen, die Frame-Rates in Spielen um bis zu 23 Prozent zu erhöhen.

Diese Software-Optimierungen gibt es beispielsweise unter anderem für die Spiele Battlefield V, Apex Legends, Forza Horizon 4, Strange Brigade und World War Z. Neu hinzu kommt die Unterstützung für das jetzt erschienene Spiel Remnant: From the Ashes.

Schaut man sich die vielen Grafiken an, mit denen Nvidia den Performance-Zuwachs unterlegt, fällt auf, dass der Performance-Zuwachs durch die Geforce-Treiber der Version 436.02 abnimmt, je höher die verwendete Auflösung ist. So steigt bei Apex Legends in Full HD mit einer RTX 2080 Super die Performance um 23,04 Prozent. Bei einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln um immerhin 15,6 Prozent und bei 3840 x 2160 Pixeln nur noch um 8,3 Prozent.

Neuer Ultra-Low-Latency-Modus

So wirkt sich der Ultra-Low-Latency-Modus bei Spielen aus
Vergrößern So wirkt sich der Ultra-Low-Latency-Modus bei Spielen aus
© Nvidia

Auf Wunsch der Geforce-Besitzer führt Nvidia mit den neuen Grafikkarten-Treibern den neuen Ultra-Low-Latency-Modus ein. In diesem Modus werden Spiele mit einer möglichst geringen Latenz dargestellt, wodurch sich spürbar die Reaktionszeit auf Spielereingaben erhöhen soll. Die Reduzierung der Latenz wird dadurch erreicht, dass die Anzahl der Frames reduziert werden, die in der Rendering-Queue landen. Dadurch werden neue Frames schneller an die GPU gesendet, erläutert Nvidia. Der neue Ultra-Low Latency-Modus wird über das "just in time frame scheduling" erreicht. Die Latenz soll sich dadurch um bis zu 33 Prozent reduzieren.

Spiele, die die GPU stark beanspruchen und Frame-Raten von zwischen 60 und 100 fps haben, sollen am meisten von der Neuerung profitieren. In den Treibern gibt es drei Einstellungsmöglichkeiten für den "Low Latency Mode": "Off", "On" und "Ultra". Die Auswirkungen erläutert Nvidia anhand eines Beispielsystems mit RTX 2060 Super. So sinkt die Graphics-Latency bei The Division 2 beispielsweise von 49 Millisekunden auf 33 Millisekunden mit der Einstellung "On" und gar auf 22 Millisekunden mit "Ultra".

Integer-Scaling-Modus für Pixel-Art-Spiele

Neues Integer Scaling (Beta) in Aktion
Vergrößern Neues Integer Scaling (Beta) in Aktion
© Nvidia

Als weitere Neuerung bringen die Treiber auch noch die Integer-Scaling-Funktion mit. Davon sollen vor allem Pixel-Art-Spiele wie FTL, Hotline Miami oder Terraria profitieren, wenn diese auf hochauflösenden Bildschirmen gespielt werden. Beim Skalieren der Pixel-Art-Grafik kann es dazu kommen, dass das Ergebnis eher "verwaschen" aussieht. Integer Scaling verhindert dies und zeigt die Grafik dann deutlich schärfer an.

Integer Scaling ist für RTX-GPUs und GPUs der GTX-16-Series in einer Beta-Version verfügbar. Die entsprechende Einstellung findet sich im Nvidia-Control-Panel im Bildschirm-Menü.

Geforce-Game-Ready-Treiber 436.02: Weitere Neuerungen

  • Unterstützung für neue G-Sync-kompatible Displays (darunter Asus VG27A, Acer CP3271 und Acer XB273K GP)

  • 30-Bit-Color-Unterstützung

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