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Neue Funktionen für den Chipsatz

07.01.2008 | 16:00 Uhr |

Dem Santa-Rosa-Chipsatz GM965 verpasst Intel eine neue Grafikeinheit sowie verbesserte Stromsparfunktionen für den SATA-Betrieb.

Die integrierte Grafiklogik des GM965 unterstützt nun hardwareseitig vollständig das Shader Model 3.0 von DirectX 9. Bisher entsprach nur der Pixel Shader im Grafikkern diesem Standard, Aufgaben wie T+L (Transform and Lighting), Clipping und Vertex Shader musste der Prozessor übernehmen. Im aktuellen Chipsatz-Treiber für den GM965 sind die neuen Funktionen bereits umgesetzt.

Die Grafik-Hardware kommt außerdem mit DirectX 10 und dem Shader Model 4.0 zurecht. Zum Verkaufsstart im Januar 2008 werden Notebooks mit GM965 daraus allerdings noch keinen Vorteil ziehen können: Den DX10-Treiber bekommt Intel erst im Frühjahr fertig. Ohnehin ist es zweifelhaft, ob die Grafikeinheit des GM965 ausreichend leistungsfähig ist, um aktuelle Spiele in einer Detailstufe wiederzugeben, in der sich DX10-Effekte bemerkbar machen.

Die neue Grafikeinheit des GM965 entlastet außerdem den Prozessor beim Abspielen von HD-Filmmaterial, das mit VC-1 enkodiert ist. Ebenso integriert sie den für HD-DVD und Blu-Ray notwendigen Kopierschutz.

Vor allem für Notebook-Hersteller interessant: Intel verspricht, dass die neue Grafiklogik selbst mit Single-Channel-RAM das Vista Premium Logo erhält - bisher mussten die Anbieter ihre Mobilrechner mit einer teureren Dual-Channel-Konfiguration bestücken, damit die Chipsatz-Grafik die Vista-Oberfläche Aero ausreichend schnell darstellte.

Der ICH8 erhält mit dem Update einen SATA Traffic Monitor: Damit kann er SATA-Komponenten wie die Festplatte häufiger in einen Stromsparmodus versetzen, ohne dass die Systemleistung darunter leidet.

Laut Intel werden alle wichtigen Notebook-Hersteller die neuen Penryn-Prozessoren einsetzen: Sie sind pin-kompatibel zu Penryn und benötigen (außer beim X9000) auch keine veränderte Kühllösung. Mit einem neuem Bios und aktuellen Chipsatz-Treibern lassen sich bestehende Notebook-Designs also schnell aufrüsten. Außerdem erhöht Intel wie üblich für die neue Prozessor-Familie auch nicht die Preise: Die neuen CPUs kosten für die Notebook-Hersteller so viel wie die Vorgänger-Modelle.

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