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Netscape: Chronologie des Absturzes

28.01.2002 | 12:01 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Im Jahr 1996 brachte es der Internet Explorer nur auf einem Marktanteil von 3,3 Prozent. Damals war der Browser-Markt mit 88,1 Prozent der Marktanteile im deutschsprachigen Raum noch fest in der Hand von Netscape. So stetig wie jedoch der Anteil der Netscape-Nutzer sank, stieg der der Internet Explorer-Surfer an.

Im ersten Quartal 1999 konnte der Internet Explorer erstmals den Netscape-Browser übertrumpfen. Netscape hatte noch in der Jahreshälfte davor im deutschsprachigen Raum einen Marktanteil von 52,5 Prozent im Gegensatz zu den 46 Prozent des Internet Explorers. Im Folgehalbjahr sank der Netscape-Anteil weiter auf 47,5 Prozent, während der Prozentsatz des Internet Explorers auf 51,5 Prozent anstieg.

Der Grund für den Erfolgszug des Internet Explorers dürfte vor allem die Marktstrategie seines Herstellers sein: Microsoft legt seinen Windows-Betriebssystemen den Internet Explorer bei und eichte damit Internet-Einsteiger sogleich auf seinen Browser. Ähnlich verfuhren auch viele Internet-Anbieter, wie beispielsweise T-Online.

"Andere Browser, wie beispielsweise Opera, Konqueror oder Omniweb, haben in dem häufig sogenannten Browser-Krieg zwischen Netscape und Microsoft nie eine wirkliche Rolle gespielt", stellt das Marktforschungsunternehmen fest. Dies lässt sich auch an den Marktanteilen der letzten fünf Jahre ablesen. Ihre Marktanteile bewegten sich immer um ein Prozent herum und sanken 2000 sogar auf 0,4 Prozent im deutschsprachigen Raum. Nicht zuletzt Opera ist es allerdings zu verdanken, dass inzwischen knapp 1,1 Prozent der Surfer einen anderen Browser als einen von Netscape oder Microsoft nutzen.

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