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Netflix will Wege finden, um Account-Sharing zu unterbinden

24.10.2019 | 09:20 Uhr | Denise Bergert

Der Streaming-Dienst Netflix will „kundenfreundliche“ Wege finden, um das Teilen von Accounts zu unterbinden.

Laut aktuellen Zahlen hat der Streaming-Dienst Netflix weltweit mittlerweile mehr als 163,92 Millionen Nutzer. Rund 158,33 Millionen von ihnen sind Kunden, die ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen haben. Viele dieser Abos werden jedoch von Freunden und Familienmitgliedern mitgenutzt, obwohl sie nicht im selben Haushalt wie der Abonnent leben.

Im Standard-Abo für 11,99 Euro monatlich sind beispielsweise Streams auf zwei Geräten gleichzeitig und mit dem Premium-Abo für 15,99 Euro sogar vier Streams gleichzeitig möglich. Viele Nutzer geben das Passwort für ihren Premium-Account an Freunde weiter, die den Zugang dann kostenlos mitbenutzen und ein eigenes Profil anlegen können. Das verstößt eigentlich gegen die Netflix-Nutzungsbedingungen, da alle Nutzer zwingend im selben Haushalt leben müssen. Bislang hat das Unternehmen hier jedoch ein Auge zugedrückt.

In einem Interview zu den aktuellen Geschäftszahlen aus dem dritten Quartal 2019, bestätigte Chief Product Officer Greg Peters, dass sich Netflix der Problematik bewusst sei und diese auch weiterhin beobachten wolle. Langfristig werde der Streaming-Anbieter „kundenfreundliche“ Wege zu finden, um Account-Sharing außerhalb der Abonnenten-Haushalte zu unterbinden. Wie in den aktuellen Nutzungsbedingungen zu lesen ist, kann Netflix beispielsweise Accounts sperren, wenn betrügerische Aktivitäten bemerkt werden. Eine solche Sperre würde jedoch wohl nicht mehr unter den Begriff „kundenfreundliche Lösung“ fallen. Wie genau Netflix Account-Sharing in Zukunft unterbinden will, teilte der Konzern nicht mit.

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