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Netflix: Wir lieben Kinos, aber....

04.03.2019 | 15:58 Uhr | Panagiotis Kolokythas

In einem Tweet äußert sich Netflix zu den Plänen, die Regeln für die Oscar-Preisverleihung zu ändern.

Bei der diesjährigen Oscar-Preisverleihung hat Netflix drei der wichtigsten Oscars mit dem Film Roma abgeräumt. Angeführt von Regie-Legende Steven Spielberg wird in Hollywood derzeit diskutiert, die Vergaberechte für die Oscars zu ändern, so dass Streaming-Dienste nicht mehr berücksichtigt würden. Steven Spielberg hatte kritisiert, dass Filme nominiert werden können, die nur in ein paar Kinos und nur innerhalb kurzer Zeit gezeigt wurden.

In der Tat steht in den Oscar-Regularien, dass ein Film dann nominiert werden darf, wenn er in einer ausreichend großen Zahl an Kinos an sieben fortlaufenden Tagen jeweils täglich zu drei unterschiedlichen Zeiten zu sehen ist. Auch der Netflix-Film Roma war zunächst in einer begrenzten Zahl von Kinos zu sehen, ehe er dann Anfang Dezember auf Netflix startete. Der "Trick" war benutzt worden, um eine Oscar-Nominierung erhalten zu können. Und schließlich erhielt Roma auch insgesamt 10 Nominierungen für den Oscar 2019.

Mit einem Tweet hat Netflix nun am Montagnachmittag auf die anhaltende Kritik aus Hollywood reagiert. Darin stellt Netflix fest: "Wir lieben Kinos." Fügt dann aber weiter Dinge hinzu, die "man ebenfalls" liebe.

So liebe man es ebenfalls, wenn Menschen Zugang zu Filmen erhalten, die sich einen Kinobesuch nicht leisten können oder in Städten leben, in denen es keine Kinos gibt. Außerdem liebe man es bei Netflix, wenn jeder überall und jederzeit eine neue Filmveröffentlichung genießen könne. Und schließlich liebe man es auch, wenn Filmemacher neue Möglichkeiten erhalten, ihre Kunst mit anderen zu teilen. "Diese Dinge schließen sich nicht gegenseitig aus", stellt Netflix abschließend fest.

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